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  • Antz, Walter
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    [...] de Antz, Walter - * 19. 06. 1888 Kaiserslautern, † 15. 07. 1955 Ansbach; evang. de * 19. 06. 1888 Kaiserslautern, † 15. 07. 1955 Ansbach; evang. 01. 10. 1907 – 30. 09. 1908 Einjährig-Frewilliger im 22. bayerischen Infanterie-Regiment, Studium der Rechtswissenschaften, 01. 08. 1912 – 30. 06. 1919 Referendar, 03. 08. 1914 – 12. 12. 1918 Kriegsdienst. 1919 Große Staatsprüfung, 01. 07. 1919 Akzessist bei der Regierung der Pfalz, 01. 12. 1919 – 31. 10. 1926 Bezirksamtmann in Zweibrücken, 12. 04. 1923 ausgewiesen, dann Sachbearbeiter für die "Abwehr in der Pfalz" im bayerischen Staatskommissariat für die Pfalz in München, maßgeblich an der Abwehr des Separatismus und an der "Pfalzbefreiung" beteiligt, 11. 05. 1926 Genehmigung der Rheinlandkommission zur Rückkehr in die Pfalz, Wiederaufnahme der Tätigkeit am Bezirksamt Zweibrücken, 01. 11. 1926 Regierungsrat I. Kl. bei der Polizeidirektion München, 01. 12. 1930 Polizeidirektor in Ludwigshafen, 25. 07. 1939 – 23. 03. 1945 Polizeipräsident in Ludwigshafen. 23. 03. 1945 in Gefangenschaft, bis 1947 in England und Frankreich interniert, im Spruchkammerverfahren in Gruppe V ("Entlastete") eingestuft, 01. 07. 1948 Rechtsrat der Stadt Nördlingen, 11. 05. 1949 Regierungsdirektor in Ansbach, 01. 07. 1950 Regierungsvizepräsident, 01. 07. 1953 i. R. Q.: StaatsA Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Abgabe 2000, Registratur 5, Karton 126); StadtA Ludwigshafen (Die Rheinpfalz Nr. 246, 22. 10. 1999); Gembries, Verwaltung, S. 246; Mitt. StadtA Kaiserslautern (Hinweis auf Standesamt Ansbach C Nr. 288/55).Bildnachweis: www.moser.lu / Polizeipräsidium Rheinpfalz. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Chlingensperg auf Berg, Friedrich v.
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    [...] de Chlingensperg auf Berg, Friedrich v. - * 10. 02. 1860 Winnweiler/BA Kaiserslautern, † 12. 04. 1944 Berg bei Landshut; kath. de * 10. 02. 1860 Winnweiler/BA Kaiserslautern, † 12. 04. 1944 Berg bei Landshut; kath. Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg und München, 1884 Staatskonkurs, geprüfter Rechtspraktikant bei dem Bezirksamt Frankenthal, dann Akzessist bei der Regierung der Pfalz (KdI), 30. 06. 1886 Bezirksamtsassessor extra statum bei dem Bezirksamt Griesbach, 22. 08. 1890 in Augsburg, 04. 11. 1894 Regierungsassessor bei der Regierung von Schwaben, 01. 01. 1897 Bezirksamtmann in Landau, 16. 09. 1900 Regierungsrat bei der Regierung der Pfalz (KdI), 01. 04. 1906 Regierung von Oberbayern, 01. 10. 1909 Rat am Verwaltungsgerichtshof, 24. 01. 1915 – Sept. 1916 Kriegsdienst als Reserveoffizier, Hauptmann d. L., 01. 06. 1916 Regierungsdirektor bei der Regierung der Pfalz, Direktor der Kammer des Innern, Stellvertreter des Regierungspräsidenten. 05. 06. 1919 durch den General der VIII. französischen Armee m. W. d. G. des Regierungspräsidenten der Pfalz beauftr., [1920] mit der Amtsbezeichnung "Vizepräsident"(1), 01. 02. 1921 Regierungspräsident extra statum, 23. 01. 1923 durch die Interalliierte Rheinlandkommission aus der Pfalz ausgewiesen, 15. 02. 1923 mit Wahrnehmung der Geschäfte des Regierungspräsidenten von Niederbayern betraut, 01. 02. 1924 Regierungspräsident von Niederbayern, 01. 09. 1929 i. R., dann wohnhaft in Berg bei Landshut. Nov. 1902 Vorsitzender des Vorstands der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der Pfalz. Q.: Scharf, S. 519 (Nr. 174); Schineller S. 65; Liebler, S. 107–110. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Französische Besetzung der Pfalz, 1918/19-1930
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    [...] Professoren Vorträge halten zu Themen wie "Französische Ideale". Diesen Bestrebungen suchte Regierungspräsident von Winterstein mit Hilfe einer "Zentralstelle für Pfälzische Angelegenheiten" (Pfalzzentrale) zu begegnen, die er unmittelbar nach seiner Ausweisung in Mannheim eingerichtet hatte. Hoffnungen auf eine wesentliche Milderung des Besatzungsregimes erfüllten sich nicht, auch wenn die Abschnürung vom rechtsrheinischen Deutschland und die Verkehrsbestimmungen gelockert wurden. Anstelle der Luxemburger Kontrollbehörde setzte die Interalliierte Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz ab 10. Januar 1920 die strenge Kontrolle der besetzten Gebiete fort. Ruhrkrise Nach der Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen im Januar 1923 galten in allen von Frankreich und Belgien besetzten Gebieten Sanktionen der Rheinlandkommission. In der Pfalz richtete sich die "Pfänderpolitik" vor allem auf die Einnahmen aus den Staats- und Gemeindeforsten. Den passiven Widerstand gegen die Sanktionsordonnanzen und die Verpflichtung zum Dienst auf der französisch-belgischen Regiebahn beantwortete die Besatzungsmacht mit der Ausweisung und der Verurteilung von mehreren Tausend Einwohnern der Pfalz. Die Franc-Währung im Saargebiet, Zölle in hochwertigen Devisen auf Waren aus dem rechtsrheinischen Deutschland und die Sperrung der Rheinübergänge beschleunigten die Inflation der Mark und brachten [...]
  • Knoch, Sigmund
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    [...] de Knoch, Sigmund - de Dr. iur. *30. 06. 1881 Gunzenhausen, † 20. 01. 1945 Lenggries; prot. 1900 - 1904 Studium der Rechtswissenschaften in München, Lausanne und Würzburg, dort Examen am 21. 07. 1904, 01. 09. 1904 – 03. 09. 1907 juristisches Praktikum bei dem Amtsgericht Miesbach (01. 09. 1904 - 01. 06. 1905), Landgericht Traunstein (01. 06. - 01. 09. 1905 und 01. 01. - 01. 03. 1906), Landgericht Berlin II (01. 09. 1905 - 01. 01. 1906), Bezirksamt Miesbach (01. 03. 1906 - 01. 03. 1907), Rechtsanwalt Dr. Neithardt in München (01. 03. - 01. 09. 1907): 1907 Staatskonkurs (Oberbayern, 67. unter 322 Kandidaten), 12. 02. 1908 – 04. 01. 1909 Bezirksamt Miesbach (01. 11. – 15. 12. 1908 außerordentlicher Geschäftsurlaub zum Besuch des Kölner Herbstkurses für rechts- und staatswissenschaftliche Fortbildung bzw. für die hieran angeschlossene Instruktionsreise nach Lothringen und ins Saarrevier, 05. 01. 1909 Praktikant bei der Regierung von Oberbayern (Kammer des Innern), 01. 03. 1909 Akzess bei der Regierung von Oberbayern (Kammer des Innern), 08. 04. 1909 behufs Übernahme der Stelle eines rechtskundigen Hilfsarbeiters beim Bayerischen Landwirtschaftsrat auf 2 Jahre (ab 16. 04. 1909) beurlaubt, 1909/10 erfolglose Gesuche um Übernahme in den Kolonialdienst, ab 01. 01. 1912 wieder in der Regierungspraxis, 01. 10. 1912 Bezirksamtsassessor beim Bezirksamt Laufen. August ­– Dezember 1914 zur Aushilfe bei dem Bezirksamt Berchtesgaden, ab 29. 12. 1914 bei der deutschen Zivilverwaltung in Belgien, zuerst ca. ein Jahr als Zivilkommissär in Neufchâteau (Provinz Luxemburg), dann als Hilfsarbeiter bei der Zentralverwaltung in Brüssel (landwirtschaftliche Abteilung), 01. 10. 1917 Titel und Rang eines Bezirksamtmanns für die Dauer der Verwendung bei der Zivilverwaltung in Belgien. 01. 12. 1918 bei der Regierung der Pfalz zur besonderen Verwendung (politischer Referent bei der Kreisregierung, diente als Kontaktmann des bayerischen Außenministeriums zu den Besatzungstruppen wegen seiner hervorragenden Französisch-Kenntnisse), März 1919 Gesuch (abgelehnt) um eine Übernahme ins Auswärtige Amt, 01. 09. 1919 zugleich bayerischer Vertreter bei dem Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete (bis zur Suspendierung des Reichskommissariats durch die Rheinlandkommission im April 1923), 1920 Ablehnung der ihm angeboten Stellen als Vortragender Rat (Ministerialrat) im Auswärtigen Amt bzw. als Referent im Reichsministerium des Innern (weil er sich nicht von der Pfalz trennen wollte), 01. 03. 1921 Regierungsrat I. Kl. mit Titel und Rang eines Gesandtschaftsrates für die Dauer seiner Verwendung als politischer Referent bei der Regierung der Pfalz (Rangerhöhung offenbar von Winterstein erwirkt). 1923 aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen (und mit Dienstsitz in Heidelberg für die Pfalz [...]
  • Pfälzischer Separatismus
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    [...] der deutschen Zahlungsfähigkeit (Dawes-Kommission) wurden die Weichen für ein Reparationsabkommen gestellt, das die territoriale Unversehrtheit des Reichs zur Voraussetzung haben sollte. In der Pfalz führte Poincaré nurmehr ein Rückzugsgefecht, bei dem es darauf ankam, eine hinfällig gewordene Position mit möglichst geringem Gesichtsverlust zu räumen. Die etablierten Parteien in der Pfalz gingen nun in die Offensive gegen die Autonomisten und organisierten Kundgebungen, Abordnungen zur Rheinlandkommission und den Widerruf der Loyalitätserklärungen von den Landgemeinden. Gewaltaktionen gegen die Separatisten Angesichts dieser Wende muten die Gewaltaktionen gegen die pfälzischen Separatisten im Januar [...]
  • Regiefranken, 1923/24
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    [...] de Die von Frankreich und Belgien während des Ruhrkampfs 1923 eingesetzte Regieverwaltung über das Eisenbahnwesen in ihren Besatzungszonen, die Régie des Chemins de fer des Territoires occupés, gab seit 25. September 1923 eigene Zahlungsscheine aus, die bis 15. Dezember 1924 gültig blieben. Mit dem Aufdruck "Gültig zur Zahlung aller an die Eisenbahn geschuldeten Beträge", einer Wertangabe in französischen Francs und einer entsprechenden grafischen Gestaltung glichen sie Banknoten. Deshalb wurden sie gemeinhin als Regiefranken bezeichnet. de Hintergrund: Ruhrbesetzung Mit der Errichtung der Eisenbahnregie reagierten Frankreich und Belgien auf die Ausrufung des passiven Widerstands gegen ihren Einmarsch in das Ruhrgebiet im Januar 1923 und gegen ihre Sanktionspolitik in ihren Besatzungszonen. Die Ziele ihrer Ruhrpolitik sahen sie vor allem gefährdet durch die Weisung des Reichsverkehrsministers an die Beamten und Arbeiter der Reichsbahn, keine Kohlen für Frankreich und Belgien zu befördern und auch nicht bei ihrem Transport mitzuwirken. Die französische Geldpolitik im Rheinland Die Ausgabe eigener Zahlungsscheine für den Zahlungsverkehr im Bereich der Regiebahn diente der französisch-belgischen Regieverwaltung zunächst dazu, die Notgesetzgebung des Deutschen Reichs mit ihrem Verbot jeglicher Zahlungen an nichtdeutsche Stellen zu unterlaufen. Zugleich waren die so genannten Regiefranken als eine Art Notgeld gedacht ähnlich dem Kreisnotgeld der KreisgemeindePfalz als höherem Gemeindeverband, dem so genannten Anilin-Dollar der Badischen Anilin- und Sodafabrik Ludwigshafen oder anderen umlaufenden Notwährungen. Wie die deutschen Behörden und Unternehmen mit ihrem Notgeld suchte die Regieverwaltung mit den Regiefranken der im Ruhrkampf noch beschleunigten inflationären Entwertung der Mark zu begegnen. Hinzu kam die Erwartung Frankreichs, mit den Regiefranken die Grundlage zu schaffen für die Entwicklung einer eigenen Währung künftiger Separatstaaten auf dem linken Rheinufer. Wohl von französischer Seite angestoßene Überlegungen sahen die Gründung einer "Rheinischen Staatsbank A.G." vor. Nach dem Vorbild der Banque de France sollte sie als private Bank staatlicher Aufsicht unterliegen. Ihre Aufgabe sollte es sein, den Regierungen Vorschüsse auszuzahlen und im Gegenzug deren Einnahmen entgegenzunehmen und zu verwalten. An ihrer Spitze sollten drei Gouverneure stehen, von denen zwei von der künftigen rheinischen Regierung zu ernennen waren. Der dritte Gouverneur sollte - auch zur Sicherung der Reparationsansprüche - von der Rheinlandkommission bestellt werden. Den Gouverneuren sollten zwei Rheinländer und ein Franzose als Direktoren unterstellt werden. Dabei sollten die beiden Rheinländer durch den Aufsichtsrat gewählt, der Franzose von den beteiligten ausländischen Banken ernannt [...]
  • Rheinlandkommission
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    [...] de Oberste Behörde des besetzten Rheinlandes, bestehend aus Vertretern der vier Besatzungsmächte Frankreich, Belgien, USA und Großbritannien. Die Kommission wurde 1920 mit Sitz in Koblenz eingerichtet und kontrollierte das öffentliche Leben in den linksrheinischen besetzten Gebieten. de Entstehung, Zusammensetzung und Aufgaben 124988490 Paul Tirard Als nunmehr oberste Besatzungsbehörde konnte die Kommission Verordnungen - so genannte Ordonnanzen - erlassen. Sie sollten die Sicherheit und den Unterhalt der Besatzungstruppen garantieren und besaßen Gesetzeskraft. Außerdem konnte die Rheinlandkommission den deutschen Behörden der besetzten Gebiete Anweisungen erteilen. Tirard hatte schon während des Waffenstillstands die alliierte Behörde geleitet, die von Luxemburg aus die deutschen Verwaltungen kontrollierte. Entsprechend den Vorgaben der französischen Regierung und ihrer extensiven Auslegung der Bestimmungen des Rheinlandabkommens führte er das strenge Besatzungsregime dieser Zeit fort und suchte die Ziele der französischen Rheinlandpolitik zu verwirklichen. Die bei den Regierungspräsidenten und bei den Bezirksämtern bzw. Landkreisen zur Kontrolle der Verwaltung eingesetzten Besatzungsoffiziere blieben als so genannte Delegierte auf ihren Posten. Deutsche Gesetze und Verordnungen mussten nach wie vor zur Genehmigung vorgelegt werden. Verstöße gegen die Anordnungen der Rheinlandkommission konnten streng bestraft, missliebige Personen ausgewiesen werden. Das Reichskommissariat für die besetzten rheinischen Gebiete 129567558 Karl von Starck 133455475 Hermann Fürst von Hatzfeldt-Wildenburg 116258357 Sigmund Knoch Aktivitäten Während der Ruhrbesetzung 1923 verfügte die Rheinlandkommission Spezial- oder Sanktionsordonnanzen, um die "Pfänderpolitik" durchzusetzen und den Widerstand der deutschen Seite zu brechen. Sie wurden auf Weisung aus Paris mit den Stimmen Tirards und seines belgischen Kollegen verabschiedet. Der Vertreter Großbritanniens enthielt sich der Stimme. Die USA nahmen, wie an der gesamten Besetzung des rechtsrheinischen Ruhrgebiets, aus Protest nicht mehr teil. 133436438 Adalbert Francois Alexandre de Metz Auflösung 1930 101430396 Ernst Freiherr Langwerth von Simmern Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Ruhrbesetzung, 1923
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    [...] de Am 11. Januar 1923 besetzten fünf französische und eine belgische Division das Ruhrgebiet mit der Begründung, die Lieferung ausstehender und zukünftiger Reparationen sichern zu wollen. Die französische Sanktionspolitik und die Gegenwehr der Deutschen im "passiven Widerstand" betrafen das gesamte besetzte Gebiet links des Rheins, also auch die Pfalz. Die vom Rest des Reichs abgeschnittene Pfälzer Wirtschaft brach rasch zusammen, Arbeitslosigkeit und Inflation stiegen rapide an. Auch der aktive, gewaltsame Widerstand nahm kontinuierlich zu, in der Pfalz gab es im Mai/Juni 1923 eine Reihe von Anschlägen auf Bahnlinien. Das Reich gab den passiven Widerstand am 26. September 1923 auf. de Sanktionsmaßnahmen 124988490 Paul Tirard Die Maßnahmen der Rheinlandkommission richteten sich gegen das gesamte französisch und belgisch besetzte Gebiet. Am 18. Januar 1923 verfügte sie zunächst die Beschlagnahme der Einnahmen aus der Kohlensteuer, der Ein- und Ausfuhrzölle und der Einnahmen aus den Staats- und Gemeindeforsten. Beamte, Angestellte und Arbeiter der deutschen Behörden und Dienststellen wurden der Befehlsgewalt der Rheinlandkommission unterstellt. Verstöße gegen ihre Anordnungen wurden mit Gefängnis bis zu fünf Jahren und Geldstrafe bis zu 20.000 Goldmark bedroht. Noch am selben Tag verkündeten die Reichsregierung und die betroffenen Länderregierungen den passiven Widerstand. Der passive Widerstand in der Pfalz 133310272 Friedrich von Chlingensperg 2215 München 133600726 Jakob Mathéus Außer bayerischen Beamten traf die Ausweisung vor allem Beamte und Arbeiter der Reichsbahn. Sie waren verpflichtet, der französisch-belgischen Regieverwaltung der Bahn den Dienst zu verweigern. Wie die leitenden Beamten der Kreisregierung mussten auch die anderen Ausgewiesenen die Pfalz in der Regel innerhalb von 24 Stunden verlassen. Ihre Familienangehörigen mussten ihnen binnen vier weiterer Tage gefolgt sein. Bis zum Abbruch des passiven Widerstands stieg die Zahl der ausgewiesenen Personen auf etwa 21.000. Dies waren 2,5 % der pfälzischen Bevölkerung. Ihre Aufnahme und Betreuung im rechtsrheinischen Deutschland und ihre Vermittlung auf neue Arbeitsplätze und in neue Wohnungen stellte Bayern und das Reich vor erhebliche administrative und finanzielle Probleme, die sich unter dem Einfluss der Inflation der Mark zusätzlich verschärften. Neben den Ausweisungen kam es zu zahlreichen Verurteilungen durch französische Militärgerichte. Eine geordnete Verwaltung der Pfalz war unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Unter der Leitung von Mathéus wurde deshalb in Heidelberg eine Geschäftsstelle der Kreisregierung eingerichtet. Sie war im selben Haus untergebracht wie die Haupthilfsstelle für die Pfalz (Pfalzzentrale) und bediente sich mit deren Hilfe konspirativer Mittel (Bespitzelung, Flugblätter [...]
  • Schmitz-Voigt, Paul
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    [...] de Schmitz-Voigt, Paul - * 14. 11. 1886 Düsseldorf, † 07. 07. 1966 München. de Schmitz-Voigt (bis 24. 07. 1913(1)Schmitz), Paul * 14. 11. 1886 Düsseldorf, † 07. 07. 1966 München. Realschule mit Primareife, 15. 04. 1903 Eintritt in die Stadtverwaltung Düsseldorf als Zivil-Supernumerar, 04. 05. 1906 Vereidigung, 01. 10. 1908 – 30. 09. 1909 Einjährig-Freiwilliger im Niederrheinischen Füsilier-Regiment 39 (Düsseldorf), 30. 09. 1909 Unteroffizier d. R., 01. 01. 1910 planmäßige Anstellung als Beamter der Stadt Düsseldorf, 01. 01. 1910 Verwaltungsassistent, 1910 Vizefeldwebel d. R., 01. 10. 1911 zur Polizeiverwaltung Düsseldorf versetzt, 10. 12. 1911 Übertritt zur Kriminal-Abteilung als Kriminalkommissar-Anwärter, 17. 04. 1912 – 18. 08. 1912 stellvertretender Führer eines Polizeireviers in Düsseldorf, 19. 08. 1912 zur Kriminal-Inspektion Düsseldorf zurück, 01. 01. 1913 Anstellung als Polizei- und Kriminalkommissar. Sept. 1914 mit dem Landsturm-Infanterie-Bataillon des VII. Armeekorps ins Feld (Belgien) gerückt, 22. 12. 1914 zur 1. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 56 versetzt, 24. 12. 1914 Leutnant d. R., Jan. 1915 – Nov. 1918 als Leiter und Organisator der politischen Polizei und Spionageabwehr zum Stabe des Generalgouvernements Belgien kommandiert, zuletzt Oberleutnant d. R. Anfang 1919 Kriminalkommissar und Adjutant des Polizeichefs von Düsseldorf, Febr. 1919 – Anfang 1920 Verbindungsoffizier bei dem Korps Bergmann und Freikorps Lichtschlag, 01. 10. 1919 Exekutiv-Polizeiinspektor, 01. 10. 1919 – März 1920 Leiter der gesamten Kriminalpolizei in Düsseldorf, März 1920 Leiter der gesamten Gewerbe-, Wohlfahrts-, Veterinär- und Nahrungsmittelpolizei und des Wucheramtes in Düsseldorf, "1920 während der Spartakisten-Herrschaft zeitweise das Polizeidezernat insgesamt verwaltet", 01. 02. – 01. 07. 1921 Sonderauftrag des Reichswehrministeriums ("Spionageabwehr gegen Frankreich und seine Verbündeten in Holland erfolgreich durchgeführt"). 08. 03. 1921 durch die Rheinland-Kommission aus Düsseldorf und dem besetzten Rheinland ausgewiesen, 01. 04. 1921 Exekutiv-Polizeioberinspektor, 1921 – 1922 Hörer kommunalwissenschaftlicher und volkswirtschaftliche Vorlesungen an der Universität Berlin, 27. 02. – 15. 08. 1922 Referent bei dem staatlichen Fürsorgeamt für verdrängte Beamte aus den Grenzgebieten (Berlin), 16. 08. 1922 – 28. 09. 1923 Referent bei dem Reichskommissar für Überwachung der öffentlichen Ordnung im Reichsministerium des Innern (Berlin), 28. 09. 1923 – 01. 01. 1924 Leiter der Exekutive des Reichskommissars für Devisenerfassung (Berlin), Okt. 1924 – 1925 (Winter- und Sommersemester) Studium (Staats- und Verwaltungsrecht, Rechts- und Finanzwissenschaften, moderne Kriminalpolizei, Staats- und Verwaltungswissenschaften) an der Verwaltungsakademie Berlin, 15. 12. 1924 – 29 [...]
  • Schwitzgebel, Friedrich (Fritz)
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    [...] de Schwitzgebel, Friedrich (Fritz) - * 19. 09. 1888 Waldmohr/BA Homburg, † 19. 06. 1957 Zweibrücken; evang. de * 19. 09. 1888 Waldmohr/BA Homburg, † 19. 06. 1957 Zweibrücken; evang. Volksschule in Mittelbach/BA Zweibrücken, Humanistisches Gymnasium in Zweibrücken, 1908 Abitur, Studium der neueren Sprachen in München, ab 1910 in Nancy und Straßburg, Sommer 1912 – Frühj. 1914 Hauslehrer in Folkestone (England), 03. 08. 1914 – Nov. 1918 Kriegsdienst als Freiwilliger im 22. und 17. Bayerischen Infanterie-Regiment, zuletzt Leutnant d. R., 24. 11. 1918 aus dem Heeresdienst entlassen, Nov. 1918 – Mai 1919 Gemeindeschreiber in Mittelbach, ab Mai 1919 Studium der Anglistik, Romanistik und Geographie in Bonn, 1921 – 1923 zugleich Auslandskorrespondent in verschiedenen Betrieben, 14. 07. 1923 Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen (Englisch und Französisch). 01. 09. 1923 Scheitern einer Anstellung an der Oberrealschule Zweibrücken wegen Einspruchs der Interalliierten Rheinlandkommission, dann Arbeiter in Homburg (aus dem Saargebiet abgeschoben) und Gleuel (Landkreis Köln), 30. 05. 1924 Ergänzungsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen (Erdkunde) in Bonn, Sept. 24. 10. 1924 bei dem Stadtbauamt Zweibrücken, 01. 11. 1924 Unterrichtsaushilfe an der Oberrealschule Zweibrücken, ab 08. 12. 1924 pädagogisch-didaktisches Seminare ebd., 20. 06. 1925 zweite Lehrsamtsprüfung, ab 04. 09. 1925 Unterrichtsaushilfe, 01. 07. 1928 – 28. 02. 1935 Studienassessor (01. 09. 1934 Studienrat) in Zweibrücken (seit 11. 04. 1932 beurlaubt, ohne Bezüge ab 01. 07. 1934). 01. 03. 1935 – 30. 09. 1937 (20. 04. 1935 Oberregierungsrat) in der Schulabteilung des Reichskommissariats für die Rückgliederung des Saarlandes (Saarbrücken), 01. 10. 1937 – 19. 03. 1945 Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken, April 1938 Stellvertretender Gauwahlleiter in Oberösterreich, 1938 – 1939 Kommunalbeauftragter des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich Josef Bürckel in Wien, Sept. 1939 – 21. 04. 1940 Stadthauptmann in Radom (Polen), 1940 – 1944 zugleich Leiter (Bürgermeister) der Stadtverwaltung Forbach und des Verwaltungsbezirks Forbach, 17. 09. 1941 – 01. 07. 1944 kommissarischer ("für die Dauer des Krieges") Kreisleiter der Kreises Saarbrücken-Stadt und -Land der NSDAP. 13. 07. 1945 verhaftet und interniert, 22. 10. 1948 von einer Spruchkammer in die Gruppe I ("Hauptschuldige") eingestuft und zu 4 Jahren Haft verurteilt, 14. 04. 1949 vorzeitig aus dem Internierungslager Theley (Saar) entlassen mit der Auflage, das Saarland zu verlassen. 1926 NSDAP und SA, 1929 Führer der SA in der Pfalz, 1929 SA-Standartenführer, 01. 12. 1928 – 01. 08. 1934 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Rheinpfalz der NSDAP, 01. 05. 1931 SA-Oberführer, (01. 05. 1931?) – 14. 09. 1933 Führer der SA-Untergruppe [...]