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  • Judentum (nach 1945)
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    [...] mit dem Judentum vertraut gemacht werden. Zudem müssen sie eine neue Sprache erlernen und sich in eine neue Lebenswelt einfinden. Der Zuwachs durch die "Kontingentflüchtlinge" gewährleistet zwar das Weiterbestehen der Gemeinden für die nächsten Generationen, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die langfristigen Aussichten jüdischen Lebens in Bayern angesichts einer Zahl von 21 Geburten gegenüber 128 Todesfällen im Jahr 2009 weiterhin mit Vorsicht beurteilt werden müssen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Judentum (Weimarer Republik)
  • Judentum in Altbayern (bis 1800)
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    [...] de Martin Luther, Das Jesus Christus ein geborener Jude sei, Augsburg 1523 (Bayerische Staatsbibliothek, Res/4 Th.u. 103,X,3) Luthers Verhältnis zum Judentum gehört zu den am kritischsten betrachteten Aspekten seiner Biographie. Im Vordergrund stehen dabei meist die Schriften, die er in seinen letzten Lebensjahren verfasste. Sie sind tatsächlich überaus stark von einem aggressiv formulierten Antijudaismus geprägt. Gleichwohl ist seine Schrift „Das Jesus Christus ain geborner Jude sey“ von 1523 noch von einer verständnisvollen Haltung durchdrungen. Unter dem Eindruck der enormen Erfolge der reformatorischen Bewegung war Luther von dem Gedanken beseelt, Juden könnten nun massenhaft zum Christentum bekehrt werden. Der Umgang mit ihnen müsse von Barmherzigkeit und Nächstenliebe geprägt sein, freundlich solle ihnen das Christentum vermittelt werden. Die Schuld der Juden am Tod Christi, den Ritualmord und den Hostienfrevel bezeichnet er als Lügen, die das Papsttum verbreite. Juden sollten ihre Ghettos verlassen dürfen, das Zunftverbot müsse für sie aufgehoben werden. Allerdings betont Luther gleichzeitig, dass für ihn das Christentum grundsätzlich überlegen sei. Theologisch lehnt er das Judentum damit bereits in dieser frühen Schrift ab. Wie mit einer Vielzahl seiner frühen reformatorischen Publikationen hatte Luther auch mit diesem Werk großen Erfolg. Bis 1525 erschien es in zehn deutschen und acht lateinischen Ausgaben. Gezeigt wird ein Exemplar, das 1523 in der Augsburger Druckerei des Melchior Ramminger (gest. 1543) entstanden ist. Zum Digitalisat [...]
  • Freudenthal, Max: 12. 6. 1868 Neuhaus/Saale — 11. 7. 1937 München; Rabbiner
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    [...] de Volksschule in Grünstadt/Pfalz. Lateinschule, dann Gymnasium in Worms. 1886 Studium in Breslau. 1890 Promotion in Greifswald. 1893 Rabbiner in Dessau und anschließend in Danzig. Seit 1907 Tätigkeit für die Nürnberger Kultusgemeinde. Vorsitzender der bayerischen Rabbinerkonferenz und Präsidiumsmitglied des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden. de Werke u. a. Hrsg. d. „Kriegsgedenkbuches d. israelitischen Kultusgemeinde", 1920; Mitarbeiter d. Zs. „Liberales Judentum" . Literatur PK. Stadtarchiv, Nürnberg; A. Müller, Geschichte der Juden in Nürnberg 1146-1945,1968. Bo Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Süßkind von Trimberg: * 2. Hälfte des 13. Jh., aus Trimberg bei Würzburg; Spruchdichter
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    [...] de Wegen seines Namens und einer Selbstaussage in einem seiner Sprüche der Manessischen Handschrift als Jude bezeichnet und in jüdischer Tracht dargestellt. Als jüdischer Dichter wäre er eine Ausnahmeerscheinung unter den mittelhochdeutschen Lyrikern, seine Zugehörigkeit zum Judentum ist umstritten. de Werke Kommentar hrsg. vonH. Kuhn, 1958; Ausgaben in C. v. Kraus, Dt. Liederdichter des 13. Jh., 2 Bde., 1952, und F. H. v. d. Hagen, Minnesinger 2, 1858, 258-260, 4, 536-538. Literatur ADB 37; F. Torberg, S. v. Trimberg, Roman 1972; L. Rosenthal, S. v. T., derjüd. Spruchdichter ... in: Hanauer Geschichtsbl. 4,1969; Stammler, Verfasserlex. 4,1953. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Wachter, Johann Georg: 7. 3. 1663 Memmingen — 7. 11. 1757 Leipzig; Gelehrter
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    [...] de Lateinschule; 1689 Universität Tübingen (Theologie); 1693 Memmingen. Um Anstellung als Geistlicher zu entgehen, Reise nach Leipzig, Halle, Berlin, Frankfurt und 1698 Holland. Nach Rückkehr in Berlin Studien an der Bibliothek und Malerakademie; Jahrgeld vom preußischen König. 1722 Übersiedlung nach Dresden, dann Leipzig, wo er gegen Besoldung auf Lebenszeit Arbeiten im Auftrag des Rats der Stadt erfüllte. de Genealogisches V Jakob, Stadtphysikus; M Katharina Zweiflin. Werke Der Spinozismus im Judentum . . „ Amsterdam 1699; Forschungen über die deutsche Sprache: Glossarium Germanicum (kleine Ausgabe 1727; große Ausgabe 1737 f.); Archaeologia numaria . . „ 1740; Verz. s. ADB 40, 427. Literatur ADB 40. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Haenle, Siegfried (bis 1854 Samuel): 28. 6. 1814 Heidingsfeld b. Würzburg — 30. 9. 1889 Ansbach; Rechtsanwalt und Lokalhistoriker
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    [...] de Philosophie- und Jurastudium seit 1834 in München und Würzburg, anschließend journalistische Tätigkeit in Paris, London und Würzburg; hier 1841 Schriftleiter der liberalen „Neuen Würzburger Zeitung". Nach 1848 Rechtsanwalt, bekannter Schwurgerichtsverteidiger. 1854 Übertritt vom Judentum zur protestantischen Kirche. 1855 Advokat in Feuchtwangen, 1858 in Ansbach. Mitvorstand des Bayerischen Anwaltvereins, 1871 Mitgründer des Deutschen Anwaltvereins, Schriftleiter von dessen Organ, der .Juristischen Wochenschrift" 1872. 1862 Vorstandsmitglied des Historischen Vereins für Mittelfranken, Verfasser zahlreicher Untersuchungen zur Geschichte der Stadt und des Fürstentums Ansbach. de Genealogisches V Simson, Kaufmann. Werke Würzburg u. seine Umgebung, 1844; Hdb. f. Reisende auf d. Main, 1845; Gesch. d. Juden im ehemaligen Fürstentum Ansbach, 1867. Literatur Onoldina 2; Lebensläufe Franken 4. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Graetz, Heinrich (Hirsch): 31. 10. 1817 Xions (= Ksiaz Wielkopolski, Woiwodschaft Posen) — 7. 9.1891 München; Exeget und Historiker
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    [...] de 1842 Studium in Breslau. 1845 Promotion in Jena. 1848 Haus- und Religionslehrer. 1853/54 Lehrtätigkeit am jüdisch-theologischen Seminar in Breslau. 1869 Professor in Breslau. 1869-1888 Redakteur der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums". Verfasser der ersten Gesamtgeschichte des jüdischen Volkes: „Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart", 11 Bde. (1853-1875), Volksausgabe 3 Bde. (1888). Das umstrittene Werk wurde in mehrere Sprachen übertragen. Bedeutung G.' auch als Exeget. de Genealogisches V Jacob, Fleischermeister, M Vogel Hirsch; (verh.) Marie Monasch. Werke u. a. Geschichte der Juden, 11 Bde. (1853-1875); Die westgothische Gesetzgebung in Betreff der Juden (1858). Literatur ADB 49; M. Reuven, The unknown H. G., in: Leo Beack Institute Yearbook 13, 1968; H. Liebschütz, Das Judentum im deutschen Geschichtsbild von Hegel bis Max Weber, 1967. La Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Barbara Bronnen
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    [...] de Beschreibung Barbara Bronnen wird 1938 in Berlin geboren. Ihr Vater ist der Schriftsteller Arnolt Bronnen, ihre Mutter die Journalistin Hildegard Bronnen-von Lossow. Barbara Bronnen wächst in Österreich auf und beginnt 1957 ein Studium der Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie promoviert mit einer Arbeit über den österreichischen Schriftsteller Fritz von Herzmanovsky-Orlando, in der sie der Frage nach „Original und Bearbeitung“ in der Gesamtausgabe von dessen Werken nachgeht. Ab Mitte der 1960er Jahre arbeitet Bronnen als Lektorin, Redakteurin und Journalistin, unter anderem für Kindlers Literaturlexikon. Sie publiziert zunächst vor allem Sachbücher, die soziale und kulturelle Themen behandeln. 1975 entscheidet sie sich, fortan als freie Schriftstellerin tätig zu sein. Fünf Jahre später erscheint ihr erster Roman Die Tochter, in dem sie sich mit der schwierigen Beziehung zu ihrem Vater auseinandersetzt. Bereits ein Jahr zuvor ist ihr Dokumentarfilm auf der suche nach A.B. im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt worden. Auch der spätere Roman Das Monokel (2000) handelt von der Suche nach der Wahrheit über Arnolt Bronnen. In ihrem Buch Meine Väter (2012) setzt sie sich mit dem Judentum des Großvaters Ferdinand Bronnen und ihres Vaters Arnolt Bronnen auseinander. 118554190 Ricarda Huch [...]