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  • Autorenporträt zu Martin Greif
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    [...] de Beschreibung 118603817 Friedrich Rückert 11853811X Emanuel Geibel Schon bald darauf beginnt Frey mit der Arbeit an einem Historienstück: Bayard, der Ritter ohne Furcht und Tadel. Weil die Wiener Neue Presse eine Szene abdruckt, siedelt Frey kurzerhand in die Donaumetropole über und verdient dort seinen Lebensunterhalt als Journalist und Bühnendichter. Seine Bekanntschaft mit Heinrich Laube ermöglicht ihm die Aufführung seiner Stücke am Wiener Stadttheater. 118604597 Das bayerische Königshaus dankt ihm mit Orden, Hofratstitel und Ehrenpension, von der Universität München bekommt er die Ehrendoktorwürde verliehen. 1909 wird Frey alias Greif zudem Ehrenbürger von München, eine Straße wird nach ihm benannt.   11610158X Julius Beck 118746057 Richard Billinger Wegen eines Nierenleidens muss Greif mehrmals Heilbäder aufsuchen, u.a. in Meran und Adelholzen. Er reist nach Kufstein zu seinem Freund Anton Schluifer und lässt sich ins dortige Krankenhaus einweisen. Am 1. April 1911 stirbt Martin Greif in Kufstein. Seine letzte Ruhestätte verfügt er testamentarisch: am Kirchfriedhof von Palmberg, nahe dem Kloster Zangberg, wird er begraben. [...]
  • Melchior Meyr
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    [...] de Melchior Meyr Melchior Meyr (1810-1871), Sohn des begüterten Bauernpaares Johann Georg (geb. 1786) und Anna Margareta Meyr (1787-1867), zeigte schon während seiner Schulzeit in Nördlingen eine Neigung zu Dichtung und Philosophie. Nach dem Besuch des Ansbacher Gymnasiums und St. Anna-Gymnasiums in Augsburg ging er 1829 an die Universität München, um Philosophie zu studieren. Im Dezember 1831 schrieb Meyr seine Gedanken zur Weiterführung der deutschen Poesie an Goethe, der ihn zu weiteren Gedichten ermunterte. Danach wechselte er an die Universität Heidelberg, brach sein Jurastudium ab und ging zurück nach München, um sich auf eine Karriere als Professor für Ästhetik und Literaturgeschichte vorzubereiten. 1835 fand er einen Verleger, der sein erstes, nach dem Vorbild Goethes fertiggestelltes Gedicht "Wilhelm und Rosina" herausgab. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1836 hielt sich Meyr in Erlangen auf, wo er mit Friedrich Rückert (1788-1866) zusammentraf. Durch Vermittlung von Schelling gelang es ihm 1840, ein Reisestipendium des Kronprinzen Maximilian (1811-1864) zu erhalten. Von nun an lebte er bis 1852 in Berlin, wo er viele Kontakte knüpfte und sich publizistisch betätigte. Da die über das Stipendium finanzierte Arbeit über Goethe nicht vorankam, sah sich Meyr gezwungen, für seinen Lebensunterhalt Rezensionen und Theaterkritiken zu schreiben. Krokodile Emanuel Geibel Zum Digitalisat Melchior Meyr: Aus der Mappe des Grobians Melchior Meyr: Studien zum Ries [...]
  • Autorenporträt zu Hans Wollschläger
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    [...] in seine Heimatstadt Bamberg zurückkehrt. Erinnerungs- und Assoziationssplitter wechseln neben Traumsequenzen und theoretischen Reflexionen ab; indem der Roman die Schriftgröße wechselt und mit Hilfe der Zeichensetzung das Lesetempo beeinflusst, wird eine „Polyphonie des Schreibens“ sichtbar, die der Musiksprache Mahlers entspricht (Claus-Ulrich Bielefeld). 118603817 Friedrich Rückert Auch als Theaterregisseur versucht Hans Wollschläger Fuß zu fassen. 1991 überrascht er das Publikum mit einer Inszenierung von Goethes Torquato Tasso am Bamberger E.-T.-A.-Hoffmann-Theater. Seine von sechs auf vier Stunden gekürzte Bühnenfassung von Kraus' Die letzten Tage der Menschheit scheitert jedoch, weil sie dem Intendanten [...]
    [...] der Universität Bamberg (1990), die Ehrengabe der Schillerstiftung Weimar (1995), den Berganza-Preis (1997), das Bundesverdienstkreuz (2000), den Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung (2001), den Friedrich-Rückert-Preis der Stadt Schweinfurt (2003), den Friedrich-Baur-Preis für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2005) sowie postum den August-Graf-von-Platen-Preis der Stadt Ansbach (2007). Im Alter von 72 Jahren stirbt Hans Wollschläger nach langer Krankheit in seiner Wahlheimat Bamberg, wo er seit 1958 gelebt hat. [...]
  • Autorenporträt zu Gotthilf Heinrich v. Schubert
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    [...] de Beschreibung 118767542 Friedrich Gottlob Wetzel Schubert wird 1803 mit einer Arbeit über galvanische Therapie bei angeborener Taubheit promoviert und praktiziert anschließend als Arzt in Altenberg (Erzgebirge). Daneben verfasst er wissenschaftliche und literarische Arbeiten; 1804 erscheint der zweibändige Roman Die Kirche und die Götter, der sich an Werken von Ludwig Tieck und Novalis orientiert. 1805/06 studiert Schubert an der Freiberger Bergakademie bei Abraham Gottlob Werner (1750-1817) und siedelt 1806 nach Dresden über, wo er im Hause des Malers Gerhard von Kügelgen (1772-1820) wohnt und u.a. Caspar David Friedrich, Friedrich und August Wilhelm Schlegel, Adam Müller und Heinrich von Kleist kennenlernt. Im Winter 1807/08 hält er öffentliche Vorlesungen über Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft, die wesentlich zu seiner Bekanntheit beitragen. Auf Vermittlung von Schelling erhält Schubert 1809 die Rektorenstelle an der Realschule in Nürnberg. Er kommt in Kontakt mit Vertretern der „Erweckungsbewegung“ und wendet sich dem Pietismus zu. In Nürnberg lernt er auch Johann Arnold Kanne und Georg Wilhelm Friedrich Hegel kennen, den Rektor des dortigen Gymnasiums, den Schubert bereits während seines Studiums in Jena gehört hat. Mit Franz von Baader (1765-1841) betreibt Schubert ein intensives Quellenstudium mystischer Texte. Kurz vor der Schließung der Realschule nimmt Schubert 1816 die Stelle eines Erziehers im Hause Großherzog Friedrich Ludwigs von Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust an. 118603817 Friedrich Rückert 118594869 August von Platen 118557211 Jean Paul 118552465 E. T. A. Hoffmann 11856269X Ludwig Klages [...]
  • Autorenporträt zu August von Platen
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    [...] de Beschreibung 118557211 Jean Paul 118603817 Friedrich Rückert Erste eigene Gedichtbände erscheinen 1821 (Ghaselen) und 1824 (Neue Ghaselen), nachdem Platen bereits 1817 im Zuge eines Aufenthaltes in Schliersee seine erste Arbeit veröffentlicht hat (Die Hymne der Genien zum Säkularfest der Reformation). In den „Ghaselen“ sowie in den frühen Sonetten wird Platens ganzer pathetischer Weltschmerz deutlich. Von Schelling angeregt, arbeitet er zudem an den romantischen Schauspielen Der gläserne Pantoffel (1823) und Der Schatz des Rhampsinit (1824). Im August 1824 unternimmt Platen eine erste Reise nach Italien, die er mit einem längeren Aufenthalt in Venedig verbindet, was ihn zur Abfassung seiner Sonette aus Venedig (1825) inspiriert. Wegen Urlaubsüberschreitung wird er im Frühjahr 1825 zum militärischen Arrest in Nürnberg gezwungen. Von den deutschen Zuständen angewidert und mit finanzieller Hilfe seines Verlegers Cotta übersiedelt Platen im Jahr darauf nach Italien und kehrt nur noch sporadisch nach Deutschland zurück. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit bescheidenen Honoraren, einer halbierten Leutnantsgage sowie königlichen Sinekure von 500 Gulden, die er als außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1828) bezieht. 118595245 Franz Graf von Pocci Ein Literaturstreit zwischen Platen, Karl Immermann und Heinrich Heine überschattet die letzten Lebensjahre: Ausgelöst durch Platens Invektiven gegen seine jüdische Herkunft in der Komödie Der romantische Ödipus (1829) macht Heine dessen Homosexualität im dritten Teil seiner Reisebilder „Die Bäder von Lucca“ publik; Immermanns kritische Verse, die Heine zustimmend aufnimmt, weil er sich von der Spätromantik – und damit von Platen – ironisch distanziert, gehen diesem Streit voraus. Auf der Flucht vor der Cholera reist Platen über Palermo und Sizilien nach Syrakus, wo er am 5. Dezember 1835 vermutlich an einer Kolik plötzlich stirbt. 11853811X Geibel [...]
  • Autorenporträt zu Melchior Meyr
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    [...] de Beschreibung 118837877 Thiersch Sein eigentliches Streben gilt aber der Poesie, wobei Goethe eine entscheidende Rolle spielt: Im Dezember 1831 schreibt Meyr in einem „heroischen Taumel“ seine Gedanken zur Weiterführung der deutschen Poesie an Goethe, der ihn außer einem kopierten Standardschreiben für junge Dichter zu weiteren Gedichten ermuntert. Danach wechselt er an die Universität Heidelberg, bricht sein Jurastudium ab und geht zurück nach München, um sich auf eine Karriere als Professor für Ästhetik und Literaturgeschichte vorzubereiten. 1835 findet er einen Verleger, der sein erstes, nach dem Vorbild Goethes fertiggestelltes ländliches Gedicht Wilhelm und Rosina herausgibt. Gegen den Vorwurf, ein Nachahmer von Auerbachs Schwarzwälder Dorfgeschichten (1843) zu sein, sieht Meyr in seinem Werk „die erste Dorfgeschichte“ und sich selbst als Begründer dieser Gattung. 118603817 Friedrich Rückert 118504185 Bettina von Arnim Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, nachdem sein Werben um die Hand der bayerischen Gesandtentochter Caroline von Malzen (1833-1904) unerwidert bleibt. Meyr lebt abwechselnd in München und Ebermergen, wohin seine Eltern 1837 nach dem Verkauf des Gutes Neudegg bei Donauwörth gezogen sind. Er verkehrt in literarischen und künstlerischen Kreisen, allen voran als Gründungsmitglied der Münchner „Krokodile“ (Vereinsname: ‚Ibis‘), bleibt aber aufgrund seiner kritischen Haltung ein Außenseiter. Als Ergebnis erscheinen seine Erzählungen aus dem Ries (1856-70), die einzigen Arbeiten Meyrs, die – von der volkskundlichen Abhandlung „Zur Ethnographie des Rieses“ (1863) abgesehen – bis heute nicht in Vergessenheit geraten sind: poetische Dorfgeschichten, auf Anregung Schellings geschrieben, mit vielen wertvollen Informationen über das Landleben im Ries, über Brauchtum und Menschenschlag. 1866 sorgen die anonym herausgegebenen Gespräche mit einem Grobian wegen ihrer witzigen und treffsicheren Darstellung damaliger Zeitumstände ebenfalls für Aufsehen. 11853811X Emanuel Geibel 118550772 Paul Heyse Sein Grab liegt im historischen Münchner Südfriedhof. [...]
  • Nachlass von August Graf von Platen-Hallermünde (1796 - 1835) - BSB Plateniana / 13. August Graf von Platen-Hallermünde (1796 - 1835) Nachlass: Gedichte 1820-1823 - BSB Plateniana 13
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    [...] de Beschreibung Der Ansbacher Dichter August Graf von Platen (1796-1835, Plateniana) lebte nach Aufenthalten in München, Würzburg und Erlangen seit 1826 fast ständig in Italien. Sein klassizistisches Schönheitsideal suchte er vor allem in antiken, orientalischen und romantischen Strophenformen zu verwirklichen: Ode, Sonett, Ghasel. Sein ambivalentes Lebensgefühl - die Aporie zwischen Geist und Leben, Liebe und Vergänglichkeit -, Pessimismus und Schwermut beherrschen seine Gedichte, deren strenge Formkunst den Münchner "Krokodilen" zum Vorbild werden sollte (vgl. Cgm 6539). Erst nach seinem Tode wurde Platen auch als politischer Dichter der "Polenlieder" (Plateniana 20) bekannt. Unter Plateniana 13 befinden sich vor allem die Ghaselen, eine Gedichtform arabischer bzw. persischer Herkunft, die 1821 von Platen zu einer eigenen Sammlung erweitert wurde ("Ghaselen", Plateniana 14). Im Gegensatz zu seiner zweiten Sammlung von 1823 (Plateniana 15) befassen sich diese Ghaselen mehr mit dem Orient, der Dichter ist der die Schönheit Aufsuchende, um zur endgültigen (Selbst-)Erkenntnis zu gelangen. Neben Platen hat auch Friedrich Rückert (1788-1866, Cgm 7201) Ghaselen gedichtet, wobei es sich bei letzterem eher um Nachdichtungen, bei ersterem um Originalschöpfungen handelt. Datum: 2017 Peter Czoik CC0 [...]
  • Autorenporträt zu Elise Henle
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    [...] de Beschreibung 118603817 Friedrich Rückert 118657887 Michael Beer Nach dem Mädchenpensionat in München heiratet Elise Henle knapp 22jährig den Sohn des Schmuckwarenfabrikanten Jakob Levi aus Esslingen Leopold Levi. Der Ehe entstammt eine gemeinsame Tochter. Trotz Haushalt und Erziehung findet Elise Henle genügend Zeit, um schriftstellerisch tätig zu werden. Als Frau des Hauses mit gesellschaftlichen Verpflichtungen schreibt sie ein in Reimform und in bayerischem Dialekt gehaltenes „Eh' Stands-Rezept“ (Was soll ich deklamieren. Den deutschen Mädchen und Frauen gewidmet, 1885), ein Kochbuch in oberbayerischer sowie schwäbischer Mundart (Guat is' s, 1884; So mag i' s, 1892) und bringt ihre Skepsis gegenüber der Frauenemanzipation in dem Gedicht „Zur Frauenfrage“ zum Ausdruck. Ihr eigentlicher Schwerpunkt liegt aber in der Abfassung von Lustspielen, dramatischen Stücken und Libretti zu den Opern Manon (1887, Musik: R. Kleinmichel), Murillo (1887, Musik: F. Langer) und Schloß de l' Orme (1883, Musik: R. Kleinmichel). Die Stücke sind meist im Bürgertum, in Adelshäusern oder im Militär angesiedelt. Obwohl um 1870 verfasst, kommen sie erst spät in Buchform heraus, ganz im Gegensatz zu den frühen Erzählungen, wie Die Wacht am Rhein oder der Roman Das zweite Jägerbataillon, die zunächst anonym in Zeitschriften erscheinen. Hindernisse bei der Stuttgarter Aufführung des Lustspiels Aus Göthes lustigen Tagen 1876 werden Anlass zur Stoffwahl für Henles nächstes Stück Durch die Intendanz. Dieses Stück wird am 31. Oktober 1877 am Stadttheater Wien mit dem Ersten Preis prämiert. Von nun an gilt sie als „Verfasserin des Preislustspiels Durch die Intendanz“, ihre Stücke erfahren in und um Esslingen zahlreiche Aufführungen. 118759523 Christoph von Schmid 1889 wohnt Elise Henle in Frankfurt am Main bei ihrer verwitweten Schwester, wo sie auch stirbt. Auf dem dortigen jüdischen Friedhof wird sie begraben. [...]
  • Autorenporträt zu Georg Scheurlin
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    [...] de Beschreibung Georg Scheuerlin alias Scheurlin wird als achtes Kind des Chirurgen Johann Wolfgang Scheuerlin und dessen Ehefrau Margarete Katharine, geb. Wernberger geboren. Weil die finanziellen Mittel zur akademischen Ausbildung durch den frühen Tod des Vaters fehlen, schlägt Scheuerlin eine Laufbahn zum Volksschullehrer ein. Von 1819 bis 1821 wird er zum Lehrer in Ansbach ausgebildet. Seine erste Stelle tritt er in Erlangen an, bis er nach fünfjähriger beruflicher Ausübung als Hilfslehrer nach Ansbach berufen wird. Aus seiner Ehe mit Anna Babette Wendler, die er 1828 heiratet, gehen acht Kinder hervor. Sein Gehalt als Lehrer (1830 zum Schullehrer ernannt) ist nicht gerade üppig; er ist auf Nebenerwerb angewiesen und erteilt Unterricht in Zeichnen und Musik; darüber hinaus versieht er den Organistendienst und übernimmt die Schriftleitung des Ansbacher Tagblatts. Sein Lied vom „Armen Schulmeisterlein“ gibt davon noch Zeugnis ab. 116220473 Aloys Dreyer 118603817 Friedrich Rückert 1869 wird sein den Vorfahren des Bayernkönigs Max II. gewidmetes Epos Edwin gedruckt. Darin schildert Scheurlin den Feldzug Friedrich Barbarossas gegen Heinrich den Löwen, die Eroberung der Insel Rügen sowie die Zerstörung des Götzenbildes Swantewit durch Dänenkönig Waldemar im Jahr 1168. Seiner schönen, ausgefeilten Handschrift ist es zu verdanken, dass Scheurlin in die Kanzlei des Königlich Protestantischen Oberkonsistoriums nach München berufen wird. Ab 1854 hat er im Staatsministerium für Handel und öffentliche Arbeiten das Amt eines Sekretärs inne. Zehn Jahre später wird er zum geheimen Ministerialsekretär befördert und 1871 ins Ministerium des Innern versetzt. Anlässlich seines 70. Geburtstags nimmt ihn König Ludwig II. von Bayern in die Reihe der „Vaterländischen Dichter“ auf. Im selben Jahr, 1872, tritt Georg Scheurlin in Ruhestand und stirbt. Ein nach ihm benannter „Scheuerleinsplatz“ und die Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Mainbernheim erinnern noch heute an den Dichter. Sein Grab auf dem Münchner Südfriedhof existiert dagegen nicht mehr. Der Komponist Richard Wagner hat Georg Scheurlins Gedicht „Der Tannenbaum“ vertont („eine Arbeit, die ich noch jetzt gern mein nenne“) und zusammen mit Kommentaren unter dem Titel Der Knabe und der Tannenbaum herausgegeben.    [...]
  • Nachlass von August Graf von Platen-Hallermünde (1796 - 1835) - BSB Plateniana / 16. August Graf von Platen-Hallermünde (1796 - 1835) Nachlass: Lyrische Gedichte. Reinschrift - BSB Plateniana 16
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    [...] de Beschreibung Der Ansbacher Dichter August Graf von Platen (1796-1835, Plateniana) lebte nach Aufenthalten in München, Würzburg und Erlangen seit 1826 fast ständig in Italien. Sein klassizistisches Schönheitsideal suchte er vor allem in antiken, orientalischen und romantischen Strophenformen zu verwirklichen: Ode, Sonett, Ghasel. Sein ambivalentes Lebensgefühl - die Aporie zwischen Geist und Leben, Liebe und Vergänglichkeit -, sowie Pessimismus und Schwermut beherrschen seine Gedichte, deren strenge Formkunst den Münchner "Krokodilen" zum Vorbild werden sollte (vgl. Cgm 6539). Erst nach seinem Tode wurde Platen auch als politischer Dichter der "Polenlieder" (Plateniana 20) bekannt. Plateniana 16 enthalten lyrische Gedichte in einer Reinschrift von etwa 1823. Neben Episteln und Sonetten befinden sich unter ihnen die Ghaselen, eine Gedichtform arabischer bzw. persischer Herkunft, die 1823 von Platen zu einer eigenen Sammlung erweitert wurde ("Neue Ghaselen", Plateniana 15). Im Gegensatz zu seiner ersten Sammlung von 1821 (Plateniana 14) befassen sich diese Ghaselen nicht mehr mit dem Orient, lediglich die Form (Versschema: aa ba ca da ...) wurde beibehalten. Neben Platen hat auch Friedrich Rückert (1788-1866, Cgm 7201) Ghaselen gedichtet, wobei es sich bei letzterem eher um Nachdichtungen, bei ersterem um Originalschöpfungen handelt. Datum: 2017 Peter Czoik CC0 [...]