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  • Großdeutsche Zeitung
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    [...] de Die "Großdeutsche Zeitung" war der erste von mehreren Versuchen der Anhänger Adolf Hitlers (1889-1945), nach dem Verbot des "Völkischen Beobachters" im November 1923 einen Ersatz zu schaffen. Sie erschien zwischen dem 29. Januar und dem 22. Mai 1924 als Sprachrohr der Großdeutschen Volksgemeinschaft (GVG), erlangte jedoch keine Bedeutung. de Redaktion und Verlag 116480483 Josef Cerny 101829566 Paul Tafel 116219998 Anton Drexler 118602691 Alfred Rosenberg 116224592 Dr. Ernst Boepple 118594117 Richard Wagners 118675508 Houston Stewart Chamberlain 132275988 Edwin Bechstein 2215 München 132928779 Hans Buchner Politische Linie Die Zeitung war das Sprachrohr der "Großdeutschen Volksgemeinschaft", einer der rivalisierenden Gruppierungen in der Nachfolge der nach dem Hitlerputsch verbotenen NSDAP. Vorherrschend waren antisemitische und antikapitalistische Agitation. Hitler schätzte den Wert der Zeitung gering ein. 118574841 Erich Ludendorff Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Das Bayerische Vaterland
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    [...] de Zeitung des Journalisten Dr. Johann Baptist Sigl (1839-1902), erschienen vom 1. April 1869 bis 26. September 1934. Ihre Tendenz war äußerst antipreußisch, antiliberal und dezidiert katholisch; ein weiteres Wesensmerkmal war ihr antiliberal bedingter Antisemitismus. Sigl schrieb in vulgärem Stil mit mundartlichen Einschlägen. Nach seinem Tod verlor die Zeitung, die 1934 verboten wurde, ihre frühere Bedeutung. Der Versuch einer Wiederbegründung zwischen 1962 und 1969 scheiterte. de Der Gründer Johann Baptist Sigl 118614207 Johann Baptist Sigl 2215 München 101780591 Daniel Bonifacius von Haneberg 118557696 Joseph Edmund Jörg Polemik gegen Preußen Kontinuierlich polemisierte er gegen den preußischen Staat, dessen König und Regierung. Das bayerische Volk sah er als geknechtet an. Bayern dürfe nicht unter das "preußische Joch" geraten. Das Wort "Saupreuß" floss ihm leicht aus der Feder. Die Machthaber Preußens waren für ihn "die blutigen Mörder von 1866". So erklärte er auch zu Beginn des Krieges mit Frankreich 1870 offen seine Hoffnung auf einen französischen Sieg gegen den "Raubstaat" Preußen. 11851136X Otto von Bismarck Verhältnis zu Bayerischer Patriotenpartei, Zentrumspartei und Katholischer Kirche 117237159 Antonius von Steichele Verhältnis zum Liberalismus 118706314 Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst 118574892 Ludwigs II. 118940139 Johann von Lutz Gegen Freimaurer und Juden als Kirchenfeinde 118526243 Ignaz von Döllinger Organ des Bayerischen Bauernbundes Im Interesse der Bauern verlangte das "Bayrische Vaterland" Schutzzölle. 1895 war Sigl einer der Mitbegründer des Bayerischen Bauernbundes. Seine Zeitung wurde dessen offizielles Organ in München. 1893 bis 1899 war er Reichs-, und 1897-1899 gleichzeitig Landtagsabgeordneter des Bauernbundes. Auflagenentwicklung und wirtschaftlicher Erfolg Die erste reguläre Nummer ging an 400 Abonnenten, die Leserzahl stieg nach einem Jahr auf 5.400 an. Im ersten Jahr seines Bestehens musste das Blatt 15 Beschlagnahmungen und 40 gerichtliche Untersuchungen über sich ergehen lassen. 1870 wurden sogar insgesamt 105 Nummern, d. h. ein Drittel der gesamten Jahresausgaben des "Bayrischen Vaterlands", konfisziert. Überdies wurde ihm bei Kriegsbeginn 1870 für fast zwei Jahre das Recht des Straßenverkaufs entzogen. Von seinen damals 6.000 Lesern verlor das Blatt dadurch ein Drittel, sodass es an den Rand des wirtschaftlichen Ruins geriet. Doch stieg die Auflage noch vor der Wiederzulassung zum Straßenverkauf auf 8.000. Mit dem Misserfolg seiner Partei kränkelte zunächst auch Sigls Zeitung; die Auflage stieg jedoch von 2.000 im Jahr 1876 auf 7.000 bis 8.000 in den 1890er Jahren. Von sensationellen Nummern wurden im Straßenverkauf bis zu 10.000 und mehr abgesetzt. Anzeigenkunden waren vor allem Brauereien, Gaststätten und Münchner Geschäfte [...]
  • Nationalsozialistischer Deutscher Arbeiterverein e.V. (NSDAV), 1920-1923/1925-1935
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    [...] de Mit der Gründung des "Nationalsozialistischen Deutschen Arbeitervereins e. V." erhielt die NSDAP 1920 den Status einer juristischen Person. Im Juli 1921 wurde Adolf Hitler (1889-1945) erster Vorsitzender. Mit dem Verbot der Partei nach dem Hitlerputsch wurde auch der Verein aufgelöst. 1925 wurde er erneut gegründet und 1935 endgültig aufgelöst, da die Partei nun den Vorzugsstatus einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhielt. de Gründung 2215 München 116219998 Anton Drexler 133668770 Benedikt Angermeir 126556369 Oskar Körner 127291989 Rudolf Schüßler 140017216 Karl Riedl 117018260 Fritz Michel Satzung 118551655 Adolf Hitler Die Versammlung wählte einen sechsköpfigen Vorstand. Der erste Vorsitzende war gesetzlicher Vertreter des Vereins, hatte aber keine alleinige Führungs- und Entscheidungsgewalt. Er musste zustimmen, falls der Vorstand weitere Personen für besondere Aufgaben hinzuziehen wollte. Der offizielle Registergerichtseintrag datierte vom 12. Oktober 1920. Am 21. Januar 1921 genehmigte eine von Hitler geleitete ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins im Hofbräuhausfestsaal die Satzung. Zusätzlich wurde ein Punkt eingefügt, wonach alle Führungspositionen der Partei Ehrenämter zu sein hatten, um Abhängigkeiten von "kapitalistischen Gruppen" zu vermeiden. Die idealistische Norm stellte sich in der Praxis schon bald als unerfüllbar heraus. Als erster Vorsitzender wurde Anton Drexler wiedergewählt. Die Wahl Hitlers zum Vereinsvorsitzenden Nach Hitlers Parteiaustritt im Juli 1921, der die Kapitulation des alten Vorstandes und seinen Wiedereintritt in den Verein zur Folge hatte, wurde er in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. Juli 1921 zum ersten Vorsitzenden gewählt. Drexler wurde auf Lebenszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die neu beschlossene Satzung hatte Hitler selbst festgelegt. Danach war der erste Vorsitzende für die Führung des Gesamtvereins verantwortlich. In dieser Eigenschaft übernahm er auch sämtliche Anteile des "Völkischen Beobachters". Die Hauptparteileitung war dem ersten Vorsitzenden untergeordnet, der nur gegenüber der Mitgliederversammlung verantwortlich war. Der von der Mitgliederversammlung gewählte Ausschuss war mit der Hauptparteileitung identisch - den ersten Vorsitzenden ausgenommen, der ihm nicht angehörte. Der Ausschuss oder ein Zehntel der Mitglieder konnten eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, die den ersten Vorsitzenden zur Rechenschaft ziehen konnte. Dieser hatte seinerseits das Recht, einen Aktionsausschuss zu bilden, dem neben ihm drei Mitglieder angehörten. Satzungsänderungen und Löschung des Vereins nach dem Verbot der Partei 119446901 Gustav von Kahr Neugründung und Ende des Vereins 118795716 Franz Xaver Schwarz Die "Verordnung zur Durchführung des Gesetzes [...]
  • Münchener Beobachter
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    [...] de Vorläufer des Parteiorgans der NSDAP, des Völkischen Beobachters. Das unbedeutende Münchner Vorstadtblatt gehörte seit 1900 dem Münchner Verleger Franz Eher (1851-1918). 1918 erwarb Rudolf von Sebottendorff (1875-1945) den Münchener Beobachter als Organ der Thule-Gesellschaft, nach der Umbenennung in "Völkischer Beobachter" gingen Verlag und Zeitung am 17. Dezember 1920 für rund 120.000 RM in den Besitz der NSDAP über. de Die Anfänge des "Münchener Beobachters" 2215 München 13366919X Johann Naderer Die Übernahme durch Franz Eher 133449777 Franz Xaver Josef Eher 140057870 Georg Unger 140058052 Josef Gäßler Unter der Kontrolle völkischer Zirkel 129960411 Rudolf von Sebottendorff 133449904 Käthe Bierbaumer 126739242 Dora Kunze Seit Oktober 1919 druckte das "Münchner Buchgewerbehaus M. Müller & Sohn" das inzwischen zweimal wöchentlich erscheinende Blatt. 133383040 Karl Harrer Zwischen Deutschsozialistischer Partei und Nationalsozialisten 119388766 Gottfried Feder Umbenennung in "Völkischer Beobachter" und Kauf durch die NSDAP 1920 Seit 9. August 1919 hieß die überregionale Ausgabe der Zeitung "Völkischer Beobachter". Die Gesamtauflage betrug in der zweiten Hälfte des Jahres 1920 etwa 11.000. Mit Hilfe einer "Deutschvölkischen Verlagsgenossenschaft" und eines "Bunds der Beobachterfreunde" übernahm die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), die schon seit Frühjahr 1920 im Blatt stark beachtet worden war, am 17. Dezember 1920 über den Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterverein (NSDAV) sämtliche Anteile. Zuvor hatte Sebottendorff Mitte 1920 ernsthaft - aber vergeblich - versucht, den Verlag an den "Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" zu verkaufen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Knorr + Hirth
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    [...] de Münchner Verlag, 1875 hervorgegangen aus der Druckerei "Knorr & Hirth" des Münchner Verlegers der "Münchner Neuesten Nachrichten", Thomas Knorr (1851-1911), und seines Schwagers Georg Hirth (1841-1916). 1894 wurden dessen Kunstverlag, die Druckerei sowie der Verlag Knorrs zum gemeinsamen Verlag "Knorr & Hirth" zusammengelegt. 1920 kaufte ein schwerindustriell beherrschtes Konsortium das gesamte Unternehmen, das in den folgenden Jahren weiterwuchs. 1935 kaufte der nationalsozialistische Eher-Verlag das Unternehmen, 1945 ging es an den bayerischen Staat über, der es mit Ausnahme des Buchverlags 1951 an die Lizenzträger der „Süddeutschen Zeitung“ weiterverkaufte. de Entwicklung bis 1914 2215 München 116260661 Julius Knorr 132277255 Thomas 118774549 Georg Hirth 1894 wurde die "Knorr & Hirth, Buch- und Kunstdruckerei oHG" mit dem Verlag der Zeitung vereinigt und in eine Gesellschaft "Druck und Verlag der Münchner Neuesten Nachrichten Knorr & Hirth G.m.b.H." umgewandelt. 1911 organisierte man das Unternehmen als Kommanditgesellschaft "Knorr & Hirth – Münchner Neueste Nachrichten". Der Verlag in der Zeit der Weimarer Republik 1920 wurde der Verlag an ein schwerindustriell dominiertes Konsortium verkauft (darunter die Gutehoffnungshütte), das ihn wieder als Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter dem Titel "Knorr & Hirth G.m.b.H." führte. Zusätzlich zu den "Münchner Neuesten Nachrichten" erschien dort seit 1922 anstelle der bisherigen Abendausgabe die auf Sensationsmeldungen ausgerichtete "Telegrammzeitung" (später "Münchner Telegramm-Zeitung" und ab 1933 bis 1936 "Abendblatt"). 1925 kaufte man die vom Verlag "Richard Pflaum AG" ins Leben gerufene "Münchner Illustrierte Presse". Deren Auflage stieg von 53.400 im Jahr 1928 auf 650.000 im Jahr 1933. Neben weiteren Presseerzeugnissen erschien zwischen 1926 bis 1943 die ursprünglich demokratisch ausgerichtete Wochenzeitung "Süddeutsche Sonntagspost", die 1933 eine Auflage von 200.000 erreichte. Während der Herrschaft des Nationalsozialismus 104335270 Karl Rabe 11880085X Stefan Lorant 11743292X Walter Tschuppik Erwerb durch den Süddeutschen Verlag nach dem Zweiten Weltkrieg 116789034 Berthold Fricke Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Völkischer Beobachter
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    [...] de Parteiorgan der NSDAP, erschienen im Franz Eher Nachf. Verlag. Die NSDAP erwarb die Zeitung am 17. Dezember 1920 von der Thule-Gesellschaft. Ihre Hauptaufgabe war die Verbreitung der NS-Ideologie und die Vermittlung von Informationen an die Parteimitglieder. Nach dem Hitlerputsch zunächst verboten, wurde die Zeitung ab 1925 zum politisch-propagandistischen Massenblatt. Geschäftsführer war seit April 1922 der Reichsleiter der NSDAP für die Presse, Max Amann. Hauptschriftleiter waren Dietrich Eckart (1921-1923), Alfred Rosenberg (1923-1938) und Wilhelm Weiß (1938-1945). Ab 1933 war der Völkische Beobachter quasi Regierungsorgan. Die letzte Ausgabe wurde am 30. April 1945 gedruckt, aber nicht mehr ausgeliefert. de Redaktion und Verlag 116219998 Anton Drexler 118687638 Dietrich Eckart 118602691 Alfred Rosenberg 2215 München 118551655 Adolf Hitler 116296666 Max Amann Auflage, finanzielle Situation und äußere Gestaltung Gedruckt wurde der Völkische Beobachter beim "Münchner Buchgewerbehaus M. Müller & Sohn" in der Schellingstraße. Ab 29. August 1923 hatte er ein übergroßes Format, nachdem der Verlag eine gebrauchte amerikanische Rotationsmaschine erworben hatte. Dadurch sowie durch die in Rotdruck unterstrichene Hauptschlagzeile und die Kopfleiste in Antiqua-Lettern unterschied er sich auffällig von anderen Zeitungen. Die Auflage schwankte von 1920 bis 1922 zwischen 8.000 und 10.000 Stück, 1923 stieg sie auf 30.000. Die Einnahmen aus Anzeigen und Verkauf allein trugen das Blatt nicht; es hielt sich durch den Verkauf unverzinslicher Schuldscheine an Parteimitglieder sowie Darlehen und Zuschüsse wohlhabender Gönner über Wasser. Politische Agitation bis zum Hitlerputsch Bis 1922 schrieb Hitler selbst viele Artikel. Grundzüge der Agitation des Blatts waren in vulgärem Ton und plakativem Stil vorgebrachter Antisemitismus und Antikommunismus, aber auch antikapitalistische Anklänge, übersteigerter Nationalismus und Antiparlamentarismus, verbunden mit hemmungslosen Angriffen auf demokratische Politiker. Sie brachten ihm mehrfach Verbote ein, darunter eines, das im Oktober 1923 zu einer schweren Krise zwischen Reichs- und bayerischer Staatsregierung führte, da diese den Vollzug des vom Reich verhängten Verbots verweigerte und so die Atmosphäre aufheizte, die sich im folgenden Putschversuch Hitlers gewaltsam entlud. Verbot bis 1925 Das nach dem Scheitern des Hitlerputsches am 9. November 1923 verbotene Blatt erschien erstmals wieder am 26. Februar 1925 nach Hitlers Entlassung aus der Festungshaft. Durch seine Nähe zu Hitler und der Parteizentrale hatte der Völkische Beobachter im Vergleich zu den übrigen parteioffiziellen oder parteinahen "Kampfblättern" eine Leitfunktion. 128558873 Wilhelm Weiß Wegen seiner Angriffe auf Politiker der demokratischen Parteien und Institutionen [...]
  • Stoßtrupp Hitler, 1923
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    [...] de Im Mai 1923 gegründete Leibwache Adolf Hitlers (1889-1945) unter der Führung von Josef Berchtold (1897-1962) und Julius Schreck (1898-1936). Mitglieder waren u. a. der Uhrmacher Emil Maurice (1897-1972), der spätere Münchner NSDAP-Stadtrat Christian Weber (1883-1945) und der spätere Münchener Oberbürgermeister Karl Fiehler (1895-1969). Der Stoßtrupp beteiligte im November 1923 am Hitlerputsch und wurde daraufhin verboten. In seiner Nachfolge entstand im April 1925 die Schutzstaffel (SS). de 2215 München 118551655 Adolf Hitlers 130453188 Josef Berchtold 133365611 Julius Schreck 128442166 Emil Maurice 118904825 Christian Weber 129440663 Julius Schaub 116500115 Karl Fiehler 118540157 Hermann Göring Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Münchner Neueste Nachrichten
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    [...] de Münchner Tageszeitung, entstanden 1848. Unter Julius Knorr (1826-1881) wurde sie seit 1862 zur größten und bedeutendsten Münchner Zeitung und vertrat eine liberale, regierungstreue Linie. 1920 kaufte eine Gruppierung, in der schwerindustrielles Geld der Ruhrindustrie dominierte, den Knorr & Hirth Verlag. Unter dem neuen Herausgeber Paul Nikolaus Cossmann (1869-1942) vollzog das Blatt einen Rechtsruck und distanzierte sich erst nach dem gescheiterten Hitlerputsch von den Nationalsozialisten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Bayern wurde eine Reihe leitender Persönlichkeiten der Zeitung verhaftet und die Eigentümer 1935 zum Verkauf an den Eher-Konzern gezwungen. Die letzte Ausgabe erschien am 28. April 1945. de Entstehung im Jahr 1848 133669270 Carl Robert Schurich Erwerb durch den Verleger Julius Knorr 1862 116260661 Julius Knorr 2215 München 117357839 August Napoleon Vecchioni 118774549 Georg Hirth 132277255 Thomas Knorr Liberale Linie unter Julius Knorr 11851136X Otto von Bismarck 118614207 Johann Baptist Sigl Trotz seiner liberalen Grundhaltung war das Blatt stets königstreu. Seine Bedeutung war so gestiegen, dass die von liberalem Geist regierte Stadt 1871 dem katholischen "Bayerischen Kurier" die amtlichen Anzeigen entzog und sie den "Neuesten Nachrichten" anvertraute. Auch im Kulturkampf ergriff das Blatt Partei für liberale Positionen. Fortführung der liberalen Linie unter Georg Hirth 139973478 Elise 118574892 Ludwig II. 118940139 Johann von Lutz 118632892 Wilhelms II. 116777567 Paul Samassa Die Zeitung unterstützte die neue sozialpolitische Linie nach dem Rücktritt Bismarcks. Sie distanzierte sich jedoch grundsätzlich von den Vorstellungen der Sozialdemokratie. Der inhaltliche Ausbau der Zeitung bis 1914 Die "Neuesten Nachrichten" hatten bei ihrer Gründung das damals übliche Oktavformat. 1872 erhielten sie ein modernes Zeitungsformat, das 1881 nochmals vergrößert wurde. Seit dem 16. Juni 1886 erschien die Zeitung unter den Namen "Münchner Neueste Nachrichten", ab dem 14. Juni 1887 zweimal täglich in einer Morgen- und einer Abendausgabe. Eigene [...]
    [...] sie bei 116.000. In den letzten beiden Kriegsjahren stieg die Auflage sogar auf 170.000. Das Verbreitungsgebiet beschränkte sich ursprünglich auf München und dessen nähere Umgebung, später war die Zeitung in ganz Süddeutschland verbreitet. Sie besaß inzwischen auch ein Korrespondentennetz in den wichtigen europäischen Hauptstädten. Die Redaktion beschäftigte 1913 37 Personen, das übrige Personal umfasste 463 Mitarbeiter. 1906 war der große Neubau an der Sendlingerstraße fertig. Beim Tod von Julius Knorr im Jahr 1881 hatten die "Neuesten Nachrichten", die je zur Hälfte den Geschwistern Knorr gehörten, einen Wert von 580.000 Mark, der bis 1914 bis auf mindestens acht Millionen Mark stieg. Zwischen Erstem [...]
  • Allgemeine Rundschau. Wochenschrift für Politik und Kultur
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    [...] de Die in München seit März 1904 erscheinende Allgemeine Rundschau war eine der bedeutendsten deutschen katholischen Wochenschriften mit Beiträgen politischen, kulturellen und religiösen Inhalts. Unter ihrem letzten Herausgeber, Dr. Georg Moenius (1890-1953), war sie bis zu ihrem Verbot 1933 ein scharfes Kampfblatt gegen den Nationalsozialismus. de Die Programmatik der Allgemeinen Rundschau Die Allgemeine Rundschau bekannte sich in ihren Grundsätzen zur katholischen Kirche und zum politischen Programm der Zentrumspartei. Sie wollte für das friedliche Nebeneinander der Konfessionen, für die Achtung vor jeder Autorität und für den wirtschaftlichen und sozialen Ausgleich eintreten. Besonderen Raum wollte sie auch kulturellen Angelegenheiten widmen. Der Gründer Armin Kausen und seine Mitarbeiter 116078553 Armin Kausen 11853100X Matthias Erzberger 119242230 Franz Schädler 27282 Regensburg 118667874 Michael Buchberger 117109614 Anton Scharnagl Auflage, Leserschaft und wirtschaftlicher Erfolg 2215 München Die Nachfolger Kausens bis 1929 und ihre Linie 116001356 Ferdinand Abel 123496233 Hans Eisele 11661398X Otto Kunze 118710060 Heinrich Held Die Allgemeine Rundschau und ihr Übergang an Georg Moenius 117087548 Georg Moenius 32732 Bamberg 118529706 Kurt Eisner 130209481 Josef Kirsch 118692038 Friedrich Wilhelm Foerster Foerster und Moenius bereisten 1929 gemeinsam Belgien. Moenius veröffentlichte 1929 und 1930 vier Sondernummern über die Reise, die die deutsche Kriegsschuld betonten und deutsche Kriegsverbrechen anprangerten. Schon die erste Nummer rief eine Welle der Empörung hervor. Auch katholische Zeitungen und Zeitschriften distanzierten sich. Das Erscheinen der angekündigten zweiten Nummer suchte das Auswärtige Amt vergeblich durch ein Bestechungsangebot von 40.000 Reichsmark zu verhindern. Der Kampf der Allgemeinen Rundschau gegen den Nationalsozialismus 118585967 Benito Mussolini Die zunehmende Isolierung der Allgemeine Rundschau 119112418 Gottfried Traub 117358436 Karl Stützel 39544 Würzburg 118532073 Michael von Faulhaber Das Ende der Allgemeinen Rundschau im Jahr 1933 118591649 Franz von Papen Die letzte Ausgabe erschien am 31. Mai 1933. Am 3. Juni 1933 verbot die Polizeidirektion Würzburg die Zeitung für drei Monate, was ihr Ende bedeutete. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bayerischer Kurier
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    [...] de Der konservative "Bayerische Kurier", gegründet 1856, entwickelte sich zum Münchner Sprachrohr der 1869 entstandenen katholischen, partikularistischen Bayerischen Patriotenpartei. Politisch stand er ab 1871 deren gemäßigten Kreisen, später der Zentrumspartei in Bayern und ab 1918 der betont föderalistischen Bayerischen Volkspartei (BVP) nahe. Er erschien zwischen dem 1. Januar 1856 und dem 31. Oktober 1934. de Erste Verbindungen zur Bayerischen Patriotenpartei 2215 München 133664198 Jakob Steiner 133664228 Josef Radspieler 133664252 Franz Göttner 133664279 Athanasius Degenhart Sprachrohr von Patriotenpartei und Zentrum 136152058 Johann Steiner jr. 117074330 Max Huttler Auflagenentwicklung nach 1871 133645657 Conrad Fischer Entwicklung bis 1914 Der "Bayerische Kurier" stand weiterhin dem Zentrum als Nachfolger der Patriotenpartei nahe und verfolgte eine Richtung, die sich von der anfänglichen Feindschaft gegen Preußen und das Reich immer mehr zur Akzeptanz der deutschen Einheit wandelte. Bayerischer Patriotismus und die Verehrung der Dynastie Wittelsbach blieben allerdings feste Konstanten. 27282 Regensburg 133664287 Philipp Frick 116205539 Franz Klasen 118709623 Georg Heim Der "Bayerische Kurier" in der Revolutionszeit 1918/19 11715783X Josef Osterhuber 118529706 Kurt Eisner 118584758 Erich Mühsam Weimarer Republik Der "Bayerische Kurier" unterstützte die vom deutschnationalen Koalitionspartner der Regierung Kahr provozierte Konfrontationspolitik gegen das Reich und distanzierte sich erst spät davon. 119446901 Gustav von Kahrs 118896873 Hugo Graf Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg 118551655 Adolf Hitler 118574841 Erich Ludendorff 118543326 Franz Gürtner 118710060 Heinrich Held Das Ende des "Bayerischen Kurier" 120046733 Adolf Wagner Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]