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  • Aufstellung der Freikorps, Mitte April 1919
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    [...] de Aufstellung der Freikorps, Mitte April 1919 Palmsonntagsputsch Roten Armee Johannes Hoffmann (1867-1930) Einen Sonderfall stellte das Freikorps Epp dar, das der bayerische Oberst und spätere nationalsozialistische Politiker Franz Ritter von Epp (1868-1947) führte. Nach dem Verbot in Bayern hatte er das Freikorps nämlich bereits im Februar 1919 im thüringischen Ohrdruf gebildet. Wie auch andere Freikorpsverbände, war das Freikorps Epp ein Sammelbecken von radikalen Nationalisten und Anhängern der völkischen Bewegung. In Epps Einheiten waren mit Rudolf Heß (1894-1987), Ernst Röhm (1887-1934) und den Brüdern Gregor (1892-1934) und Otto Strasser (1897-1974) gleich mehrere spätere NS-Größen vertreten. Mitte April wurde das Freikorps in "Bayerisches Schützenkorps" umbenannt und fing damit an, in Bayern Personal anzuwerben. Ein Beispiel dafür ist das gezeigte Flugblatt aus Bamberg, das als Ziel eine "wirklich aktionsfähige Truppe zum Schutze der Regierung, von Heimat, von Kultur, Weib und Kind" ausgibt und sich auch an Studenten und Gymnasiasten richtet. Das Freikorps Epp wird hier auch als "Freikorps Franken" bezeichnet. Ab dem 22. April rückte Epp mit seiner mittlerweile 1.000 Mann starken Truppe in Richtung München vor. Freikorpssoldaten trugen oft einen Uniformrock, viele von ihnen auch Armbinden. Mit dieser weiß-blauen Binde wies sich ihr Träger als Angehöriger der Abteilung (Detachement) Schad der in Franken gebildeten Freikorpsgruppe Denk aus. Zum Digitalisat des Anwerbeflugblatts für das Freikorps Epp Zum Digitalisat der Armbinde der Freikorps-Gruppe Denk [...]
  • Bildung einer „Roten Armee“, Mitte April 1919
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    [...] de Bildung einer „Roten Armee“, Mitte April 1919 Palmsonntagsputsch Die Rote Armee verfügte über 9.000 bis 10.000 Mann, die allerdings weder alle zur gleichen Zeit noch fortdauernd bewaffnet werden konnten. Trotzdem verbuchte die Truppe kurz nach ihrer Gründung einen Erfolg, als sie nach Dachau vorgerückte Regierungstruppen am 16. April zurückschlagen konnte. Den Anführern der Roten Armee gelang es anschließend jedoch nicht, die Einheiten zu einem stabilen und schlagkräftigen Verband zu formen. Berta Kaiser (1875-1962), die vor allem für ihre impressionistisch geprägte Freilichtmalerei bekannt ist, verarbeitete die Motivik der "Roten Armee" künstlerisch. Ihr Gemälde aus dem Jahr 1919 zeigt einen bewaffneten Rotgardisten am Münchner Marienplatz. Im Hintergrund sind die mit roten Flaggen versehenen Türme der Frauenkirche, das Neue Rathaus und die Mariensäule zu sehen. Dadurch, dass der junge Mann ganz allein auf diesem großen Platz dargestellt wird, wirkt er wie ein Fremder in der eigenen Stadt. Womöglich ist dies als Anspielung Kaisers auf das von Katholizismus und Konservativismus geprägte München zu werten, dessen Bevölkerung mehrheitlich gegen die Räterepublik stand. Zum Digitalisat des Gemäldes "Rotgardist am Marienplatz" von Berta Kaiser [...]
  • Die bayerischen Rätegremien
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    [...] de Die bayerischen Rätegremien Zwischen der Revolution vom 7. November 1918 und der Niederschlagung der Räterepublik Anfang Mai 1919 existierten in Bayern verschiedene zentrale Rätegremien, deren Verhandlungen teilweise in gedruckten Protokollen dokumentiert sind. Sie dokumentieren nicht nur die Suche nach einer neuen politischen Ordnung, sondern auch die zahlreichen Alltagsprobleme im Übergang vom Krieg zum Frieden. Literatur: Georg Köglmeier, Die Zentralen Rätegremien in Bayern 1918/19. Legitimation - Organisation - Funktion (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 135), München 2001. Vorläufige Verordnung für die Soldatenräte Albert Roßhaupter Fritz Sauber Der provisorische Nationalrat Die Verhandlungen des Provisorischen Nationalrats gab 1919 das Archivariat des bayerischen Landtags zusammen mit den Verhandlungen des bayerischen Landtags heraus. Der Beilagenband enthält neben der Geschäftsordnung (Beilage 4) und den Anträgen (Beilagen 5-100) vor allem die Protokolle dreier weiterer Rätegremien, die im Vorfeld der Neubildung des provisorischen Nationalrates Ende November/Anfang Dezember 1918 tagten: Beilage 1: Sitzung des Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrates am 28. November 1918. Beilage 2: Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der bayerischen Soldatenräte, 30. November bis 3. Dezember 1918. Beilage 3: Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der bayerischen Arbeiterräte am 9. und 10. Dezember 1918. Nachrichtenblatt des Zentral-Rats Kurt Eisners Literatur: Markus Schmalzl, Zweite Revolution 1919, publiziert am 08.06.2009; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Kongress der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte München Ernst Niekisch Ernst Toller Gustav Landauer Erich Mühsam Max Levien Johannes Hoffmann Literatur: Georg Köglmeier, Kongress der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte, 1919, publiziert am 22.11.2012; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Johannes Merz, Kabinett Segitz, publiziert am 02.10.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Mitteilungen des Vollzugsrats der Betriebs- und Soldatenräte Mit dem Palmsonntagsputsch am 13. April 1919 endete die erste, von Literaten getragene Räterepublik vom 6./7. April 1919. An ihre Stelle trat die zweite, von Kommunisten beherrschte Räterepublik. Sie stützte sich auf die täglichen Versammlungen der Betriebs- und Soldatenräte im Münchener Hofbräuhaus. Zur Durchsetzung ihrer Beschlüsse bildete die Versammlung einen Vollzugsrat. Die vom Vollzugsrat täglich herausgegebenen Mitteilungen sind eine wichtige Quelle für die Entwicklung der zweiten Münchner Räterepublik. Sie erschienen vom 15. April bis zum 29. April 1919. Neben den Bekanntmachungen vor allem des Vollzugsrats, der Volksbeauftragten, der Betriebsräte und der Stadtkommandantur publizierte das Blatt [...]
  • Palmsonntagsputsch, 13. April 1919
  • Palmsonntagsputsch, 13. April 1919
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    [...] de Palmsonntagsputsch, 13. April 1919 Ein Grundproblem der Räterepublik in München war die Gegnerschaft der sozialistischen Parteien USPD, MSPD und KPD. Am 12. April konnten sie eine Einigung erzielen, wobei die Sozialdemokraten der KPD weit entgegen kamen. in Bamberg sitzenden Regierung Hoffmann Erich Mühsam Da die Schutztruppe jedoch keine Verstärkung von außen erhielt und sich der größte Teil der Münchner Garnison ihr nicht anschloss, konnte sie sich nicht durchsetzen. Die Räteregierung und die KPD starteten Aufrufe zu Gegendemonstrationen, in der Münchner Innenstadt kam es zu ersten bewaffneten Auseinandersetzungen. Am Hauptbahnhof wurde die Truppe schließlich von Anhängern der Räterepublik geschlagen und floh daraufhin mit einem Zug aus der Stadt. 21 Tote und 80 Verletzte waren letztlich zu beklagen. Trotz dieses Sieges konnte sich die Räteregierung aber nicht länger halten. Zum Digitalisat [...]
  • Verhaftung von "Haupträdelsführern" der Münchner Räterepublik
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    [...] de Beschreibung Am 7. April 1919 riefen Rätegremien in München die "Räterepublik Baiern" aus und beanspruchten die Regierungsgewalt. Nach dem Umsturz vom 7./8. November 1918 und den Ereignissen nach den Attentaten auf Kurt Eisner (1867-1919) und Erhard Auer (1874-1945) am 21. Februar 1919 begann damit die dritte Phase der Revolution in Bayern. Die vom Landtag im März 1919 gewählte Regierung verlegte ihren Sitz nach Bamberg. Bereits am 13. April putschte die regierungstreue "Republikanische Schutztruppe" gegen die neuen Machthaber in München. Die als "Palmsonntagsputsch" bekannt gewordene Aktion war mit der Bamberger Regierung abgestimmt. Anfangs konnte die Truppe Erfolge erzielen: Sie verhaftete einige wichtige Protagonisten der Räterepublik und besetzte die Stadtkommandantur sowie das Polizeipräsidium. In ihrer Bekanntmachung droht die Einheit die standrechtliche Erschießung aller Personen an, die sich an den Geiseln oder den Verteidigern der "allein rechtmäßigen Regierung" vergreifen sollten. Da die Schutztruppe jedoch keine Verstärkung erhielt, konnte sie sich nicht durchsetzen. Zunächst organisierten die Räteregierung und die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) Gegendemonstrationen. Am Münchener Hauptbahnhof wurde die Truppe schließlich von bewaffneten Anhängern der Räterepublik geschlagen. Kommunisten entmachteten nun die erste Räteregierung und gründeten eine zweite Räterepublik, die ihrerseits Anfang Mai 1919 von Reichswehr- und Freikorpseinheiten gewaltsam beendet wurde. Dr. Matthias Bader CC0 [...]