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  • Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände, 1923
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    [...] de Zusammenschluss der völkischen Wehrverbände, darunter Bund Oberland, Bund Wiking, Reichsflagge und SA, gegründet am 4. Februar 1923 auf Initiative von Ernst Röhm (1887-1934). Die Leitung hatten Christian Roth (1873-1934) und Hermann Kriebel (1878-1941) inne. Auf dem Deutschen Tag in Nürnberg (1./2. September 1923) entstand daraus der Deutsche Kampfbund. de Gründung 1923 während der Ruhrkrise Das Jahr 1923 stand ganz im Zeichen der französisch-belgischen Ruhrbesetzung am 11. Januar und des deutschen Widerstands dagegen. In diesen Zusammenhang gehört auch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände am 4. Februar. Die Bünde Oberland und Reichsflagge, die Vaterländischen Bezirksvereine Münchens, der Gau Niederbayern des Bundes "Bayern und Reich" und die Sturmabteilungen (SA) der NSDAP bildeten eine Dachorganisation, "um die nationalen Machtgruppen in Bayern zu einer stoßkräftigen Bewegung zu machen." Leitung und Organisation 118745700 Ernst Röhm 119037521 Christian Roth 116566523 Hermann Kriebel Politischer Druck auf die Staatsregierung 2215 München Abspaltung der radikalen Verbände im Deutschen Kampfbund und Ende der Arbeitsgemeinschaft 1923 Anfang September 1923 wandelte sich die Arbeitsgemeinschaft während des Deutschen Tages in Nürnberg zum Deutschen Kampfbund um. An ihm nahmen die Bezirksverbände Münchens und der Gau Niederbayern nicht mehr teil, im Oktober schied auch die Mehrheit der Reichsflagge aus. Der Kampfbund nahm am 8./9. November 1923 am gescheiterten Hitlerputsch teil. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bayern und Reich. Deutsche Wochenschrift
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    [...] de Presseorgan des Bundes "Bayern und Reich", entstanden im April 1923. Die konservative Zeitschrift hatte eine antiparlamentarische, stark föderalistische Tendenz und grenzte sich nicht immer konsequent von rechtsradikalen Strömungen ab, stand aber in scharfem Gegensatz zu den im Deutschen Kampfbund zusammengeschlossenen Verbänden unter der politischen Führung Adolf Hitlers (1889-1945). Ab 1925 nahm sie stärker den Charakter einer soliden Zeitschrift mit konservativer, föderalistischer, aber auch antidemokratischer Richtung an. Sie wurde 1931 eingestellt. de Hintergrund: die Gründung des Bundes "Bayern und Reich" 1922 121312046 Otto Pittinger 118551655 Adolf Hitler 128558873 Wilhelm Weiß Gründung und Name der Zeitschrift Um den eigenen Standpunkt besser vertreten zu können, gründete Pittinger, der Mitarbeiter des "Heimatland" gewesen war, bis man ihn dort ausschaltete, im April 1923 unter dem Titel "Neue Heimatland-Briefe. Wöchentliches Nachrichtenblatt für den Bund Bayern und Reich" eine eigene Zeitschrift als Organ seines Wehrverbandes. Durch eine einstweilige Verfügung, die Weiß beim Landgericht München I erwirkte, musste der Bund den Titel ändern. Ab 11. Mai 1923 hieß sein Organ nun "Bayern und Reich Vaterländ. Wochenblatt, zugleich Nachrichtenblatt für den Bund Bayern und Reich". Politische Linie 119446901 Gustav von Kahr Umgestaltung zur grundsatzorientierten Zeitschrift ab 1925 1925 wurde das Format wieder verkleinert und jeweils ein mit einer Graphik geziertes Titelblatt vorangesetzt. Der Titel lautete nun "Bayern und Reich. Deutsche Wochenschrift". 1926 erschien die Zeitschrift unter dem Titel "Bayerische Rundschau", um ein größeres Publikum anzusprechen. Möglicherweise, um einer Verwechslung mit der gleichnamigen, in Kulmbach erscheinenden Zeitung vorzubeugen, änderte man den Namen ein letztes Mal. Die Zeitschrift hieß nun endgültig "Bayerische Umschau". 118650025 Erwein Freiherr von Aretin Deutschnationale Festlegung 1929 117080799 Friedrich Möhl 118554565 Alfred Hugenberg Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bund Oberland, 1921-1923/1925-1930
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    [...] de Paramilitärischer Verband, am 31. Oktober 1921 in München hervorgegangen aus dem ehemaligen Freikorps Oberland. Erkennungszeichen waren die alten Reichsfarben Schwarz-Rot-Weiß und das Edelweiß. Der Bund verfolgte antirepublikanische, völkische Ziele, kooperierte unter der Leitung von Friedrich Weber (1892-1955) eng mit der NSDAP und trat 1923 dem Deutschen Kampfbund bei. Er war 1923 an Sabotageakten im Ruhrgebiet und an den Münchner Putschversuchen vom 1. Mai und 9. November 1923 beteiligt. Daraufhin verboten, existierte der Bund als Deutscher Schützen- und Wanderbund weiter. Nach der Wiederzulassung am 14. Februar 1925 kam das endgültige Aus 1930. Viele leitende Mitglieder wechselten daraufhin zu NSDAP, SS und SA. de Die Entstehung des Bundes Oberland aus dem Freikorps Oberland 1921 Der Bund Oberland war die Nachfolgeorganisation des Freikorps Oberland, eines der aktivsten Freikorps der bayerischen Wehrbewegung von 1919 bis 1921. Noch im Mai 1921 hatte dieses Freikorps im sog. Volkstumskampf in Oberschlesien international - nicht zuletzt durch seine Brutalität - für Schlagzeilen gesorgt. Nach seiner Rückkehr von diesem Einsatz war es ebenso wie die anderen Bestandteile der Wehrbewegung dem Auflösungsbefehl gegen die Einwohnerwehren vom Juni 1921 zum Opfer gefallen. 132270064 Ernst Horadam 118995162 Josef ("Beppo") Römer 132985063 Friedrich Knauf Programm Die im Herbst 1921 veröffentlichten programmatischen Verlautbarungen enthielten als Grundgedanken den Kampf gegen den Versailler Vertrag und betonten die unbedingte Reichstreue des Bundes sowie die Bedeutung der Versöhnung aller Klassen und Schichten als Vorbedingung für jegliche "nationale Befreiung". Realiter konzentrierte sich der Bund jedoch zunächst auf die - geheime - Fortsetzung seiner Wehrarbeit. Sonderstellung innerhalb der vaterländischen Bewegung 121312046 Otto Pittinger 118745700 Ernst Röhm 118551655 Adolf Hitler Andererseits fallen bereits in diese Zeit erste Kontakte der soldatischen Aktivisten des Bundes mit kommunistischen Kreisen. Die vor allem von Beppo Römer betriebene Fühlungnahme mit dem Ziel [...]
    [...] am Maximilianeum bezogen und den ganzen Tag über gehalten. Die Bundesleitung begründete dies mit der Funktion des Bundes als Teil der offiziellen Notpolizei. In der Öffentlichkeit herrschte jedoch mehrheitlich die Ansicht, dass Oberlands Loyalitäten zur Arbeitsgemeinschaft und zu den Nationalsozialisten stärker zu veranschlagen seien als jene zur bayerischen Regierung und ihrer Polizei. Beitritt zum Deutschen Kampfbund 119446901 Gustav von Kahr Beteiligung am Hitlerputsch Verabredungsgemäß marschierten daher Kontingente der Oberländer am Abend des 8. November am Bürgerbräukeller und in der Münchner Innenstadt auf. Mitglieder des Bundes unter Ludwig Oestreicher (geb. 1886) nahmen im Laufe des Putsches [...]
  • Deutscher Kampfbund, 1923
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    [...] de Während des Deutschen Tages am 1./2. September 1923 in Nürnberg gegründet, vereinte der "Deutsche Kampfbund" die SA (Hermann Göring), die Reichsflagge (Hauptmann Adolf Heiß) und den Bund Oberland (Friedrich Weber). Der Kampfbund wurde zum Träger der rechtsradikalen Umsturzbemühungen im Herbst 1923. Militärischer Führer war Oberstleutnant a.D. Hermann Kriebel (1878-1941), das Amt des Geschäftsführers erhielt Max Erwin von Scheubner-Richter (1884-1923); am 25. September 1923 übernahm Adolf Hitler (1889-1945) die politische Leitung. Nach dem Hitler-Putsch am 8./9. November 1923 wurden alle Organisationen des Kampfbundes aufgelöst. de Entstehung aus der Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände 116566523 Hermann Kriebel 118574841 Erich Ludendorff Da der Bund eine rein paramilitärische Organisation war, gehörte die NSDAP als politische Partei nicht dazu, nur die SA. Damit war Hitler in der Lage, auf den Kampfbund Einfluss zu nehmen, während der Kampfbund nicht direkt auf die Partei einwirken konnte. Ziele des Kampfbundes In einer ersten Proklamation verkündete der Kampfbund am 23. September 1923 seine Ziele und erklärte den Marxismus, den Internationalismus, den Pazifismus, die Juden, den Parlamentarismus, die Weimarer Verfassung, das internationale Kapital und den Klassenkampf zu seinen Gegnern. Ein Umsturz schien in Reichweite. In dem Aktionsprogramm heißt [...]
    [...] der polizeilichen Machtmittel des Staates bildet die Voraussetzung für die nationale Revolution. D.h. es muß der Versuch gemacht werden, die Polizeimacht des Staates auf einem wenigstens nach außen hin legalen Weg in die Hand zu bekommen, wobei durchaus zuzugeben sei, daß dieser legale Weg unter einem mehr oder minder illegalen Druck beschritten werden muß" (zit. nach Gordon, Hitlerputsch, 193). Kahr wird Generalstaatskommissar 119446901 Gustav von Kahr In vaterländischen Kreisen erhielt Kahr durchaus Zustimmung. Hitler empfand seine Ernennung hingegen als Kampfansage an den Kampfbund, der sich daraufhin spaltete: Hauptmann Heiss ging mit dem größten Teil der Reichsflagge in das Lager Kahrs über. Triumvirat versus Kampfbund 129961892 Hans Ritter von Seißer 128549769 Otto von Lossow 2215 München Auflösung 1923 Die Divergenzen blieben. Entgegen der Erwartung der Aufständischen beteiligte sich Kahr nicht am Hitler-Putsch am 8./9. November 1923. Stattdessen ließ er den Aufstand mit Hilfe der Bayerischen Landespolizei und der Reichswehr niederschlagen. Die Organisationen des Kampfbunds mussten sich nach dem Verbot vom 9. November 1923 auflösen, die Waffen der Vaterländischen Verbände wurden beschlagnahmt, militärische Übungen durften nicht mehr abgehalten werden. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Deutscher Notbann, 1924-1926
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    [...] de Paramilitärische Organisation unter Franz Xaver Ritter von Epp (1868-1947), mit Unterstützung der bayerischen Regierung gegründet am 18. Januar 1924. Als Polizeireserve getarnt, sollte der Notbann nach dem Hitler-Putsch die radikalen Wehrverbände neu organisieren und stärker an die Regierung binden, was aber nur teilweise gelang. Der Deutsche Notbann wurde im März 1926 aufgelöst. de Die Ausgangslage Ende 1923 119446901 Gustav Ritter von Kahr 118551655 Adolf Hitler 118574841 Erich Ludendorff Nach dem Putsch wurden die im Deutschen Kampfbund zusammengeschlossenen radikalen Wehrverbände zwar entwaffnet und die führenden Putschisten vor Gericht gestellt. Aber auch der durch seine schwankende Haltung diskreditierte Generalstaatskommissar musste schon im Februar 1924 sein Amt niederlegen. Damit blieb für die Staatsregierung die Frage offen, wie man das mitgliederstarke Lager der Wehrverbände kontrollieren konnte. 119495279 Franz Xaver Ritter von Epp 2215 München Der Versuch der Entpolitisierung der Wehrverbände Den organisatorischen Rahmen dafür gab der am sog. Reichsgründungstag, dem 18. Januar 1924, aus der Taufe gehobene "Deutsche Notbann". Um die zur Mitarbeit bereiten Mitglieder des immer noch breit gestreuten Lagers der Wehrverbände nicht in allzu große Loyalitätskonflikte zu bringen, sollten Doppelmitgliedschaften möglich sein - immer vorausgesetzt, die zum Notbann stoßenden Wehrmänner würden sich zu zuverlässiger Mitarbeit im Rahmen der neuen halbstaatlichen Organisation bereiterklären. Die Überführung aller Waffenbestände in Staatseigentum sowie ihre Verwaltung durch den Landeskommandanten sollten dafür die materielle Rückversicherung abgeben. Ziel der neuen Wehrorganisation war es nach außen, eine Polizeireserve für den inneren Einsatzfall verfügbar zu halten. Der eigentliche Sinn lag aber in der Entpolitisierung der Wehrverbände als geheime Reserve der Reichswehr durch ihre Führung und Ausbildung nach militärischen Kriterien. Mit dem Bund "Bayern und Reich" gelang es, den mitgliederstärksten Wehrverband in den Notbann zu überführen. Der Bund Oberland gab für seine Mitglieder immerhin den Weg zur Doppelmitgliedschaft frei. 118745700 Ernst Röhm 116652004 Friedrich Freiherr Kress v. Kressenstein Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Epp, Franz (1868 – 1946), Reichsstatthalter, Generalmajor
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    [...] de Gymnasium in Augsburg; Kriegsschule und Kriegsakademie in München; 1900-1901 Freiwilliger im Ostasiatischen Expeditionskorps (Niederschlagung des Boxeraufstands in China); 1904-1906 Kompaniechef bei der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika; 1914-1918 Teilnahme an Kolonialkämpfen im Erster Weltkrieg; Teilnahme an Kämpfen in Frankreich, Südtirol, Serbien, Rumänien, am Isonzo; 1919 während der bayerischen Räterepublik Aufstellung des Freikorps Epp, Beteiligung an der Befreiung Münchens; 1920 Verdeckte Beteiligung am Kapp-Putsch, Teilnahme bei der Niederwerfung des Ruhraufstands; 1921 Infanterieführer der 7. bayerischen Infanteriedivison; 1922 Generalmajor; 1923 Kontakte zum Deutschen Kampfbund und rechtsradikalen Kreisen; daraufhin freiwilliger Abschied von der Reichswehr; Anschließend Aufstieg in der NSDAP; 1928 Reichstagsabgeordneter; 1932 Teilnahme an den Abrüstungs- und Reparationskonferenzen und Ernennung zum Reichsleiter des Wehrpolitischen Amts des NSDAP beim Stab der Obersten SA-Führung Ernst Röhms; 1933 Einsetzung als Reichskomissar in Bayern; April 1933 Reichsstatthalter in Bayern; 10.03.1933-12.04.1933 Staatsminister des Äußern; 11.04.1933-1945 Reichsstatthalter in Bayern; 1934 Reichsleiter des Kolonialpolitischen Amts der NSDAP; 1936 Bundesführer des Reichskolonialbunds; April 1945 Festnahme und Internierung durch die Alliierten. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Epp, Franz Xaver Ritter von: 16. 10. 1868 München — 3l. 12. 1946 München; General und Politiker
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    [...] de Gymnasium in Augsburg. Kriegsschule und -akademie in München. 1900/1 Freiwilliger im Ostasiatischen Expeditionskorps. 1904-1906 Kompaniechef bei der Schutztruppe in Südwestafrika. Teilnahme an Kolonialkämpfen. Im 1. Weltkrieg Kommandeur des bayerischen Infanterie-Leibregiments in Frankreich, Südtirol, Serbien, Rumänien und am Isonzo. Während der bayerischen Räterrepublik Aufstellung des „Freikorps Epp". Beteiligung an der Befreiung Münchens. Verdeckte Beteiligung am Kapp-Putsch. 1920 Teilnahme bei der Niederwerfung des Ruhraufstandes; 1921 Infanterieführer der 7. (bayerischen) Reichswehrdivision und 1922 Generalmajor. 1923 Kontakte zum Deutschen Kampfbund und rechtsradikalen Kreisen; daraufhin freiwilliger Abschied von der Reichswehr. Anschließend Aufstieg in der NSDAP; 1928 Reichstagsabgeordneter. 1932 Teilnahme an den Abrüstungs- und Reparationskonferenzen und Ernennung zum Reichsleiter des Wehrpolitischen Amtes der NSDAP beim Stabe der Obersten SA-Führung Röhms. 1933 Einsetzung als Reichskommissar für Bayern; kraft seiner Machtbefugnisse erzwang E. die Gleichschaltung und wurde im April Reichsstatthalter in Bayern. 1934 Reichsleiter des kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, 1936 Bundesführer des Reichskolonialbundes. Im April 1945 hob ihn in Starnberg die „Freiheitsaktion Bayern" aus; Weigerung, den Alliierten die Kapitulation anzubieten. Verhaftung durch Gauleiter Giesler; anschließend Internierung durch die Alliierten. de Genealogisches V Rudolf, Kunstmaler (1834-1910); M Katharina Steibel. Literatur NDB 4; BWB 1. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Kampfbund für deutsche Kultur (KfdK), 1928-1934
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    [...] de Nationalsozialistische Organisation, gegründet am 4. Januar 1928 mit Sitz in München. Vorsitzender war Alfred Rosenberg (1893-1946). Der Bund, dem eine Reihe prominenter Mitglieder angehörte, wandte sich heftig gegen die künstlerische Moderne. Er wurde 1934 in die NS-Kulturgemeinde überführt. de Gründung 118602691 Alfred Rosenberg 118551655 Adolf Hitler 117366587 Franz Xaver Schwarz 11627266X Philipp Bouhler 11855123X Heinrich Himmler 11861889X Gregor Straßer 2215 München Programm und Ziele 119368617 Bernhard Rust 116987510 Hans Severus Ziegler München als regionaler Schwerpunkt 116726342 Hugo Bruckmann 119522926 Friedrich Julius Lehmann 32741 Bayreuth 118805932 Winifred Wagner 118615904 Othmar Spann 118891987 Paul Schultze-Naumburgs 117209910 Walter Stang Überführung in die NS-Kulturgemeinde 1934 1934 wurde der Kampfbund für deutsche Kultur mit den zur Deutschen Bühne e.V. zwangsvereinigten Organisationen Bühnenvolksbund und Verband der deutschen Volksbühne zur NS-Kulturgemeinde zusammengeführt, die der nationalsozialistischen Freizeitorganisation "Kraft durch Freude" unterstand. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Kampfbund gegen den Faschismus, 1930-1933
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    [...] de Die KPD-Massenorganisation formierte sich am 28. September 1930 in Berlin und stand unter der Leitung von Hermann Remmele (1880-1939). Als Nachfolgeorganisation des in Bayern 1929 verbotenen Roten Frontkämpferbundes baute der Kampfbund auf dessen organisatorischen Strukturen auf, strebte nun aber die Ausweitung der Basis auf die sozialdemokratischen Arbeiter an. Im Dezember 1931 hatte der Bund reichsweit mehr als 100.000 Mitglieder. Der Übergang zur Antifaschistischen Aktion von 1932 war fließend. de Gründung und Ziele 129413836 Hermann Remmele Der "Kampfbund" sollte eine auf Legalität bedachte, breiter angelegte, überparteiliche Organisation unter Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) sein, um massenwirksam den offensiven Kampf gegen den drohenden Faschismus und gegen das kapitalistische System zu propagieren. Entsprechend der politschen Linie der KPD gegen Ende der Weimarer Republik verfolgte der Kampfbund insbesondere auch das Ziel, "Aktionseinheit von unten" zu betreiben, d.h. die sozialdemokratisch orientierten Arbeiter von deren Führung zu trennen und letztlich für die Politik der KPD zu gewinnen. Ende 1931 umfasste der Kampfbund über 100.000 Mitglieder in 1.658 Ortsgruppen und 109 Betriebsstaffeln (zum Vergleich: Das "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" hatte ca. 1 Mio. Mitglieder). "Kampforgan" des Bundes war die Zeitung "Die Fanfare". Eine ähnliche Zielsetzung im Bereich des Arbeitersports verfolgte die am 7. März 1930 gegründete "Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit"; personelle Überschneidungen mit dem Kampfbund waren häufig. Als Reaktion auf die politische Radikalisierung, aber auch als Antwort auf die Erweiterung des Reichsbanners zur "Eisernen Front", initiierte die KPD Ende Mai 1932 schließlich die "Antifaschistische Aktion", an der sich der Kampfbund beteiligen sollte. Die "Antifaschistische Aktion" selbst war nicht als Mitgliedsorganisation gedacht, sondern als aktionsorientiertes Sammelbecken der gesamten Arbeiterschaft gegen die "Aufrichtung einer faschistischen Diktatur", gegen das "kapitalistische System" und für "ein freies, sozialistisches Deutschland" (aus dem "Kampfgelöbnis", in: "Die Rote Fahne" vom 12. Juli 1932). "Kampfbund" in Bayern Auch in Bayern baute die KPD nach dem Verbot des "Roten Frontkämpferbundes" einen legalen Wehrverband auf, da die eingeschränkte illegale Weiterführung des RFB keine offensive massenwirksame Arbeit zuließ. 15435 Penzberg Wirkung auf die Arbeiterjugend In begrenztem Maße gelang es auch, unorganisierte oder sozialdemokratisch orientierte Arbeiter, denen das Verhalten der SPD-Führung angesichts des Vordringens der Nationalsozialisten als zu passiv erschien, in Aktionen des Kampfbundes einzubinden. Dies galt vor allem in den größeren bayerischen Städten für die Arbeiterjugend, wo die Abgrenzung [...]
  • Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), 1919-1933/1945-1956
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    [...] der "Kommunistische Jugendverband", die Unterstützungseinrichtung "Rote Hilfe", der "Rote Frontkämpferbund" und nach dessen Verbot der "Kampfbund gegen den Faschismus" als Wehrorganisationen, der "Verband proletarischer Freidenker", die "Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit" sowie "Marxistische Arbeiterschulen" in Nürnberg und München. Diese Organisationen bildeten für die Mitglieder eine proletarisch-kulturelle Gegenwelt gegenüber dem bürgerlichen Milieu. Eine geringe Rolle spielte die Gründung der "Revolutionären Gewerkschaftsopposition" (RGO) Ende der 1920er Jahre, die in Bayern noch weniger als im Reich den angestrebten Gegenpol zu den als reformistisch abgelehnten Gewerkschaften bilden konnte [...]