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  • Schmidt, Adolf (1886 – 1980), Landrat, Buchdrucker
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    [...] de Diener, Drogist, Chemiker, Pharmazeut, geprüfter Apotheker und Buchdrucker in München; SPD-Mitglied; 1918 Übertritt zur USPD; November 1918 Mitglied des Arbeiterrats in Kempten; 1919 führend an der Ausrufung der Räterepublik in Kempten beteiligt; 1919-1922 Festungshaft; Übertritt zur KPD; 1920-1924 Abgeordneter des Bayerischen Landtags; Anschließend Austritt aus der KPD und Rückzug aus dem politischen Leben; 1929 erneut Eintritt in die KPD; Ab 1931 arbeitslos; Politischer Leiter der KPD in Kempten und im Allgäu sowie Schriftleiter der KPD-Zeitung „Kempter Mosaik“; Ab März 1933 fünf Monate in Schutzhaft; Dezember 1933 vom OLG München wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt, anschließend bis 1935 in München, Kaisheim und St. Georgen interniert; ; 1935-1937 Haft im KZ Dachau; 1944 erneut verhaftet (KZ Dachau); 1945 stellv. Bürgermeister der Stadt Kempten; 1945-1946 Landrat für den Landkreis Kempten; 1946 Leiter der „Betreuungsstelle für politisch Verfolgte“ in Kempten; 1948 Rückzug aus der Parteipolitik der KPD in Kempten; 1966 Umzug nach Penzberg. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: Kempten Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Götz, Joseph (1895 – 1933), Schlosser, Kaufmann
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    [...] de Schlosserlehre; 1914-1917 Heizer bei der Marine im Ersten Weltkrieg; 1917 führende Rolle bei der Meuterei auf der „Nassau“; 06.12.1917 zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt (Haftentlassung in Folge der Novemberrevolution von 1918); Rückkehr nach München und Anschluss an den Spartakusbund, später Beitritt zur KPD; Mitglied der Matrosenkompagnie, die sich für die Räterepublik einsetzte; Mai 1919 bei einer Demonstration gegen die Erschießung von Kommunisten in Nürnberg verhaftet; Nach der Entlassung bis 1922 als Schlosser tätig, dann arbeitslos; 1923 hauptamtlicher KPD-Sekretär für Gewerkschaftsfragen bei der Bezirksleitung Südbayern; Okt. 1923-Apr. 1924 in Schutzhaft; Juli 1924 zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt; Mitte 1924 Organisationsleiter der KPD Südbayern; 1924 Wahl in den Bayerischen Landtag und Reichstagskandidat; 16.02.1925 auf der Süddeutschen KPD-Konferenz festgenommen und wegen Betätigung der in Bayern verbotenen KPD in Untersuchungshaft; Trotz Immunität als MdL bis Dez. 1925 in München-Stadelheim inhaftiert; Jan. 1926 Prozess vor dem Reichsgericht in Leipzig: Verurteilung zu 3 Jahren und 3 Monaten Gefängnis wegen Tätigkeit für die verbotene KPD; Juni 1926 Aufhebung seiner Immunität durch den Bayerischen Landtag; Flucht nach Moskau; Jan. 1927 Niederlegung seines Landtagsmandats von Moskau aus; 1928 nach der Amnestie Rückkehr nach Deutschland und erneut Organisationsleiter der KPD in Südbayern; März 1933 verhaftet und im KZ Dachau interniert; Folter durch die SS; Nach der Flucht Hans Beimlers am 09.05.1933 erschossen. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Thomas, Otto (1886 – 1930), Arbeitersekretär
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    [...] de Sohn eines Kleinbauern; Gelernter Dreher; 1906 SPD Mitglied; 1910 Gewerkschaftssekretär in Heidelberg, später in München; Während des Ersten Weltkriegs Kontakte zu Kurt Eisner; März 1919 Beitritt zur KPD; 1919 ergebnisloses Gerichtsverfahren wegen Beteiligung an der Münchner Räterepublik; Chefredakteur der KPD-Zeitung „Neue Zeitung“ in München; Ab 1924 wohnhaft in Moskau; Von der KPD als „Rechter“ verfemt und angegriffen; 1926-1929 Chefredakteur der „Neuen Zeitung“ in Jena; Mitglied der KPD-Bezirksleitung Thüringen; 1929/30 Veröffentlichung NS-freundlicher Publikationen in der Zeitung des Münzenberg-Konzerns „Berlin am Morgen“. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Ficker, Ludwig (1904 – 1947), Staatssekretär, Arbeiter
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    [...] de 1919-1928 ungelernter Arbeiter in Reichenhall; Anschließend Straßenbahnarbeiter in München; Ab 1919 Mitglied der Gewerkschaft; Ab 1929 Mitglied der KPD; 1933 als Schienenleger in München wegen seiner Parteizugehörigkeit entlassen; Anschließend illegal für die KPD tätig; Während einer Versammlung festgenommen, jedoch nach kurzer Zeit wieder freigelassen; Frühjahr 1934 Emigration in die Schweiz, Aufenthalte in Frankreich, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei, mehrmalige illegale Grenzübertritte nach Deutschland; 1942 in Basel festgenommen und interniert; 1944 Flucht, Rückkehr nach Deutschland, illegaler Aufenthalt und Organisation von Widerstandszellen; 1945 führend am Wiederaufbau der KPD in Bayern beteiligt; 1945 Mitglied der Münchner Aktionsgemeinschaft SPD-KPD; 1945-1946 Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium des Innern; 1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung; 1947 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (als Schriftführer Präsidiumsmitglied); 1947 Vorsitzender der KPD in Bayern; 1947 vergiftet in seiner Garage aufgefunden. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: Reichenhall§München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Schlaffer, Joseph (1891 – 1964), Maschinenschlosser
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    [...] de Schlosserlehre; Anschließend auf Wanderschaft; 1911 als Heizer zur Marine eingezogen; 1912 SPD-Mitglied; 1914-1918 U-Boot-Matrose im Ersten Weltkrieg; 1918 Mitglied des Soldatenrats in Brunsbüttelkoog; Nach Kriegsende Übersiedelung nach München und Betriebsratsvorsitzender bei der Reichsbahn; Eintritt in die USPD; 1920 KPD-Mitglied; 1921 wegen Beteiligung an den Aufstandsvorbereitungen im Zuge der März-Aktion der KPD verhaftet und zu 3 Jahren Haft verurteilt; 1924 vorzeitige Haftentlassung und Wahl in den Bayerischen Landtag; Politischer Leiter der KPD für Nord- und Südbayern; Aug. 1924 erneut zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt; 1925 ZK-Mitglied der KPD; Jan. 1926 vom Staatsgerichtshof wegen Weiterführung der illegalen KPD in Bayern zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt; Anschließend in der Illegalität; 1925-1926 vorübergehend Politischer leiter des KPD-Bezirks Halle-Merseburg; 1926 nach Aufhebung seiner Immunität als MdL als KPD-Vertreter zur Komintern nach Moskau delegiert; Ende 1926 Rückkehr nach Deutschland und Politischer Leiter im Saargebiet; Aug. 1927 im Saargebiet verhaftet und ins Deutsche Reich abgeschoben, dort erneut verhaftet; 1928 politische Amnestie; 1929-1932 Politischer Leiter der KPD in Württemberg; 1930 Wahl in den Deutschen Reichstag; 1932 als Politischer Leiter wegen Erfolglosigkeit der KPD bei den Kommunalwahlen abgesetzt und im Zuge der Richtungskämpfe innerhalb der KPD zunehmend isoliert; Zunächst im Rheinland aktiv, dann in Berlin als Leiter des Kampfbundes gegen den Faschismus; Nach 1933 Existenz als erfolgreicher Geschäftsmann unter falschem Namen in Berlin; 1936 vorübergehend verhaftet; 1937 erneut in Haft; Bis 1943 in verschiedenen Berufen tätig; 1943 Einzug zur Wehrmacht; 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in Küstrin, Wahl zum politischen Leiter der gefangenen Kommunisten, schließlich politischer Kommandant des Lagers; Von der sowjetischen Militärverwaltung mit dem Aufbau einer Zentralverwaltung für die Umsiedlung der Deutschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten beauftragt; Nach seiner Entlassung von diesem Posten Direktor des Industrieverbandes Eisen und Metall des Landes Brandenburg; Bis zur eigenen Kündigung 1948 Direktor der Hüttenwerke Henningsdorf; 1948 wegen angeblicher Spitzeltätigkeit vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und 2 Monate festgesetzt, anschließend als „Gestapoagent“ den deutschen Behörden übergeben; 14.03.1949 entlassen und aus der SED ausgeschlossen; Anschließend zurückgezogenes Leben in West-Berlin; 1956 von der zentralen Parteikontrollkommission der SED rehabilitiert. de Weitere Angaben Konfession: konfessionslos. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Büchs, Franz Xaver (1889 – 1940), Maschinenschlosser
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    [...] de Ausbildung zum Schlosser; Ab 1910 bei MAN in Nürnberg beschäftigt; Mitglied der SPD; Ab 1917 Mitglied der USPD; 1918 aktive Teilnahme am Munitionsarbeiterstreik; Ab 1920 Mitglied der KPD, deren Vorsitzender in Nürnberg; Ab 1923 illegale Arbeit für die verbotene KPD; 1924 bei illegaler Sitzung mit Kommunisten in Stuttgart verhaftet und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt; 1924 und 1928 als Abgeordneter in den Bayerischen Landtag gewählt, deswegen frühzeitige Entlassung aus der Haft; Anfang 1930 Ausschluss aus der KPD und Beitritt in KPD-Opposition (KPO), später Übertritt zur SPD; 1932/33 Eröffnung eines Zigarrengeschäfts in Nürnberg; 1933 mehrfach verhaftet und bei polizeilichen Vernehmungen misshandelt; Juni 1940 erneut von der Gestapo verhaftet; 22.06.1940 angeblicher Selbstmord durch Erhängen in der Zelle, wahrscheinlich ermordet. de Weitere Angaben Konfession: katholisch, später konfessionslos. Wohnort: Nürnberg Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Graf, Otto (1892 – 1971), Schriftsteller
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    [...] de 1898-1902 Volksschule; 1902-1911 Realgymnasium in München; 1911-1913 Lehrerseminar in Pasing; 1914-1917 und erneut 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg; 1917-1918 Studium in Leipzig; 1919-1920 Lehrer in München; Zunächst Mitglied des Alldeutschen Verbands, 1919 Anschluss an die KPD; 1919-1921 Redakteur der KPD-Zeitung „Neue Zeitung“ in München; 1920 Wahl in den Bayerischen Landtag und Vorsitzender der KPD-Fraktion; 1920 Mitglied des KPD-Zentralausschusses; 1921 als „Nationalkommunist“ aus der KPD ausgeschlossen; Zunächst Mitglied der USPD, dann der SPD; 1922-1929 Mitarbeiter des Arbeiter-Bildungskartells in München; 1923-1933 Schriftsteller, u.a. Korrespondent und Mitarbeiter der Berliner „Vossischen Zeitung“, der „Münchener Post“ und der Baseler „Nationalzeitung“; Nach 1933 Berufsverbot und mehrmals im Gefängnis München-Stadelheim inhaftiert; Ab 1945 erneut in der SPD aktiv; 1945-1946 Ministerialreferent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus; 1946-1948 Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Leiter der Abteilung Volksbildung); 1946-1947 Staatskommissar für Entnazifizierung und Wiederaufnahme des Lehrbetriebs der Universität München; 1953 ständiger Referent der IG Druck und Papier; 1949-1953 Mitglied des Deutschen Bundestags. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Palmsonntagsputsch, 13. April 1919
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    [...] de Palmsonntagsputsch, 13. April 1919 Ein Grundproblem der Räterepublik in München war die Gegnerschaft der sozialistischen Parteien USPD, MSPD und KPD. Am 12. April konnten sie eine Einigung erzielen, wobei die Sozialdemokraten der KPD weit entgegen kamen. in Bamberg sitzenden Regierung Hoffmann Erich Mühsam Da die Schutztruppe jedoch keine Verstärkung von außen erhielt und sich der größte Teil der Münchner Garnison ihr nicht anschloss, konnte sie sich nicht durchsetzen. Die Räteregierung und die KPD starteten Aufrufe zu Gegendemonstrationen, in der Münchner Innenstadt kam es zu ersten bewaffneten Auseinandersetzungen. Am Hauptbahnhof wurde die Truppe schließlich von Anhängern der Räterepublik geschlagen und floh daraufhin mit einem Zug aus der Stadt. 21 Tote und 80 Verletzte waren letztlich zu beklagen. Trotz dieses Sieges konnte sich die Räteregierung aber nicht länger halten. Zum Digitalisat [...]
  • Schmitt, Heinrich: 6. 10. 1895 Waldbüttelbronn/Ufr — 13. 8. 1951 München; Politiker und bayer. Staatsminister
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    [...] de Dreher. Seit 1913 aktiv als Gewerkschaftler (Deutscher Metallarbeiterverband) und Sozialdemokrat. Betriebsratsvorsitzender der Leunawerke. 1928-1930 Mitglied des Reichstags (KPD) für den Wahlkreis Merseburg. 1935-1945 Zuchthaus. 1945/46 als Vertreter der KPD Staatsminister ohne Geschäftsbereich bzw. für Politische Befreiung (= Entnazifizierung) im 1. Kabinett ? Hoegner. 1947 Austritt aus der KPD. de Literatur M. Schwarz, Biographisches Hdb. d. Reichstage, 1965; Hdb. d. Deutschen Reichstags; P. Kritzer, Wilhelm Hoegner. Politische Biographie eines bayerischen Sozialdemokraten, 1979. Bl Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Schirmer, Hermann: 2. 12. 1897 Oberfranken — 12. 2. 1981 Nürnberg; Journalist und Politiker
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    [...] de Ab 1910 Arbeiter in einer Stockheimer Glasfabrik. Vor 1914 Übersiedlung nach Nürnberg, Anschluß an die SPD und die Gewerkschaft. Nach 1918 Beitritt zur KPD. 1929 für die KPD Wahl in den Nürnberger Stadtrat und bald Sekretär der Bezirksleitung der KP Während der NS-Zeit KZ und Gefängnis. Nach 1945 wiederum im Nürnberger Stadtrat für die KPD, 1948 deren erster Landesvorsitzender in Bayern. 1956 Herausgeber der links-progressiven Zeitung „Tribüne". Nach Gründung der DKP, deren Mitglied. de Werke „Das andere Nürnberg. Über die Verfolgung der Linken und den KZ-Terror im 3. Reich." Literatur PK. Stadtarchiv, Nürnberg; N. N. v. 23. 2.1981. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]