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  • Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19 - Vertiefungsebene
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    [...] de Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19 - Vertiefungsebene Revolution und Räterepubliken 1918/19 in Bayern Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) [...]
  • Revolution!
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    [...] de Revolution! Reformbemühungen Ausgangspunkt der Revolutionsereignisse in Bayern war eine gemeinsame Friedensdemonstration der Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) und der Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) auf der Münchner Theresienwiese am Nachmittag des 7. November 1918. Von dort hatte sich Kurt Eisner mit einer kleinen Gruppe von Revolutionären zu den Kasernen im Münchner Norden begeben, die sich der Revolution anschlossen. Noch in der Nacht wurden der Landtag und die wichtigsten Regierungsgebäude besetzt. König Ludwig III. In der Nacht zum 8. November 1918 formulierte Kurt Eisner im Bayerischen Landtag eine Proklamation, die tags darauf in den Münchner Neuesten Nachrichten erschien und in gekürzter Form in München plakatiert wurde. Darin wurde die Bayerische Republik, der Freistaat Bayern, proklamiert und das bayerische Königshaus für abgesetzt erklärt. Bis zur demokratischen Wahl einer Volksvertretung sollte außerdem ein provisorisch eingesetzter Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat als oberste Behörde fungieren. Die Revolution vom 7. November 1918 setzte damit die Bayerische Verfassung des Jahres 1818 außer Kraft. Mit der sogenannten Bamberger Verfassung, die am 14. August 1919 verabschiedet wurde, erhielt die erste bayerische Demokratie ihre verfassungsrechtliche Grundlage. Direkt zum Digitalisat [...]
  • Diezel, Gustav: Baiern und die Revolution
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    [...] de Diezel, Gustav: Baiern und die Revolution Zürich 1849: Kiesling. de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] dieſe ſogenannte Revolution von Haus aus nichts anderes war als Kontre revolution die Kontrerevolution der Profeſſoren und der Bourgeoiſie die Kontrerevolution gegen die wirkliche und gründliche Revolution welche man [...]
    [...] den Ausdruck konſtituirende Nationalverſammlung das wäre Revolution rief der ſo eben erſt durch die Revolution emporgeſtiegene Märzminiſter Man leugnete alſo die Revolution es ſollte Alles auf geſetzlichem Wege vor [...]
    [...] der Revolution geliefert dann aber daß dieſe frän kiſche Revolution ein Ereigniß von unberechenbarer Bedeutung war Würtemberg hätte alsdann ſeine Neutralität unmöglich behaupten können das Terrain der Revolution wäre [...]
    [...] deutſche Revolution gemacht wenn man nur ſich kompe tent dazu gefühlt hätte Die Inkompetenz ſpielt überhaupt in Deutſchland eine große Rolle das Vorparlament hätte ja auch die deutſche Revolution gemacht [...]
  • Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19
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    [...] de Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19 1918 fand ein epochaler Umbruch statt: Der Erste Weltkrieg ging zu Ende, in Deutschland erhoben sich die Menschen gegen die Monarchien. Revolution am 7. November "Freistaat Bayern" Eisner ermordet Räterepublik gewaltsam nieder Verfassung Zum 100. Geburtstag des Freistaats präsentiert bavarikon die spannende und dramatische Geschichte seiner Anfänge in einer virtuellen Ausstellung. Fünf chronologische Abschnitte und eine Vertiefungsebene bringen Ihnen die Revolutionsjahre 1918/19 näher. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschehnisse in der Hauptstadt München, die für ganz Bayern entscheidend waren. Zusätzlich werden die verschiedenartigen Entwicklungen in zehn weiteren Orten Altbayerns, Frankens und Schwabens einbezogen. 90 hochkarätige Exponate aus Archiven, Bibliotheken und Museen führen Ihnen die entscheidenden Veränderungen und Umwälzungen dieser Zeit vor Augen – mit all ihren bahnbrechenden Errungenschaften, aber auch den problematischen Begleiterscheinungen und Folgen. Über die Ausstellung [...]
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    [...] de Schmitt, Franz August: Die Zeit der zweiten Revolution in Bayern München 1919: Verl. der "Politischen Zeitfragen". de Inhalt Die Zeit der zweiten Revolution in Bayern. Verlagswerbung Die Zeit der zweiten Revolution in Bayern von Dr. Franz August Schmitt Sondderabdruck der 'Politischen Zeitfragen', Nr. 14, 16 und 17, München, 1919 Vorwort I. Der Auftakt zur zweiten Revolution Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung über die Vorgänge am 21. Februar 'Der Kampf innerhalb der sozialistischen Parteien' von Dr. A. Pfeiffer II. Dokumente aus der Zeit der zweiten Revolution Die ersten Wirkungen der Bluttaten des 21. Februars Bekanntmachung Soldaten! Arbeiter! Bürger! Arbeiter und Soldaten! Erklärung Ein Märtyrer der Revolution. Kurt Eisners nicht gehaltene Rede. Zur Aufklärung unserer Leser An die Proletarier aller Länder! Zum Tode Kurt Eisners Festnahme von Geiseln Die Wiederaufnahme der Arbeit Eine Erklärung des Studenten-Auschusses Die Universität und der Mord an Eisner Was nun? Bewaffnung des Proletariats An die bayerische Armee! Aufruf an die Bevölkerung der Stadt München Bekanntgabe der Räte Bestattung von Kurt Eisner Die Stadtgemeinde München zum Tode Kurt Eisners Gedächtnisrede bei der Beisetzung Kurt Eisners Die Bayerische Volkspartei und die zweite Revolution An die ländliche Bevölkerung! Lichtbildtheater Arbeiter! Volksgenossen! Arbeiterinnen! Soldaten! Der Entwurf zur bayerischen Verfassung Stellungnahme der Bayern in Weimar Eine Erklärung der Münchener Truppen An die Arbeiter und Soldaten! An alle Soldaten und Arbeiter Der Zentralrat an die bayerischen Abgeordneten in Weimar Loslösungsbestrebungen Bayern und die Reichsregierung Der Standpunkt der Nürnberger Arbeiter- und Soldatenräte Erklärung des revolutionären Arbeiterrates Eine Erklärung der bayerischen Volkspartei zur Staatsform Kundgebung fränkischer Bauern und Arbeiter Eine Erklärung der Minister Vorläufige Richtlinien für die Presseaufsicht durch die örtlichen Räteorganisationen An die Presse An die Arbeit! Die Bemühungen… Sozialisierungsgemeinschaft mit Sachsen Die Sozialisierung mit Sachsen An das bayerische Volk! Aufhebung der Zensur Arbeitende aller Berufe! Erwerbslose! Warnung! Von Unbekannten wurden Handzettel ausgegeben! Bemerkungen des Verfassers zu den Dokumenten des Abschnittes II. Kurt Eisner und die zweite Revolution III. Der politische Kampf Wer übernimmt die Regierungsgewalt im Staate Einheitsprogramm vom 25. Februar 1919 Berichte über die Rätesitzungen Erklärung zur Mitarbeit im Aktionsausschuß des Rätekongresses der Mehrheitssozialisten Zusammenarbeit zwischen Landtag und Räten Rechenschaft! Die Bayerische Volkspartei und die zweite Revolution Besprechungen der Landtagsparteien in Bamberg und Nürnberg Das Nürnberger 10 Punkteprogramm auf dem Rätekongreß Bildung des Ministeriums [...]
  • Zweite Revolution, 1919
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    [...] de Als "Zweite Revolution" wird der Versuch der radikalen Linken bezeichnet, nach dem Wechsel des politischen Systems im November 1918 die gesellschaftlichen Verhältnisse in Richtung Sozialismus und Rätesystem zu verändern. Auslösendes Moment war in Bayern die Ermordung Kurt Eisners (1867-1919) und die Schießereien im neu eröffneten Landtag, die ein Machtvakuum hinterließen. Vor allem in München gewannen die bei der Landtagswahl gescheiterten radikalen Linken zunehmend an Einfluss. Im April 1919 mündete diese Entwicklung in den Münchner Räterepubliken, die weitere Schübe der Radikalisierung mit sich brachten ("Dritte" und "Vierte" Revolution). de Phasen der Revolution in Bayern 1918/19 2215 Münchner 118729373 Ludwigs III. 118529706 Kurt Eisners Der Begriff "Zweite Revolution" Die Ereignisse, bei denen am 21. Februar 1919 die erste Phase der bayerischen Revolution jäh beendet wurde, bezeichneten bereits die Zeitgenossen als "Zweite Revolution". Schon Wochen vorher war von einer solchen gesprochen worden. Kurt Eisner hatte dies im Ministerrat am 5. Dezember 1918 prophezeit, falls versucht werden sollte, mittels des Landtags gegen die Räte zu regieren. Am 20. Februar 1918 hatte er vor dem versammelten Kongress der bayerischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte erneut eine "Zweite Revolution" angekündigt. Wie er ausführte, sollte sie weder Plünderung noch Straßenkampf mit sich bringen, sondern vielmehr gewaltlos eine sozialistische Demokratie verwirklichen. Als die "Zweite Revolution" durch die Attentate des 21. Februar schließlich ausgelöst wurde, verstand man unter dem Begriff vor allem den Übergang der Regierungsgewalt auf die Räte, welche die Regelung der politischen Verhältnisse kraft revolutionären Rechts für sich in Anspruch nahmen. Radikale linke Kräfte erwarteten sich von der "Zweiten Revolution" nach der Veränderung des politischen Systems im Zuge der Novemberrevolution nun den Übergang zu einer sozialistischen Gesellschaftsform. Bei regional äußerst unterschiedlicher Entwicklung war bis Mitte März 1919 der Versuch der Fortsetzung der Revolution in weiten Teilen Deutschlands [...]
    [...] habe, was auch von radikaler Seite befürwortet wurde. Die Haltung der gesamten bayerischen Räte zur Frage der künftigen Regierungsform Bayerns würde sich nun dort zeigen. Folgen und Bewertung Die "Zweite Revolution" verhinderte in Bayern den gewaltlosen Übergang von der provisorischen Revolutionsregierung in ein parlamentarisch-demokratisches System und beschleunigte letztlich eine weitere Radikalisierung der Münchner Arbeiterschaft. Obwohl sich auf dem folgenden bayerischen Rätekongress eine deutliche Mehrheit gegen die Einführung einer Räterepublik aussprach, nahm in der Landeshauptstadt die Unterstützung für die radikale Linke stetig zu. Während in der ersten Revolutionsphase MSPD, USPD und vereinzelte [...]
  • Revolution, 1918/1919
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    [...] Räteherrschaft anstrebte, und die anfangs noch zaghafte Formierung einer militanten Rechten, die auf die Restaurierung eines autoritären Nationalstaats hinarbeitete. Die Ermordung Eisners am 21. Februar 1919 war Folge der sich seit Anfang Januar allmählich zuspitzenden politischen Konflikte und schuf ein gefährliches Machtvakuum. Der erst nach langem Tauziehen bestellten Regierung unter Johannes Hoffmann (1867-1930) gelang es nicht, sich gegen die zentralen Rätegremien durchzusetzen und die Ausrufung der "Baierischen" Räterepublik zu verhindern. Deren Niederschlagung Ende April / Anfang Mai 1919 beendete die Revolution und führte mittelfristig zur Etablierung der "Ordnungszelle" Bayern. Aufgrund ihrer komplexen Wirkungsgeschichte stellt die Revolution des Jahres 1918/19 eines der zentralen, zugleich aber auch meistumstrittenen Ereignisse der jüngeren bayerischen Geschichte dar. de Begrifflichkeit 2215 München Tatsächlich weist die Revolution in Bayern unübersehbare Unterschiede sowohl zur französischen als auch zur russischen Oktoberrevolution auf, die herkömmlicherweise den Maßstab für erfolgreiche Revolutionen darstellen. Neben dem Ausbleiben physischer Gewaltanwendung ist hier vor allem auf den nicht erfolgten Elitenwechsel hinzuweisen. Diese Eigenheiten hatten nicht nur mit der vollständigen Kapitulation der alten Herrschaftsträger und der Bereitschaft der Beamten zu tun, sich auf den Boden der neuen Tatsachen zu stellen. Die Revolutionsforschung hat vielmehr gezeigt, dass der Erfolg einer Umsturzbewegung in hoch entwickelten Industriegesellschaften voraussetzt, dass die Funktionsfähigkeit von Verwaltung, Wirtschaft und Infrastruktur erhalten bleibt. Die angespannte Versorgungslage, die Demobilisierung des Feldheeres und die Umstellung der Kriegswirtschaft auf eine zivile Produktion legten der Umsturzbewegung in Bayern daher enge Fesseln an. In Hinblick auf die Trägerschichten handelte es sich zwar um eine proletarische Revolution. Im Endergebnis wurden aber vor allem liberal-bürgerliche Forderungen dauerhaft in der Verfassungswirklichkeit verankert. Dies hatte nicht zuletzt damit zu tun, dass die Revolution im stark agrarisch geprägten Bayern weitgehend auf Städte und industrielle Zentren beschränkt blieb, auf dem flachen Land hingegen wenig Rückhalt besaß. Ansätze zur Verwirklichung der Diktatur des Proletariats sind zwar erkennbar, die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie zugunsten einer Räterepublik blieb aber eine zeitlich und örtlich begrenzte, mentalitätsgeschichtlich freilich äußerst prägende Episode. Forschungsstand 107616858 Allan Mitchell 118662090 Karl Bosl Gleichwohl bleiben Desiderata bestehen: Unzureichend untersucht sind erstaunlicherweise die Vorgänge innerhalb des bayerischen Heimatheeres. Wenig bekannt ist auch die Rolle, die die äußerste Linke [...]
  • Protagonisten von Revolution und Räterepublik
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    [...] , 3. Januar 1919) fordert er, nach der politischen Revolution nun zum Aufbau des Sozialismus zu schreiten. Erich Mühsam Erich Mühsam Ebrach Ansbach Niederschönenfeld Max Hölz Paul Frölich Literatur: Peter Czoik, Ernst Mühsam, in: Literaturportal Bayern (26.07.2018). Ernst Toller Ernst Toller Literatur: Elisabeth Tworek, Toller, Ernst: Masse Mensch, 1919/20, publiziert am 11.05.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Peter Czoik, Ernst Toller, in: Literaturportal Bayern (26.07.2018). Eugen Leviné Der gebürtige Russe Eugen Leviné (1883-1919) war im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen. 1905 nahm er an der russischen Revolution teil. Anschließend wurde [...]
    [...] de Protagonisten von Revolution und Räterepublik Intellektuelle und Literaten prägten entscheidend die bayerische Revolution von 1918/19. Dies gilt sowohl für die Anfangsphase mit Kurt Eisner als auch für Zeit der Räterepublik. Wichtige Protagonisten der ersten Phase der Räterepublik, wie Gustav Landauer (1870-1919), Erich Mühsam (1878-1934) und Ernst Toller (1893-1939), haben daher auch literarische, programmatische und darstellende Werke hinterlassen. Doch gab es auch ganz andere biografische Hintergründe: Der SPD-Vorsitzende Erhard Auer (1874-1945) war bereits seit 1908 Berufspolitiker, während der erste Ministerpräsident nach Kurt Eisner, Johannes Hoffmann (1867-1930), ursprünglich Lehrer war. Dagegen war Max Levien (1885-1937), neben Eugen Leviné (1883-1919) wichtigster Repräsentant der kommunistischen Räterepublik, promovierter Naturwissenschaftler. Leviné hatte Nationalökonomie studiert und ebenfalls eine Dissertation verfasst. Erhard Auer Erhard Auer (1874-1945) war als Vorsitzender der bayerischen MSPD und Innenminister im Kabinett von Kurt Eisner 1918/19 einer der wichtigsten Politiker in Bayern. Als überzeugter Befürworter der parlamentarischen Demokratie stand er in starkem Gegensatz zu Ministerpräsident Eisner. Der Hass, den ihm die linksradikalen Anhänger eines Rätesystems entgegenbrachten, mündete am 21. Februar 1919 in ein Attentat auf ihn, das er nur knapp überlebte. Anfang Februar 1919 erschien im Münchner Hochschul-Verlag eine Sammlung politischer Reden Erhard Auers, in denen er seine Positionen für das "neue Bayern" ausbreitete. Den theorielastigen Plänen der Unabhängigen Sozialdemokraten stellt er eine pragmatisch ausgerichtete Realpolitik entgegen, auf deren Grundlage der demokratisch-sozialistische Volksstaat, in dem die Masse der werktätigen Bevölkerung endlich zu ihrem Recht gelangt, aufgebaut werden soll. Zentrale Themen, die Auer in seiner Funktion als Innenminister vertrat, waren unter anderem die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung oder die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, wobei er besonders vor einer Gefahr [...]
  • [...] de Rapp, Georg: Fürstbischof Franz Ludwig und seine Zeit, und die französische Revolution und ihre Folgen Bamberg 1866: (Humann). de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] verbundenen Verluſte fürſtlich bambergiſcher Gebietstheile nicht minder getrübt als durch die in Frankreich ausgebrochene Revolution mit ihren Schreckniſſen Uebrigens beurtheilte er die große franzöſiſche Bewegung milder und richtiger als ſeine [...]
    [...] daß ſie in ſeinem Lande ſich auf längere Zeit niederließen Er anerkannte die Berechtigung der Revolution in Frankreich und verabſcheute nur die Gräuel und Ä Auswüchſe der Schreckens zeit von 1792 [...]
    [...] noch unter Ludwig dem XVI an der Tagesordnung waren verabſcheute er tief und ſah die Revolution als gerechte Strafe des Himmels für ſo viele grauenerregende an dem Volke begangenen Sünden an [...]
    [...] mehr Er ſcheint aber im Geiſte vorausgeſehen zu haben daß bei den beim Beginne der Revolution von Seite Oeſterreichs und Preußens gemachten Mißgriffen Deutſchland eine trübe Zukunft bevorſtehe welche ſich [...]
  • Revolution und Regierung Eisner
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    [...] de Revolution und Regierung Eisner Kurt Eisner (1867-1919) Erhard Auer (1874-1945) Innerhalb der neuen bayerischen Regierung bestanden starke Spannungen. Während Erhard Auer, Justizminister Johannes Timm (1866-1945) und Verkehrsminister Heinrich von Frauendorfer (1855-1921) für baldige Wahlen und einen raschen und geordneten Übergang zu einer demokratisch legitimierten Regierung eintraten, versuchte Kurt Eisner dies trotz anfänglicher Ankündigungen immer weiter hinauszuschieben. Erst am 5. Dezember 1918 gelang es, gegen den Widerstand Eisners den Wahltermin für den 12. Januar 1919 festzulegen. In der Pfalz konnte die Wahl erst am 2. Februar stattfinden. Die Wahl erbrachte ein katastrophales Ergebnis für die USPD, die nur 2,5% der Stimmen erhielt. Sieger war mit 35% der Stimmen die erst kurz nach der Revolution im November gegründete Bayerische Volkspartei, eine Nachfolgerin des katholisch-konservativen Zentrums in Bayern. Nach ihr errang die MSPD mit 33% das zweitbeste Ergebnis. Nach der Landtagswahl planten die Mehrheitssozialdemokraten unter der Führung Erhard Auers eine neue Regierung zu bilden. Die noch amtierende Regierung unter Kurt Eisner konnte in der Zwischenzeit kaum noch agieren. Das Kabinett drängte Eisner zu einem Rücktritt. Er erklärte sich schließlich damit einverstanden und wollte diesen in der konstituierenden Landtagssitzung am 21. Februar 1919 erklären. Im Laufe des Januar 1919 verschlechterte sich auch die Sicherheitslage in München zusehends. Der Revolutionsregierung standen kaum mehr zuverlässige Ordnungskräfte zur Verfügung. Während linksradikale Rätevertreter immer gewaltbereiter ein Rätesystem nach russischem Vorbild forderten, hatten sich die rechten Gegner einer demokratischen Neuordnung bereits wenige Tage nach dem Umsturz neu formiert. Insbesondere Eisner war zur Zielscheibe rechtsnationaler und antisemitischer Angriffe geworden. Auer dagegen erhielt fortwährende Morddrohungen von linksradikaler Seite. In Berlin war es nach bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen an Weihnachten 1918 ab dem 8. Januar 1919 erneut zu schwerwiegenden bewaffneten Kämpfen gekommen. Am 15. Januar wurden die KPD-Führer Karl Liebknecht (1871-1919) und Rosa Luxemburg (1871-1919) ermordet. [...]