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  • Schedel, Hartmann: 13. 2. 1440 Nürnberg — 28. 11. 1514 Nürnberg; Arzt und Chronist
  • Autorenporträt zu Hartmann Schedel
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    [...] de Beschreibung Der Sohn eines wohlhabenden Nürnberger Kaufmanns verliert früh seine Eltern und wird von seinem älteren Vetter Hermann Schedel aufgezogen. Hartmann studiert 1456-1460 an der Universität Leipzig, wo er sich in der Folgezeit dem kanonischen Recht zuwendet, geht dann nach Italien, wo er neben Sprachen vor allem Medizin studiert, und wird 1466 zum Dr. med. promoviert. Danach wirkt er als Arzt in Nürnberg, 1470 in Nördlingen, 1475 in Amberg, seit 1484 wieder als Stadtarzt in Nürnberg. 118519891 Conrad Celtis Als begeisterter Sammler von Inkunabeln und Handschriften baut er eine aus 670 Drucken und 400 Handschriften bestehende Bibliothek auf, die heute in der Bayerischen Staatsbibliothek verankert ist. Zu seinen Sammlungen gehören auch Globen und astronomische Geräte, was auf Conrad Celtis' Programm der humanistischen Disziplinen zurückgehen mag. Schedel legt derart hohen Wert auf eine bibliophile Gestalt seiner Bücher, dass daraus eine einzigartige grafische Sammlung entsteht, die zu den ältesten des Abendlandes gehört. Ein kleinerer Teil ist seit dem 19. Jahrhundert in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München aufbewahrt. Die Bibliothek wird zur Grundlage seines wohl bedeutendsten Werkes, der Schedelschen Weltchronik. Als größtes Buchunternehmen der Dürer-Zeit erscheint sie 1493 mit 326 Seiten in lateinischer Sprache in Nürnberg und wird noch im selben Jahr in Nürnberger Mundart von Georg Alt ins Deutsche übersetzt. Schedels Chronik ist eine Text-Bild-Einheit, deren kleinere Holzschnitte, meist Personenbilder, wenig mehr als einen dekorativen Zweck erfüllen, während die größeren (Kosmosbild, Bundeslade, Städtebilder etc.) vor allem als inhaltliche Ergänzung zum Text zu verstehen sind. Der mittelalterlichen Weltchronistik folgend, gliedert sie sich in sechs Weltzeitalter, von der Schöpfungsgeschichte angefangen bis zum Jahr 1493. Die Chronik macht erhebliche Anleihen beim Supplementum chronicarum des Jacobus da Bergamo, bezieht viel Kulturgeschichtliches mit ein (Himmelserscheinungen, Hungersnöte, Kuriosa) und fasst eindrucksvoll das von der Bibel geprägte mittelalterliche Geschichtswissen zusammen. Die eigentümliche Verbindung von Geschichte und Geografie führt auch zur topografischen Entdeckung von Schedels eigener Heimat (doppelseitige Stadtansicht von Nürnberg). Schedels sonstige historische Schriften, kompilatorische Arbeiten zur bayerischen bzw. thüringischen Geschichte, sind dagegen ohne besonderen Wert. Der Autor stirbt am 28. November 1514 als angesehener und wohlhabender Bürger der Stadt Nürnberg. [...]
  • Geschichtsschreibung (Spätmittelalter)
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    [...] de In der spätmittelalterlichen Geschichtsschreibung gab es zwei Gattungen: Die Fortsetzungschronistik - ein Erbe des Früh- und Hochmittelalters - und spätmittelalterliche Neuschöpfungen. Wichtigste Träger waren nicht mehr die Klöster allein, sondern nun auch geistliche und weltliche Fürsten und ihre Höfe. Kennzeichnend für die wittelsbachische Hofchronistik ist die Chronik des Andreas von Regensburg, die zum Muster für bayerische Landeschroniken im 15. Jahrhundert wurde. Bedeutende Werke entstanden auch in Reichsstädten wie Nürnberg oder Augsburg. Am Ausgang des Spätmittelalters blühte allerdings auch wieder die Klostergeschichtsschreibung auf (früher Klosterhumanismus). de Historisch-politische Hintergründe 41576 Augsburg 36607 Nürnberger Gattungen In der spätmittelalterlichen Geschichtsschreibung existierten zwei Gattungen: Zum einen die Fortsetzungschronistik als früh- und hochmittelalterliches Erbe, zum anderen die spätmittelalterlichen Neuschöpfungen, deren Aufblühen durch die erste Zeit der großen Epidemien von der Mitte des 14. bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts unterbrochen oder verzögert wurde. Der wichtigste Träger der Chronistik des frühen und hohen Mittelalters waren die Klöster. Bei der spätmittelalterlichen Verlagerung der Chronistik auf geistliche und weltliche Fürsten wurden die Vogteiverhältnisse wichtig. Insbesondere weltliche Fürsten profitierten von der Chronistik jener Klöster, deren Vögte sie waren. Klösterliche Fortsetzungschronistik 10986 Scheyern 4986 Ebersberg 8420 Tegernsee 4114 Benediktbeuern 5429 Eichstätt 32732 Bamberg 27282 Regensburg 100965148 Wolfger Neuschöpfungen des Spätmittelalters 118933256 Ulman Stromer Reichsstädte Augsburg, Nürnberg, Regensburg 100308309 Sigismund Meisterlin 118642960 Johannes Trithemius 39544 Würzburger 118754211 Hartmann Schedel 11898652X Heinrich Deichsler Wittelsbachische Herzogshöfe 7328 Fürstenfeld 118574957 Ludwigs des Bayern 11951737X Andreas von Regensburg 15699 Landshuter 118687603 Ebran von Wildenberg 118694081 Ulrich Fuetrer 118645943 Veit Arnpeck Aufschwung der Geschichtsschreibung nach 1400 20566 Vornbach 115559752 Angelus Rumpler 102500665 Hermann Korner 15845 Straubing 15754 Passau 115559752 Angelus Rumpler 100373682 Wolfgang Mayer Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Walter de Salice
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    [...] de Beschreibung 118754211 Hartmann Schedel In der Reichsstadt Nürnberg besitzt im 15. Jahrhundert eine Familie „von der Weyden“ ein Haus in der Zistelgasse, der heutigen Albrecht-Dürer-Straße. 1449 wird ein Totengeläut für einen „Heims (= Hans) von der Weydnn (= Weiden)“, „gesell im pfarrhof“ bezeugt. „Gesell“ bedeutet in diesem Zusammenhang Hilfsgeistlicher. Gemeint ist hier der Pfarrhof von St. Sebald, der ältesten Hauptkirche von Nürnberg, an welcher der Komponist Conrad Paumann (ca. 1415-1473) um die Jahre 1446 bis 1450 Organist war. Paumanns Fundamentum organisandi wird sozusagen als zweiter Teil mit dem Lochamer-Liederbuch zusammengebunden. Wichtig ist, dass die „von der Weiden“ nicht zum Nürnberger Patriziat, d.h. den ratsfähigen Geschlechtern gehören. Der Namensforscher Studiendirektor Dr. Konrad Arneth (1891-1983) vom Historischen Verein Bamberg spricht sich bei dem Namen „de Salice“ als Herkunftsnamen für „Weiden/Oberpfalz“ aus – analog zum zeitgenössischen Musikdichter Frater Judocus von Windsheim oder Georg de Putenheim. 119835681 Georg Spies-Beham [...]
  • Schedelsche Weltchronik
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    [...] de 1493 in Nürnberg erschienene, universalhistorische Darstellung der Weltgeschichte, die der Nürnberger Stadtarzt und Humanist Hartmann Schedel (1440-1514) zusammengestellt hatte. Die Chronik erschien in einer lateinischen und einer deutschen Ausgabe, die beide reich illustriert waren. Die Illustrationen, die bis heute zur Beliebtheit der Chronik beitragen, bieten vielfach die ältesten authentischen Abbildungen von Städten. de Beteiligte 118754211 Hartmann Schedel 119113643 Sebald Schreyer 139518797 Sebastian Kammermeister 118771175 Michael Wolgemut 11874111X Wilhelm Pleydenwurff 41576 Augsburg 130453676 Georg Alt 118563890 Anton Koberger 36607 Nürnberger Aufbau Die Weltchronik ist eine universalhistorische Darstellung der Weltgeschichte. Sie bietet von Anbeginn der Welt bis zum Jahr 1492/1493 in chronologischer Abfolge außer historischen Ereignissen und Personen auch Wundererscheinungen, Sensationsberichte und geographische Informationen, insbesondere zu Städten und Gegenden. 118555995 Isidor von Sevilla 11909729X Jacobus Foresta 118594702 Eneas Silvio Piccolomini 118585568 Hieronymus Münzer Daten Die Schedelsche Weltchronik war ein Buch der Superlative: Es gab sie in zwei Ausgaben (latein und deutsch)Sie war außerordentlich großformatig (Großfolio, eine Seite ist mit etwa 325 mm x 480 mm größer als DIN A3)Sie hatte einen bemerkenswerten Umfang. Die lateinische Ausgabe zählt 326 Blätter, die deutsche 297.Sie war die am reichhaltigsten illustrierte Inkunabel, deren Holzschnitte je nach Ausgabe auch nachträglich koloriert wurden (lat.: 1804 Abbildungen, dt.: 1803 Abbildungen, für diese Abbildungen standen aber nur 643 verschiedene Holzstöcke zur Verfügung, man musste sie also mehrfach verwenden. In der lat. Ausgabe nutzte man alle 643 der Holzstöcke, in einigen Exemplaren aber nur 642 bzw. 641 der Stöcke, in der dt. Ausgabe reichten 639 der Holzstöcke aus. Insgesamt wurden für das Projekt 652 verschiedene Holzstöcke angefertigt. Der am häufigsten wiederverwendete Stock wurde in der lat. und dt. Ausgabe an 17 verschiedenen Stellen eingesetzt; Reske 2000). Inhalt Inhaltlich liefert [...]
    [...] zur zeitgenössischen Kultur, zu Wirtschaft und Handel versehen. Bayerische Stadtansichten 32732 Bamberg 5429 Eichstätt 2215 München 15754 Passau 27282 Regensburg 39544 Würzburg Quellenlage 118519891 Conrad Celtis Anteile Nur aus dem Kontext lässt sich erschließen, dass Schedel der von Schreyer beauftragte Kompilator war. So findet sich sein Name auf den zeitgenössischen Titelblättern der beiden handschriftlichen Vorlagen, nicht aber in den beiden Schlussschriften der gedruckten Ausgaben. Dort wurden der weitere Geldgeber, Schreyers Schwager Kammermeister, und die beiden Maler Wolgemut und Pleydenwurff genannt, welche die Holzstöcke mit Bildprogramm zu liefern hatten. Diese Leistung stellte ihre finanzielle [...]
  • Literatur in Franken (Spätmittelalter)
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    [...] Fridolin 118563890 Anton Koberger 118933256 Ulman Stromer 100954154 Niklas Muffel 13390220X Lazarus Holzschuher d. Ä. 104348038 Anton II. Tucher 100308309 Sigismund Meisterlin 11898652X Heinrich Deichsler 103126600 Johannes Platterberger 104357770 Dietrich Truchseß 118754211 Hartmann Schedel 130453676 Georg Alt Zur Sachliteratur zu zählen sind mathematische Texte, Texte zum Bauwesen, Fecht- und Büchsenmeisterbücher, medizinische Schriften und anderes. Zur Dichtung gehören mehrere in Nürnberg entstandene Sammelhandschriften, die gleichsam das Ende der Überlieferungsgeschichte älterer literarischer Gattungen markieren, etwa die "Weimarer Lieder (Papier-)Handschrift F" (um 1460/70), die späteste Überlieferung von Minneliedern, oder das "Dresdener Heldenbuch" (1472), eine der spätesten Sammelhandschriften mit älteren Heldendichtungen. Zwei mit musikalischer Notation aufgezeichnete Nürnberger Liederbücher stellen wichtige Sammlungen zeitgenössischen weltlichen Liedgutes dar, das "Lochamer-Liederbuch" (1451/55) und das "Liederbuch des Hartmann Schedel" (1461-1467). 118791176 Hans Rosenplüt 118534211 Hans Folz 102839662 Fritz Kettner 100954200 Konrad Nachtigall 132022958 Fritz Zorn 118892657 Lienhard Nunnenbeck 10315678X Hans Schneider 101244819 Johann von Nürnberg 121978443 Kunz Has 118709666 Gregor Heimburg 118641913 Johannes Regiomontanus 118519891 Konrad Celtis 116650273 Johannes Cuno 118594605 [...]
  • Autorenporträt zu Hans Folz
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    [...] de Beschreibung Hans Folz ist wohl zwischen 1435 und 1440 in Worms geboren, wo er das Barbierhandwerk erlernt. Nach Wanderjahren als Geselle, die ihn bis nach Spanien führen, siedelt er sich in Nürnberg an. Dort erwirbt er am 1. November 1459 das Bürgerrecht, 1486 ist er urkundlich als Meister bezeugt. Das Erbrecht an einem Haus erwirbt er 1493. Zum Geschworenen Meister des Barbierhandwerks und der Wundarznei wird er 1498 gewählt. Nach dem Tode seiner Frau 1499 stellt er einen Antrag auf einen Altersheimplatz im Augustinerstift, der ihm jedoch verwehrt wird. Er bekommt schließlich zehn Jahre später einen Platz im Klosterhof der Heilsbronner Zisterzienser und stirbt im Januar 1513. 118791176 Hans Rosenplüt 118604597 Hans Sachs 118754211 Hartmann Schedel Von den Liedern ist ein Großteil in Handschriften überliefert; die Lieder in der Weimarer Handschrift (Cod. Quart 566) und teilweise in der Münchner Handschrift (Cgm 6353) sind von Folz selbst aufgezeichnet. Eine Gruppe sticht besonders hervor: die sog. „Reformlieder“ (Nr. 89-94). In ihnen wehrt sich der Dichter gegen Tendenzen, die von rheinischen Meistersingern auszugehen scheinen, Lieder nur in „Tönen“ alter Meister zuzulassen, weshalb Folz die Erfindung neuer Melodien fordert. Darüber hinaus bilden geistliche und moralisch-didaktische Lieder den thematischen Schwerpunkt. Auch Schwankstoffe, wie die schnell getröstete Witwe (Nr. 20), Liebe, Ehe (Nr. 69, 50) und die Kunst des Meistersangs (Nr. 39-49) werden beleuchtet. Bei den Fastnachtspielen nutzt Folz die Darstellung und Erörterung aktueller Probleme. Neu ist die Einbeziehung geistlicher Themen; drei Spiele dienen – konform der Nürnberger Ratspolitik – der antijüdischen Polemik, die sich zu „blanker gehässig-sadistischer Agitation“ (Thomas Cramer) noch steigert. Dazu zählen Die alt und neu ee (Das Alte und das Neue Testament), Kaiser Constantinus (Aufführungsbeleg 1475) und das Spiel vom Herzogen von Burgund (1486/93). Obwohl Folz in fast allen Stücken die Rolle der Fastnacht betont (vgl. seine Tanzschlüsse), haben sich die anspruchsvolleren inhaltlich von diesem Anlass bereits gelöst. 118560735 Heinrich Kaufringer [...]
  • Flößerei
  • Marienkapelle, Würzburg
  • Buchdruck (15./16. Jahrhundert)
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    [...] Unternehmertypen und Handel 118641913 Johannes Regiomontanus 118534211 Hans Folz 118563890 Anton Koberger 120839784 Georg Willer Humanismus und Buchdruck 118520814 Marcus Tullius Cicero 118593609 Albrecht Pfister 118818260 Johannes von Tepl 118661418 Ulrich Boner 118754211 Hartmann Schedel 118519891 Conrad Celtis 11850522X Johannes Aventinus 11851217X Giovanni Boccaccios 118593234 Francesco Petrarca 118617486 Heinrich Steinhöwel 10230534X Johann Schönsperger d. Ä. 118579371 Maximilians I. 11852786X Albrecht Dürer 118665200 Hans Burgkmaier d. Ä. Reformation und Buchdruck 118575449 Martin Luther Die charakteristischen Publikationsformen der Reformation waren jedoch Flugschriften und Flugblätter [...]