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  • Kaempfer, Richard (1884 – 1966), Kaufmann
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    [...] de Bis 1900 Schulausbildung in Posen und Berlin; Zunächst technische Ausbildung in einer mechanischen Werkstatt, anschließend kaufmännische Lehre; Danach als Expedient, Buchhalter und Reisender tätig; 1910 Beitritt zur Sozialdemokratischen Partei; Ab 1911 Mitglied des Zentralverbands der Angestellten; Bis 1914 Buchhalter in Frankfurt a.Main; Nach zweijähriger Tätigkeit für Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine in Gröba-Riesa (Sachsen) Übersiedelung nach München; Ab 1916 in der Münchner Friedensbewegung aktiv; 1917 Heirat mit Hedwig Kämpfer; Mitbegründer und USPD-Vorstandsmitglied in München; In der Regierung Eisner Sekretär des Ministers für Soziale Fürsorge, Hans Unterleitner; 1918 Mitglied des Soldatenrats in München; Dez. 1918 Delegierter zum 1. Rätekongress in Berlin (USPD-Fraktion) (Schriftführer beim 1. Rätekongress); Wegen Teilnahme am Januarstreik 1919 inhaftiert; Jan. 1919-1922 Redakteur der USPD-Zeitungen „Neue Zeitung“, „Der Kampf“ und „Münchner Morgenpost“; 1922-1923 Kontorist der AOK München; 1923-1932 Prokurist in einem Münchner Weinimport-Geschäft; Anschließend durch Konkurs der Firma arbeitslos; 1932 Mitbegründer, ehrenamtlicher Bezirksvorsitzender Oberbayern-Schwaben der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) und deren Kandidat für die Landtagswahl in Bayern; 1933 unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mehrere Haussuchungen durch die SA; 30.08.1933 Flucht über Österreich und die Schweiz nach Paris, seine Frau und seine Tochter folgen 1934 nach; In Paris als Gelegenheitsarbeiter tätig; 1939 bei Kriegsausbruch in verschiedenen Lagern interniert, zum Schluss in der Nähe von Brest; Nach Auflösung des Internierungslagers in Folge der fortschreitenden Besetzung Frankreichs Flucht ins unbesetzte Gebiet - dort vom Flüchtlingskomitée unterstützt; Herbst 1942 aufgrund der beginnenden Judenverfolgung durch die Vichy-Regierung Flucht in die Schweiz, dort als Flüchtling anerkannt, allerdings ohne Arbeitsberechtigung, unterstützt durch das International Rescue Committee in New York; 29.08.1945 Emigration in die USA, Tätigkeit als Gelegenheitsarbeiter, später als Hausverwalter in New York. de Weitere Angaben Konfession: israelitisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Albrecht III., der Gütige (der Fromme): 27. 3.1401 München — 29. 2.1460 München; bayer. Herzog
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    [...] de Führung einer wirtschaftlich und sozial durchdachten Regierung. 1435 Ertränken seiner Gattin ? A. Bernauer durch seinen Vater ? Herzog Ernst. 1440 Ablehnung der böhmischen Königskrone. 1444 Vorgehen gegen das Raubrittertum. Mit Nikolaus von Cues Verwirklichung einer bayerischen Klosterreform (1453 Andechs Benediktinerkloster). Durch seinen Beichtvater Dr. Johann Hartlieb zu Judenverfolgungen veranlaßt. In seiner Regierungszeit die Anfange der Münchner Tafelmalerei. Förderer von Kunst und Wissenschaft. de Genealogisches V Hzg. ? Ernst (1373-1438); M Elisabeth Visconti (†  1432); (verh.) 1) 1432 ? Agnes Bernauer (†  1435), 2) 1437 Anna v. Braunschweig (†  1474). Literatur NDB 1; Riezler 3. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Judentum in Altbayern (bis 1800)
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    [...] , nachdem eine christliche Frau "gestand", die Münchner Juden hätten ein getauftes Christenkind getötet und sein Blut getrunken. Eine aufgebrachte Volksmenge zündete die Synagoge an, wobei alle Juden, die sich in den ersten Stock geflüchtet hatten, in den Flammen umkamen. Zwei Jahre später durften die aus der Stadt verwiesenen Juden nach München zurückkehren. Die Judenverfolgungen 1338 und 1349 16064 Deggendorf 13687570X Stephan II. Zaghafte Neuansiedelung und Rechtssicherheit 118574876 Ludwig V. der Brandenburger 102574405 Jakob von Landshut 123437822 Albrecht II. Die Vertreibung der Juden im 15. Jahrhundert 119111349 Albrecht III. 119398613 Ludwig IX. der Reiche Das Ende der Regensburger [...]
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    [...] de Martin Luther, Von den Juden und ihren Lügen, Wittenberg 1543 (Bayerische Staatsbibliothek, 4 Polem. 1874) In seinen letzten Lebensjahren begegnete Luther den Juden mit Feindschaft und Hass. Sein geradezu euphorischer Optimismus aus den überaus erfolgreichen 1520er Jahren war in einen tiefsitzenden Frust umgeschlagen. Zunehmend erwies es sich als schwierig, die Reformation weiter voran zu bringen. Neben dem Papst, den von ihm pauschal als „Türken“ bezeichneten Osmanen und radikalen reformatorischen Strömungen machte Luther vor allem die Juden dafür verantwortlich. Am massivsten kommt dies in der Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ zum Ausdruck, die Luther 1543 publizierte. Luther äußert sich darin in einem enorm aggressiven Tonfall. Die einst von ihm geäußerte Hoffnung auf eine Bekehrung der Juden zum Christentum ist verflogen. Seiner Ansicht nach legten Juden die Bibel absichtlich falsch aus, um Christen in die Irre zu führen. Zudem stünden sie im Bund mit dem Teufel, weshalb man sie unerbittlich bekämpfen müsse. Handel und Geldverleih seien ihnen zu untersagen, ihre Häuser und Synagogen niederzubrennen. Da sie eine Gefahr für das Gemeinwesen darstellten, sollten sie letztlich des Landes verwiesen werden. Luthers Antijudaismus kann zwar nicht mit dem rassischen Antisemitismus des 20. Jahrhunderts gleichgesetzt werden. Allerdings diente er ihm als Vorlage und Rechtfertigung: So benutzte die NS-Propaganda Luthers Thesen, um die Judenverfolgung historisch-theologisch zu legitimieren. NS-Politiker sahen den Reformator als ihren Wegbereiter an. Zum Digitalisat [...]
  • Heidenreich (Haidenreich, Haydenreich), Erhard: † 1524 Regensburg; Baumeister, Bildhauer
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    [...] de Unter ? K. Roritzer als Geselle am Dombau zu Regensburg tätig. 1496 Bürger zu Regensburg, 1514 bis 1524 dort Dombaumeister. Die sechs Fenster des Domkreuzganges, das früheste Auftreten dekorativer Renaissance in Regensburg, werden ihm zugeschrieben. Auch als Bildhauer tätig. Vor der anstelle der bei der Regensburger Judenverfolgung 1519 niedergerissenen Synagoge erbauten Kapelle stand ein Gnadenbild der Maria von seiner Hand. Arbeitete außerdem in Eichstätt, Amberg (Turm der Martinskirche) und in Ingolstadt; dort 1509-1524 Baumeister an der Pfarrkirche zu Unserer Lieben Schönen Frau. Die ursprünglich nicht geplanten Seitenkapellen des Langhauses sind sein Werk. de Literatur Th.-B. 16. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Von den Jüden vnd jren Lügen
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    [...] de Beschreibung In seinen letzten Lebensjahren begegnete Luther den Juden mit Feindschaft und Hass. Sein geradezu euphorischer Optimismus aus den überaus erfolgreichen 1520er Jahren war in einen tiefsitzenden Frust umgeschlagen. Zunehmend erwies es sich als schwierig, die Reformation weiter voran zu bringen. Neben dem Papst, den von ihm pauschal als "Türken" bezeichneten Osmanen und radikalen reformatorischen Strömungen machte Luther vor allem die Juden dafür verantwortlich. Am massivsten kommt dies in der Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" zum Ausdruck, die Luther 1543 publizierte. Luther äußert sich darin in einem enorm aggressiven Tonfall. Die einst von ihm geäußerte Hoffnung auf eine Bekehrung der Juden zum Christentum ist verflogen. Seiner Ansicht nach legten Juden die Bibel absichtlich falsch aus, um Christen in die Irre zu führen. Zudem stünden sie im Bund mit dem Teufel, weshalb man sie unerbittlich bekämpfen müsse. Handel und Geldverleih sei ihnen zu untersagen, ihre Häuser und Synagogen niederzubrennen. Da sie eine Gefahr für das Gemeinwesen darstellten, sollten sie letztlich des Landes verwiesen werden. Luthers Antijudaismus kann zwar nicht mit dem rassischen Antisemitismus des 20. Jahrhunderts gleichgesetzt werden. Allerdings diente er ihm als Vorlage und Rechtfertigung: So benutzte die NS-Propaganda seine Thesen, um die Judenverfolgung historisch-theologisch zu legitimieren. NS-Politiker sahen Luther als ihren Wegbereiter an. Datum: 2016 Matthias Bader CC0 Signaturformel: A - Z4, a - i4. - Bibliograph. Nachweis: Zwick RB 20.8.16.(1) [...]
  • Autorenporträt zu Grete Weil
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    [...] de Beschreibung 118747436 Erika 118577158 Klaus Mann 1932 heiratet sie den Dramaturgen der Münchner Kammerspiele Edgar Weil. Er emigriert 1933 in die Niederlande. Grete Weil absolviert eine Ausbildung als Fotografin und folgt ihrem Mann 1935 nach Amsterdam. Dort betreibt sie ein Fotoatelier. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten wird Edgar Weil verhaftet und 1941 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Grete Weil ist eine Zeitlang beim Amsterdamer Jüdischen Rat tätig. Als ihre Deportation droht, taucht sie unter und überlebt den Holocaust ab 1943 in einem Versteck. 1947 kehrt sie nach Deutschland, in das „Land meiner Mörder, Land meiner Sprache“, zurück und lebt mit ihrem Jugendfreund, dem Opernregisseur Walter Jockisch, in Darmstadt, Stuttgart, Berlin, Hannover, Frankfurt am Main und  Locarno. Sie heiraten 1960. Nach seinem Tod 1970 wendet sie sich verstärkt ihrer schriftstellerischen Arbeit zu. 1974 übersiedelt sie nach Grünwald bei München. Grete Weils erste, unveröffentlichte Manuskripte sind noch in Amsterdam entstanden, darunter die Weihnachtslegende 1943. 1949 publiziert sie in einem Ostberliner Verlag Ans Ende der Welt, eine Novelle aus dem Jahre 1943. 1963 erscheint ihr Roman Tramhalte Beethovenstraat, der die  Judenverfolgung in Amsterdam zum Thema hat. 1968 folgt der Roman Happy, sagte der Onkel. Mit dem Roman Meine Schwester Antigone (1980) schafft sie den literarischen Durchbruch. Eine Überlebende des Holocaust tastet sich in Schreibversuchen an die Figur Antigone heran, wobei Antigone für das Symbol eines Widerstandes steht, den Grete Weil selbst nicht leisten konnte. In Generationen (1983) beschreibt sie die das Scheitern einer Utopie an Hand einer Wohngemeinschaft, in der drei Frauen unterschiedlichen Alters zusammenleben wollen. „Meine Krankheit heißt Auschwitz, und die ist unheilbar“, heißt es in diesem Roman, der wie all ihre Werke autobiographisch geprägt ist. Im nachfolgenden Roman Brautpreis (1988) und im Erzählband Spätfolgen (1992) setzt sie sich wieder mit jüdischen Identitäten auseinander. 1998 veröffentlicht sie ihre Autobiographie Leb' ich denn, wenn andere leben?. In ihrem Todesjahr 1999 wird ihre frühe Erzählung Erlebnis einer Reise (1932) erstmalig publiziert. Grete Weil hat zahlreiche Werke aus dem Englischen und aus dem Niederländischen übersetzt, für Hans Werner Henze das Opernlibretto Boulevard Solitude (1950) und  für Wolfgang Fortner den Text für die Pantomime Die Witwe von Ephesos (1951) verfasst. Sie war Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums. Ihr literarisches Werk ist erst spät gewürdigt worden: 1980 hat sie den Wilhelmine-Lübke-Preis erhalten, 1983 den Tukan-Preis der Stadt München, 1988 den Geschwister Scholl-Preis, 1993 die Medaille „München leuchtet“ in Gold, 1995 die Carl-Zuckmayer-Medaille [...]
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    [...] unbegraben zu laffen allgemein veritanden haben Und vielleicht iftdies Gefeiz in den Zeiträumen der Judenverfolgung auch allgemein gegeben worden In der babi lonifchen Verfolgung gieng der Vater Tobias auch [...]
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    [...] ohngefähr 38oooo ſowohl Juden als Samariter eine Anzahl die in den damaligen Zeiten der Judenverfolgungen ziemlich beträchtlich war wiewohl ſehr gering gegen die heutige bey einer faſt allgemeinen Judenduldung [...]
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    [...] zu laſſen allgemein verſtanden haben Und vielleicht iſt dies Geſetz in den Zeiträumen der Judenverfolgung auch allgemein gegeben worden In der babi loniſchen Verfolgung gieng der Vater Tobias auch [...]