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  • Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), 1917-1922
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    [...] de Die Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) war Folge der innerparteilichen Spannungen der deutschen Sozialdemokratie im Ersten Weltkrieg. Eine wachsende Zahl von SPD-Reichstagsabgeordneten sprach sich gegen die Burgfriedenspolitik, die Bewilligung der Kriegskredite und für einen sofortigen Frieden ohne Annexionen und Reparationen aus. Die aus der Fraktion ausgeschlossene Minderheit formierte sich zunächst als Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft (SAG), im April 1917 entstand die USPD. In Bayern folgte man der Entwicklung auf Reichsebene eher widerwillig. Hier war die innerparteiliche Opposition schwach und kaum überregional vernetzt. Gleichwohl spielte die bayerische USPD in der Folge für die Landesgeschichte eine ungemein wichtige Rolle. Sie setzte sich 1918 an die Spitze der Januarstreikbewegung, im Herbst desselben Jahres bot sie die Plattform für den Sturz der bayerischen Monarchie. Ihr profiliertester Repräsentant Kurt Eisner (1867-1919) wurde erster bayerischer Ministerpräsident. Auch an der Ausrufung der Münchner Räterepublik Anfang April 1919 war die USPD maßgeblich beteiligt. 1920, im Jahr ihrer größten Wahlerfolge, zerbrach sie allerdings an den ihr von Beginn an innewohnenden Gegensätzen. Der linke Parteiflügel schloss sich der KPD an, die Rest-USPD kehrte am 24. September 1922 fast vollständig zur Mutterpartei (VSPD) zurück. de Forschungsstand 118529706 Kurt Eisner 118532146 Felix Fechenbach 118623230 Ernst Toller 118587846 Ernst Niekisch 118765493 Josef Simon 2215 München 36607 Nürnberg 32843 Hof Die Strukturen des USPD-Landesverbands liegen hingegen noch weitgehend im Dunkeln. Dasselbe gilt für die Geschichte der Partei in der Phase zwischen der Niederschlagung der Münchner Räterepublik und der Parteispaltung im Jahr 1920 sowie für die Folgezeit bis zur Wiedervereinigung mit der MSPD im Jahre 1922. Die nach 1922 weiterbestehende, politisch bedeutungslos Rest-USPD hat in der Landesgeschichte keinerlei Interesse gefunden. Der folgende Überblick ist daher als vorläufige Bestandsaufnahme zu betrachten. Die Gründung [...]
    [...] , die auf einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse und die Sozialisierung hinarbeiteten. Mit Gründung der KPD am 1. Januar 1919 hatten letztere die USPD verlassen, ohne dass die Partei in Bayern dadurch nennenswert geschwächt worden wäre. Die innerparteilichen Gegensätze blieben jedoch bestehen. Sie traten zu Tage, als die Gesamtpartei 1920 über den Beitritt zur Dritten, das heißt zur Kommunistischen Internationale zu entscheiden hatte. Die dadurch heraufbeschworene Zerreißprobe endete am 12. Oktober 1920 mit der Spaltung und dem Übergang des linken Flügels zur Kommunistischen Partei (nun: VKPD). Die nun deutlich geschwächte USPD konnte sich noch zwei Jahre lang halten. Am 24. September 1922 hielten [...]
  • Revolution, 1918/1919
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    [...] der politischen Meinungsbildung, sondern die bestimmenden politischen Instanzen. Der Umsturz führte daneben aber auch ganz generell zu einer allmählichen Neuformierung und Ausdifferenzierung der Parteienlandschaft: Zunächst machte sich vor allem die Aufspaltung der Sozialdemokratischen Partei in Mehrheitssozialdemokratie (MSPD), Unabhängige (USPD) und Kommunisten (KPD) bemerkbar, was mittelfristig erheblich zur Schwächung der politischen Linken beitrug.Von dauerhafter Bedeutung erwies sich auch die Gründung der Bayerischen Volkspartei (BVP), die sich nicht nur als Gegenentwurf zum sozialistischen Lager verstand, sondern gleichzeitig von der Mutterpartei, dem Zentrum, abrückte. Die dezidierte Abgrenzung [...]