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  • Coburger "Blutsonnabend", 3. September 1921
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    [...] de Nach dem Mord an Matthias Erzberger veranstalteten in vielen deutschen Städten die Arbeiterparteien Sympathiekungebungen für die Republik. In der aufgeheizten Atmosphäre Coburgs eskalierte die Situation, als am 3. September 1921 die Bayerische Landespolizei einen nicht genehmigten sozialistischen Demonstrationszug mit Gewalt auflöste. de Coburger Blutsonnabend 11853100X Matthias Erzberger 32816 Coburg Die politische Landschaft in Coburg Anfang der 1920er Jahre 118800590 Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha Die bei den Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 mit zwei Dritteln der Stimmen konsolidierten sozialdemokratischen Parteien MSPD und USPD verloren bis Ende 1919 erhebliche Stimmenanteile wieder. Es war ihnen nicht gelungen, die agrarisch geprägten Schichten des Landes und die traditionelle Arbeiterschaft in den wenigen Industriebetrieben für die Partei entscheidend zu mobilisieren. Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hatte in Coburg wegen des fehlenden Industrieproletariats auch nach dem Zusammenschluss mit der USPD im Dezember 1920 und trotz großer Unterstützung aus Thüringen zu keiner Zeit Bedeutung; ihre Anhängerschaft erreichte nicht mehr als 300 Mitglieder. Bis zum Verbot 1923 machte sie sich in der Öffentlichkeit lediglich durch die Inszenierung von Streiks und Agitationen gegen die Lebensmittelteuerung und Arbeitslosigkeit bemerkbar. 118685279 Herzog Ernst II. 117473847 Franz Seldte 118781278 Arthur Mahraun 12635183X Willi Döbrich 118558129 Helmuth Johnsen Auslöser: Der Mord an Matthias Erzberger 11853100X Matthias Erzberger 119446901 Gustav von Kahr Streit um die Genehmigung eines Demonstrationszuges 128618434 Franz Klingler 132270463 Otto Voye 34105 Rodach 34079 Neustadt 12306483X Gustav Hirschfeld 32741 Bayreuth Mittlerweile hatte sich die Frage des Umzugs jedoch verselbständigt und war zu einer des politischen Prestiges und der Autoritäten geworden. Da klar war, dass die Kräfte der Landespolizei zu gering waren, entsandte das Landespolizei-Kommando Bayreuth 150 Mann nach Coburg. In einer letzten Besprechung zwischen allen Beteiligten am Vormittag des 3. September setzte man die Arbeiterführer von der Verstärkung der Landespolizei in Kenntnis und davon, dass die Innenstadt abgesperrt, die Hofgartenseite dagegen offen gehalten werde. Klingler protestierte gegen diese Einschränkung der Bewegungsfreiheit vehement; Gewerkschaftsführer Otto Voye befürchtete zu Recht, dass "die Landpolizei an zerstörender Wirkung in einer halben Stunde mehr erreichen werde, als die Sozialistenführer nicht in hundert Reden bewirken können." Das Umzugsverbot wurde durch Plakatanschlag bekannt gemacht. Die Eskalation der Gewalt Zur Veranstaltung hatten sich gegen 15 Uhr etwa 3.000 Personen auf dem Schlossplatz eingefunden. Während der Reden fuhr [...]