Facebook

1 Treffer sortiert nach

  • Augsburg, Domkapitel
     Textstellen 
    [...] benachbarter Fürsten und Herren sowie die "primae preces" von König, Herzog und Bischof (seit dem 15. Jahrhundert). Seit dem Wiener Konkordat von 1448 wechselte das Besetzungsrecht nach der Erledigung der Stelle in geraden (Februar, April, Juni…) und ungeraden Monaten, wobei in letzteren vom Papst ernannt wurde. In den geraden Monaten vergab das vakante Kanonikat durch Wahl das Kapitel. Hierbei galt die einfache Mehrheit der Anwesenden, nicht etwa wie in anderen Domkapiteln ein turnusmäßig wechselndes Ernennungsrecht je eines stimmberechtigten Kapitulars. Entgegen den Bestimmungen des Wiener Konkordats durften in Augsburg der Domdekan (seit 1484/1492) und der Dompropst (seit 1500) weiterhin [...]
    [...] de Das wohl schon im 8. Jahrhundert entstandene Augsburger Domkapitel ist erstmals um 830 bezeugt. Bereits im 9. Jahrhundert wurde der Besitz des Kapitels von dem des Bischofs getrennt. Vor allem im 10. und 11. Jahrhundert vermehrten Schenkungen das Kapitelgut, das verstreut in Bayerisch-Schwaben, Altbayern und Tirol lag. Das Gemeinschaftsleben der Kanoniker wurde wohl Ende des 11. Jahrhunderts aufgegeben. Seit 1313 belief sich die Zahl der Kanoniker konstant auf 40. Zugangsvoraussetzung war die adelige Geburt. Graduierte Nichtadelige waren seit 1420 zugelassen, wobei Augsburger Bürgersöhne grundsätzlich ausgeschlossen blieben. Wahlkapitulationen sind seit 1414 bezeugt (Vorformen seit 1269). Sie sicherten dem Domkapitel in der Frühen Neuzeit Schlüsselstellen in der Verwaltung von Bistum und Hochstift. Während die Augsburger Bischöfe im 15. Jahrhundert ihre Residenz nach Dillingen verlegten, blieb das Kapitel in Augsburg. 1803 wurde es aufgehoben. de Geschichte 118797352 Sintperts 120697203 Chrodegangs von Metz 118501844 Alexanders VI. 41576 Augsburger 42478 Dillingen Zu dem 1682 eingeführten violetten Talar mit gleichfarbigem Kragen kam 1696 als weitere Auszeichnung das Kapitelszeichen zum Umhängen (1747 erneuertes Modell). 1743 erlaubte ein päpstliches Indult den Dignitären (Dompropst, Domdekan) das Tragen eines violetten Manteletts über dem Rochett, den Domkapitularen eine violette "Cappa magna" mit schwanzlosem Hermelinfell über dem Rochett. Darüber hinaus wurde allen der eingeschränkte Mitrengebrauch (nur bei hohen Festen in Anwesenheit des Bischofs) zugestanden. Mit der Besetzung des Augsburger Hochstifts durch bayerische Truppen Ende August 1802 verlor das Domkapitel seinen Besitz. Als die Domkapitulare und Chorvikare durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 staatliche Pensionen erhielten, löste sich das Domkapitel faktisch auf und es fand kein gemeinsames Chorgebet mehr statt. Erst durch das Bayerische Konkordat von 1817/21 kam es zur Wiedererrichtung des Augsburger Domkapitels. Zusammensetzung und Aufnahme Die schon vorher begrenzte Zahl der Kanonikate [...]