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  • Landtagswahlen (Weimarer Republik)
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    [...] . Da die NSDAP verboten war, sammelten sich deren Anhänger in den Reihen des neu gegründeten "Völkischen Blocks“, dem es auf Anhieb gelang, 23 Landtagsmandate (17,1 %) zu erobern. Auch die Linksextremen legten erneut zu: Die KPD, bisher mit zwei Mandaten im Landtag vertreten, errang nun 9 Sitze (8,3 %). Diese Gewinne der Extremen gingen erneut zulasten der staatstragenden Parteien. So sank die Abgeordnetenzahl der BVP von 65 auf 46 (32,8 %) und die der SPD von 26 auf 23 (17,2 %). Die bisherigen USPD-Abgeordneten hatten sich der SPD oder der KPD angeschlossen und traten nicht mehr in Erscheinung. Der Bauernbund hatte weiter auf nunmehr zehn Mandate (7,1 %) abgebaut, die DDP kam nur noch auf 6 Sitze (3,2 %), die DNVP und die mit ihr liierte DVP erreichten 12 (zs. 10,4 %). Die Landtagswahlen vom 20. Mai 1928 Die vierten Landtagswahlen, abgehalten am 20. Mai 1928, waren die ersten - und einzigen - Wahlen, die in einer Atmosphäre stattfanden, die nicht durch stark negative äußere Einflüsse belastet waren. Aufgrund der seit 1925 günstigen wirtschaftlichen Entwicklung hatte sich der Zulauf der radikalen Parteien erheblich abgeschwächt. Der zerstrittene Völkische Block hatte sich aufgelöst, die wieder an seine Stelle getretene NSDAP aber konnte nur 9 Mandate (6,1 %) erringen. Auch die KPD büßte an Stimmen ein und sank von 9 auf 5 Mandate (3,8 %) zurück. Von dieser Entwicklung profitierten zunächst [...]
    [...] . Der Zuwachs der NSDAP erfolgte zulasten aller übrigen Parteien. Besonders stark verlor die SPD, die statt 34 nur noch 20 Abgeordnete stellte (15,5 %), aber auch die DNVP büßte stark ein. Sie errang statt bisher 13 nur noch 3 Sitze (3,3 %). Lediglich die KPD profitierte wieder von dieser Entwicklung, sie konnte von 5 auf 8 Abgeordnete zulegen (6,6 %). Alle anderen Parteien waren nicht mehr im Landtag vertreten. Neubildung des Landtags 1933 Die Neubildung des Landtages nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 basierte nicht mehr auf einer Landtagswahl. Seine Zusammensetzung wurde vielmehr aufgrund des »Vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich« vom 31. März 1933 (Reichsgesetzblatt I, 153) nach dem Ergebnis der Reichstagswahl vom 5. März 1933 neu berechnet. Danach kam die NSDAP bei einer Wahlbeteiligung von 88,4 % auf 43 % der Stimmen und erhielt 48 Mandate, gefolgt von der BVP mit 27,2 % (30 Mandate). Die SPD erhielt 15,5 % (17 Mandate). Die KPD kam auf 6,3 % (7 Mandate), allerdings wurden ihr aufgrund des »Vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich« keine Sitze mehr zugeteilt. Ferner waren im Landtag von 1933, der letztmalig am 28./29. April 1933 zusammenkam, vertreten: die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (4,1 %, 5 Mandate) und der Bayerische Bauern- und Mittelstandsbund (vormals Bayerischer Bauernbund, 2,3 %, 3 Mandate). Wahlbeteiligung [...]