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  • Lautensack, Heinrich: 15. 7.1881 Vilshofen — 10. 1.1919 Eberswalde b. Berlin; Dichter und Dramatiker
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    [...] de Realschule in Passau und Industrieschule in München. 1899 TH München. Stieß in Schwabing zum kabarettistischen Kreis „Elf Scharfrichter" um ? F. Wedekind und begann sein Leben als Literat. 1907 Filmdramaturg in Berlin. de Werke W. L. Kristl (Hrsg.), Das verstörte Fest, Gesammelte Werke v. H. Lautensack, 1966. Literatur F. Brummer, H. L. Ein Dichter als Gefangener Passaus, Sonderdr. aus Pass. Kl. Zeitung, 1977, Nr. 4.5; H. Kunisch (Hrsg.), Handbuch d. dt. Gegenwartslit. ,1965. Pa Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Nachlass von Heinrich Lautensack
  • Nachlass von Heinrich Lautensack (1881-1919) – BSB Ana 615 / C,1,11. Heinrich Lautensack (1881 - 1919) Nachlass: Notiz über Aufenthalt in ps...
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    [...] de Nachlass von Heinrich Lautensack (1881-1919) – BSB Ana 615 / C,1,11. Heinrich Lautensack (1881 - 1919) Nachlass: Notiz über Aufenthalt in psychischer Klinik, Manuskript - BSB Ana 615.C.I.11 de Beschreibung "Dieser Mensch, der die längste Zeit seines kurzen Lebens aus Häßlichkeit und Armut, Neigung und Delikatesse der Empfindung ein Onanist gewesen war, verirrte sich dann einmal in ein Frauenbett und starb an den Folgen der Lues [= Syphilis]", so harsch lautet das Urteil von Franz Blei über die Krankheit seines Schriftstellerkollegen Heinrich Lautensacks (1881-1919), der vor allem für seine naturalistischen Dramen in der Schwabinger Künstlerszene bekannt war. Tatsächlich war der zweimal verheiratete Lautensack nicht so einsam, wenngleich die Krankheitsart sowohl zu seinen im Wahnsinn verfassten persönlichen Notizen als auch zu seinen medizinischen Symptomen offensichtlich passt: er magerte ab, war abwechselnd euphorisch und litt unter Depressionen. Er sollte in der heimatlichen Ruhe Passaus genesen, am 9. März 1918 starb jedoch sein Mentor Frank Wedekind, zu dessen Grablegung er reiste und beim Versuch, diese filmisch festzuhalten, zusammenbrach. Der wahnsinnig gewordene Lautensack kam daraufhin in verschiedene Heilanstalten (Münchner psychiatrische Klinik, Haar, ein Sanatorium im Isartal), wo er immer noch unermüdlich an einzelnen Werken arbeitete. Datum: 2016 Peter Czoik CC0 Handschriftlich [...]
  • Nachlass von Heinrich Lautensack (Bayerische Staatsbibliothek)
  • Nachlass von Heinrich Lautensack (Staatliche Bibliothek Passau)
  • Autorenporträt zu Heinrich Lautensack
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    [...] de Beschreibung 118629867 Frank Wedekind Nach Auflösung der Elf Scharfrichter 1904 tourt Lautensack durch Deutschland; ab 1907 lebt er in Berlin, wo er sich als freier Schriftsteller und Übersetzer niederlässt und Mitarbeiter vor- bzw. frühexpressionistischer Zeitschriften wird. 1910 heiratet er die Varietésängerin Betty Eisner. Er gibt die Zweimonatsschrift Die Bücherei Maiandros heraus, die, bedingt durch die Zensur, zwischen 1912 und 1913 gerade sechsmal erscheint. Wie in seiner Münchener Zeit muss Lautensack zum Broterwerb Stücke anderer Autoren bearbeiten und journalistische Gelegenheitsarbeiten übernehmen. Seit 1912 wendet er sich außerdem dem Film zu, schreibt Drehbücher und arbeitet als Dramaturg. Immer wieder kehrt er für kurze Zeit nach Passau zurück – seine eigenen Bühnenstücke siedelt Lautensack im niederbayerischen Kleinstadtmilieu an, worin er den Konflikt zwischen natürlicher Triebhaftigkeit und heuchlerischer Sexualmoral offen darstellt, was dazu führt, dass seine Stücke von der preußischen Zensur verboten werden. Als Anhänger einer glühenden Erotik verfasst er ekstatische Gedichte (Documente der Liebesraserei, 1910; Die Votivtafeln der Liebe, 1919). Bei einem Besuch in Passau 1911 entsteht die Pfarrhauskomödie, die das Thema der heimlichen Priesterehe behandelt. Doch nicht die Anklage gegen klerikale Scheinheiligkeit und Doppelmoral steht im Vordergrund, sondern die Möglichkeit einer allen Seiten gerecht werdenden Versöhnung von Trieb und Moral. Die seit 1910 erscheinenden Prosaskizzen Altbayrische Bilderbogen, in denen sich religiöse Bräuche sowie bäuerliche Alltagsbeobachtungen in den Ablauf des Kirchenjahres einfügen, verbinden Lautensacks sprachkritisches Selbstbewusstsein mit gleichzeitiger Liebe zum Detail. Während des Ersten Weltkrieges wird Lautensack als Landsturmmann nach Ostpreußen eingezogen. Nach seiner Entlassung 1917 erhält er von einer Berliner Filmgesellschaft ein Stellenangebot, Kurt Wolff will ihn verlegen, seine Stücke können nach Aufhebung der Zensur 1919 endlich auf deutschen Bühnen aufgeführt werden. Der Tod des zeitlebens verehrten Frank Wedekind setzt diesen Erfolgen jedoch ein jähes Ende: Bei dessen Beerdigung auf dem Münchener Waldfriedhof im Februar 1918 bricht Heinrich Lautensack zusammen, als er dort versucht, wild gestikulierend und schreiend Filmaufnahmen zu machen. Mit den Worten „Frank Wedekind, meinem Lehrer, meinem Vorbild, meinem Meister – dein unwürdigster Schüler“ (Otto Falckenberg) wirft er sich am offenen Grabe nieder. Am 10. Januar 1919 stirbt er schließlich in geistiger Umnachtung in einer Heilanstalt von Eberswalde und wird in Berlin beigesetzt. [...]
  • Die Pfarrhauskomödie - BSB Cgm 7891
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    [...] de Beschreibung Der niederbayerische Schriftsteller Heinrich Lautensack (1881-1919) lernte schnell die Schwabinger Künstlerszene kennen, wo er Bekanntschaft mit Frank Wedekind machte und sich dem Kabarett der "Elf Scharfrichter" anschloss. Neben Brettl-Liedern und dithyrambischer Lyrik schrieb er naturalistisch geprägte Dramen. Lautensacks Bühnenstücke sind im niederbayerischen Kleinstadtmilieu angesiedelt und behandeln den Konflikt zwischen natürlicher Triebhaftigkeit und heuchlerischer Sexualmoral, was zur Zensur seiner Stücke führte. Sein Drama "Die Pfarrhauskomödie" kreist um die heimliche Liebesverbindung eines Pfarrers mit seiner Haushälterin in einem bäuerlichen Pfarrhaus: "Dies ist nicht etwa ein Pfarrhaus, wie es in gewissen Romanen vorzukommen beliebt. Hier ist es nicht ganz so rein und so licht, und die Luft hier innen nicht ganz so dünn und unbewegt, wie es jene Literaturerzeugnisse schildern mögen." Die undatierte Reinschrift entstand 1911 und ist mit vergleichsweise langen Regieanweisungen versehen, hinter denen die Dialoge fast zurücktreten. Trotz antiklerikaler Züge zeichnet sich das Stück durch einen eher positiv-idyllischen Charakter aus. Datum: 2016 Peter Czoik CC0 [...]
  • Autorenporträt zu Wilhelm Lukas Kristl
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    [...] de Beschreibung 118541358 Oskar Maria Graf 118553739 Ödön von Horváth Als am 9. März 1933 die Münchner Post im Zuge der Gleichschaltung Bayerns verboten wird, ist Wilhelm Lukas Kristls Karriere als Journalist vorerst beendet. Zunächst taucht er bei Verwandten unter. 1935 geht er als Auslandskorrespondent für Schweizer und deutsche Zeitungen nach Madrid. In Spanien entsteht der größte Teil des 1954 veröffentlichten Buches Kampfstiere und Madonnen, das Kristls ganze Liebe zu Spanien zeigt. Nach München kehrt er erst nach dem Ende des Dritten Reichs zurück. 118570226 Heinrich Lautensack Für sein literarisches Wirken wird er mehrfach geehrt, u.a. mit dem Tukan-Preis (1966), dem Schwabinger Kunstpreis (1972), dem Ernst-Hoferichter-Preis (1978) und dem Bayerischen Poetentaler (1985). Er stirbt am 17. Juni 1985 in München. [...]
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    [...] Hochmittelalter Wessobrunner Gebet Parzival Nibelungenlieds Spätmittelalter Das Buch der Abenteuer Der Ring Frühe Neuzeit Fortunatus Cenodoxus Rhitmorum varietas Das Leben des guten Jünglings Engelhof 19. Jahrhundert Jean Paul Adalbert Stifter August Graf von Platen Paul Heyse Protokollbücher Zimelien-Autographen-Sammlung 20. Jahrhundert Ernst Toller Heinrich Lautensack Oswald Spengler Lena Christ Alle Objekte der Sammlung "Literatur in Bayern" Die Teilsammlungen der Sammlung "Literatur in Bayern" der Bayerischen Staatsbibliothek Zimelien-Autographen aus der Bayerischen Staatsbibliothek [...]
  • Autorenporträt zu Hans Carossa
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    [...] de Beschreibung Hans  Carossa wird als Sohn des Medizinstudenten und künftigen Arztes Karl Carossa und dessen Frau, der Lehrerin Maria Voggenreiter, geboren. Mit sieben Jahren siedelt er mit seinen Eltern von Königsdorf im Oberland nach Pilsting über. Ab 1888 besucht er das humanistische Gymnasium in Landshut, die Schuljahre gehen u.a. in sein späteres autobiografisches Buch Verwandlungen einer Jugend (1928) ein, das mit dem Dichterpreis der Stadt München ausgezeichnet wird. In Seestetten, wo die Mutter 1895 ein Anwesen geerbt hat, wird Carossa mit der Schönheit der Donaulandschaft bekannt, die für sein Leben und Werk noch große Bedeutung gewinnt. 118634976 Karl Wolfskehl 118570226 Heinrich Lautensack 118629867 Frank Wedekind 118580043 Emerenz Meier Trotz des Erkennens des Bösen in der Welt versucht Carossa diese als heilende Schöpfung zu sehen, die durch die aufopfernde Tätigkeit des Einzelnen wieder geordnet werde: „Raube das Licht aus dem Rachen der Schlange!“ heißt sein Motto. In diesem Bereich sind auch die Arzt-Romane Carossas angesiedelt: Die Schicksale Doktor Bürgers (1913-30), worin Dr. Bürger sich in eine seiner Patientinnen verliebt und an seinem hehren Anspruch zu heilen scheitert; Der Arzt Gion, worin sich Gion in seine Nachbarin verliebt, nachdem diese infolge einer Begegnung eine tiefgreifende persönliche Veränderung erfahren hat (Gottfried-Keller-Preis 1931). 118559206 Erich Kästner 118577166 Thomas Mann 118567365 Alfred Kubin 1941 publiziert Hans Carossa seine dritte Autobiografie Das Jahr der schönen Täuschungen. Im selben Jahr stirbt seine erste Frau Valerie Endlicher. 1943 heiratet er Hedwig Kerber, die er seit 1927 kennt und mit der eine uneheliche 13-jährige Tochter hat. Vor der Kapitulation 1945 plädiert Carossa in einem Brief an den Oberbürgermeister von Passau, für die Rettung der Stadt einzutreten, wofür er nur knapp dem Tode entgeht. In der Nachkriegszeit erfreut sich sein dichterisches Werk erneuter Beliebtheit. 1955 erscheint seine letzte Autobiografie Der Tag des jungen Arztes, die Versdichtung Der alte Taschenspieler wird posthum veröffentlicht. Neben den bereits erwähnten Preisen wird Carossa mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt (1938), dem San Remo-Preis (1939), der Ehrendoktorwürde der Universitäten Köln und München (1948), der Ehrenbürgerwürde der Städte Passau und Landshut (1948) sowie dem Großen Bundesverdienstkreuz (1953) ausgezeichnet. Die Verleihung der Paracelsus-Medaille erlebt er nicht mehr. Er stirbt am 12. September 1956 in Rittsteig bei Passau, wo er seit Ende des Zweiten Weltkrieges lebt. Auf seinem Grab im nahen Heining steht der Spruch aus seinem Gedicht Der Bote: „Gestirne steigen, / Da wird noch klarer / Dein stiller Auftrag, / Noch wunderbarer. // Es raunen Quellen / Unirdisch leise. / Tief will ich schlafen [...]