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  • Der Hausvertrag von Pavia
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    [...] de Mit dem Hausvertrag von Pavia wurde die Trennung der wittelsbachischen Territorien in das Herzogtum Bayern und die Pfalz bei Rhein vollzogen: Kaiser Ludwig IV. (1281-1347) erhielt das oberbayerische Teilherzogtum sowie Teile des bayerischen Nordgaus. Die Söhne seines verstorbenen Bruders Rudolf (1274-1319) erhielten die Pfalzgrafschaft bei Rhein mit ihren Ländereien und den nördlichen Teil des Nordgaus, die spätere Oberpfalz. Die Kurwürde sollte abwechselnd ausgeübt werden. Die hier präsentierte Urkunde ist die von den Pfalzgrafen Rudolf II. (1306-1353) und Ruprecht I. (1309-1390) gesiegelte Ausfertigung des Vertrags für Kaiser Ludwig den Bayern. [...]
  • Die goldene Bulle
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    [...] de Die Goldene Bulle, das Grundgesetz des „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“, wurde 1356 von Kaiser Karl IV. erlassen und bestimmte bis zum Ende des Reichs im Jahre 1806 das Verfassungsleben. Vor allem regelt sie die Wahl der deutschen Könige durch die Kurfürsten, deren Zahl und verfassungsrechtliche Stellung genau festgelegt wird. Den Kurfürsten, deren Länder für unteilbar erklärt werden, gesteht das Gesetz besondere Vorrechte zu. Die im Hausvertrag von Pavia 1329 zwischen Pfalz und Bayern festgelegte alternierende Ausübung der Kurwürde wird nicht berücksichtigt. Die bayerische Linie der Wittelsbacher blieb somit für Jahrhunderte von der Königswahl ausgeschlossen. Die Bezeichnung „Goldene Bulle“ stammt von der Besiegelung mit einer Goldbulle und ist als Name für diese spezielle Urkunde seit dem 15. Jahrhundert belegt. Insgesamt sind sieben Originale überliefert. Hier gezeigt wird die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrte Ausfertigung für die Pfalzgrafen bei Rhein. [...]