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  • Schweinfurt, Reichsstadt
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    [...] de Nahe der frühmittelalterlichen Siedlung Schweinfurt und der ehemaligen Burg der Markgrafen von Schweinfurt gründete vermutlich Kaiser Friedrich Barbarossa (reg. 1152-1190) die Stadt Schweinfurt, die seit den 1230er Jahren urkundlich bezeugt ist. Als königliche Gründung entwickelte sich Schweinfurt zur Reichsstadt mit einem kleinen Territorium. Diesen Status konnte Schweinfurt bis zum Ende des Alten Reichs bewahren. 1554 wurde die Stadt, die 1542 die Reformation eingeführt hatte, fast völlig zerstört. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert erlebte das geistige Leben in Schweinfurt eine Blüte (u. a. Gründung der Leopoldina 1652). Schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann die Entwicklung Schweinfurts zur Industriestadt, die sich nach dem Übergang an Bayern 1802/14 fortsetzte. de Von der Markgrafenburg zur Reichsstadt 39540 Schweinfurt 132304244 Hezilos 118548255 Heinrich II. 141257148 Eila 118535757 Friedrich I. Barbarossa 36607 Nürnberg 39544 Würzburger 118548328 Heinrichs (VII.) Ob eine erste Zerstörung der Reichsstadt Schweinfurt Anfang der 1240er Jahre, das "Erste Stadtverderben", in den Auseinandersetzungen der Würzburger Bischöfe mit den Hennebergern oder wenige Jahre später im Kampf um das Erbe der 1248 ausgestorbenen Andechs-Meranier erfolgte, ist ungeklärt. Verfassung und Territorium 11860371X Rudolf I. Während des 14. Jahrhunderts konnte die junge Reichsstadt die Gefahr, durch Verpfändung an die Henneberger (1309) und das Hochstift Würzburg (1354) dem Reich auf Dauer entfremdet zu werden, nur durch Selbstauslösung (1361/1385) unter großen finanziellen Opfern bannen. Nach der Auslösung trat die Stadt dem Schwäbischen Städtebund bei. In der Folgezeit stärkte eine stattliche Zahl königlicher Privilegien die Kommune nicht nur in rechtlicher sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht: Stadt - und Landgericht, Satzungsrecht, Selbstergänzungsrecht des Rates, privilegium de non evocando, privilegium de non alienando, Kaufhaus, freie Amtmannswahl (1361, 1362)Nutzung des Mains (1397)Ablösbarkeit des Amtmanns, Bündnisrecht (1427)Blutbann (1443)Recht, den Reichsvogt [...]
    [...] Schweinfurt auf fünf Reiter und 36 Mann zu Fuß, bzw. 204 Gulden fixiert. Die Kodifizierung der Ratsverfassung war Folge der gescheiterten Bürgeraufstände von 1446-1450 und 1513/1514. Nach dem Verfassungsinstitut von 1450 bestand der Innere Rat, aus dessen Mitgliedern die beiden Bürgermeister gewählt wurden, aus zwölf Schöffen und zwölf Vertretern der Gemeinde, der Äußere Rat zählte ebenfalls 24 Mitglieder. Die Statuten von 1514 brachten die Einrichtung des Achterstandes zur Rechnungslegung und die Verminderung der Zahl der Mitglieder des Äußeren Rates (später Zusatz genannt) von 24 auf zwölf. Demnach bestand der eigentliche Rat der Stadt, der Innere Rat, aus 24 Mitgliedern in drei Kollegien: 1 [...]
  • [...] de Enderlein, Friedrich Leonhard: Die Reichsstadt Schweinfurt während des letzten Jahrzehnts ihrer Reichsunmittelbarkeit mit vergleichenden Blicken auf die Gegenwart Bürgerthum und Verfassung. aus städt. Quellen Schweinfurt 1862: Ziegler. de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] an die churbaierische Landesdiree tion zu Würzburg Verwaltung und Vermögensverhältnisse der bisherigen Reichsstadt Schweinfurt betr l ö Schweinfurt 5 Jan 1803 Jn Folge des Reichsdeputationshauptschlußes vom 5 Febr 1803 waren auch [...]
    [...] Tic Reichsstadt Schweinfurt während des letzten Jahrzehnts ihrer Keichsunmittelbarneit mit vergleichenden Blicken uf die Gegenwart I Bürgerthum und Verfassung aus städtischen Quellen dargelegt von vr Friedrich Leonhard Enderlein k Gymnasialprofessor [...]
    [...] Vaterland durchzieht Es bedarf wohl keiner Entschuldigung wenn die Erinnerung an die letzten Jahre der Reichsstadt Schweinfurt die im jetzt lebenden Geschlechte bereits verblaßt ist wieder aufgefrischt wird wenn die letzten schwächlichen [...]
    [...] der Reichs stadt Schweinfurt in der letzten Zeit der städtischen Souveränetät Dieser Frage gelten zunächst die nachfolgenden Bogen Später soll ihnen eine Geschichte des letzten Jahrzehnts der Reichsstadt folgen auf den [...]
  • [...] de Enderlein, Friedrich Leonhard: Die Reichsstadt Schweinfurt während des letzten Jahrzehnts ihrer Reichsunmittelbarkeit mit vergleichenden Blicken auf die Gegenwart Stadtgeschichte im Zusammenhange mit den Weltbegebenheiten. aus städt. Quellen Schweinfurt 1863: Ziegler. de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] Die Reichsſtadt Schweinfurt während des letzten Jahrzehnts ihrer Reichsunmittelbarkeit mit vergleichenden Blicken auf die Gegenwart II Stadtgeſchichte im Buſammenhange mit den Weltbegebenheiten aus ſtädtiſchen Quellen dargelegt V0n Dr Friedrich [...]
    [...] Lehrer Der letzte Rektor der Reichsſtadt Raßdörfer ſtirbt Gewerbliches Reichsdeputation Deutſche Schande Baierns Separat vertrag mit Frankreich Baieriſche Occupationstruppen unter Obriſtlieutenant v Cloßmann in Schweinfurt Mi niſter v Hompeſch General [...]
    [...] Schreiben des Generalfeld wachtmeiſters Baron v Elsnitz d d Würzburg 21 Okt 1797 an die Reichsſtadt Schweinfurt Die Regensburger Friedensnachricht war nämlich verfrüht Moreaus und Ho ches Stellungen wurden immer bedenklicher [...]
    [...] dann paniſcher Schreck Geiſtlicher Amtszopf Demarkationslinie Kaiſerliche in Schweinfurt Zur Stimmung zwiſchen Schweinfurt und Würzburg Ein gewiſſenhafter Ordonnateur Simbſchen in Schweinfurt nicht viel beſſer als der Feind Der Ge neral [...]
  • Das Bisthum Würzburg Nördliche Aemter mit der freyen Reichsstadt Schweinfurt Nro. 204, aus: Reilly, Franz J. J. von, Schauplatz Der Fünf Theile Der Welt
  • Fehr, Johann Michael: 9. 5. 1610 Kitzingen — 15. 11. 1688 Schweinfurt; Arzt, Naturforscher
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    [...] de Lateinschule Kitzingen und Schweinfurt. Seit 1623 Studium der Medizin in Leipzig, Wittenberg, Jena und Altdorf. 1636-38 Hofmeister. 1638-39 medizinisch-praktische Ausbildung in Dresden und Berlin. 1640-41 Studium und Promotion in Padua. Seit 1642 ärztliche Tätigkeit in Schweinfurt, seit 1666 Stadtphysikus. 1686 Titel eines kaiserlichen Leibarztes. Seit 1647 in verschiedenen Ratskollegien, wiederholt regierender Bürgermeister. 1672 Reichsvogt der freien Reichsstadt Schweinfurt. Folgte 1666 ? J. L. Bausch in der Leitung der „ Academia Naturae Curiosorum" (seit Bestätigung durch Kaiser Leopold I. 1672 auch „Leopoldina" genannt). Aufschwung der Akademie unter Fehr. Herausgabe einer wissenschaftlichen Schriftenreihe („Ephemeriden"). de Genealogisches V Michael, würzburg. Hospitalmeister (†  1618); M Margaretha Martin; (verh.)1) 1642 Maria Barbara Meister, 2) 1658 Anna Maria Otto. Literatur NDB 5. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Königlicher Pfennig Rudolfs I. aus Schweinfurt
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    [...] Fadenreif, dazwischen Schrift. Im Bistumssprengel des Würzburger Bischofs hatte der Würzburger Pfennig die größte wirtschaftliche Bedeutung. Nach dem Interregnum, also einer Zeit ohne eine effektive königliche Herrschaft nach dem Tod Kaiser Friedrichs II., übernahm König Rudolf I. von Habsburg die Herrschaft und die Münzprägestätte in der Reichsstadt Schweinfurt. Diese Münzstätte richtete sich nach Machart, Bild, Gewicht und Silbergehalt sehr stark nach den Münzen des zeitgleich regierenden Würzburger Bischofs Berthold II. von Sternberg. Gundsätzlich hatte der König bzw. Kaiser das Recht eigene Münzstätten zu eröffnen. Diese schadeten jedoch dem Münzherren, dessen Münze vorherrschend war. Bei diesem [...]
  • Königlicher Pfennig Rudolfs I. aus Schweinfurt
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    [...] Fadenreif, dazwischen Trugschrift. Im Bistumssprengel des Würzburger Bischofs hatte der Würzburger Pfennig die größte wirtschaftliche Bedeutung. Nach dem Interregnum, also einer Zeit ohne eine effektive königliche Herrschaft nach dem Tod Kaiser Friedrichs II., übernahm König Rudolf I. von Habsburg die Herrschaft und die Münzprägestätte in der Reichsstadt Schweinfurt. Diese Münzstätte richtete sich nach Machart, Bild, Gewicht und Silbergehalt sehr stark nach den Münzen des zeitgleich regierenden Würzburger Bischofs Berthold II. von Sternberg. Gundsätzlich hatte der König bzw. Kaiser das Recht eigene Münzstätten zu eröffnen. Diese schadeten jedoch dem Münzherren, dessen Münze vorherrschend war. Bei diesem [...]
  • Mühlich, Andreas: Chronik der Stadt Schweinfurt
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    [...] de Mühlich, Andreas; Hahn, G.: Chronik der Stadt Schweinfurt. aus verschiedenen Handschriften zusammengestellt Schweinfurt 1817: Morich. de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] auf die Reichsſtadt Schweinfurt die ſchon zu ſeiner Dioeceſe gehörte längſtens ein lüſternes Auge geworfen hatte und Poppos Söhnen Heinrich und Hermann welcher Letzte in ſeinem Antheile auch Schweinfurt als eine [...]
    [...] noch nicht zu Schweinfurt gehörte Jedoch en digte ſich der Krieg vortheilhaft da Schweinfurt einige Jahre vor her in den ſchwäbiſchen Städte Bund aufgenommen war wornach die Reichsſtadt in der Sicherheits [...]
    [...] Schriften wegen ſeines unbekannten und unbedeutenden Geburts Ortes Wipfeld einen Schweinfurter weil die Reichsſtadt Schweinfurt als ſeinem Geburts Orte zunächſt ge legen bekannter war und ſich wie aus den [...]
    [...] Auch Schweinfurt wurde in ihre Abſichten und Pläne mit vero wickelt und mußte der Uebermacht weichen nachdem der Rath bey den benachbarten Kriegsſtänden und beſonders bey der Reichsſtadt Nürnberg [...]
  • Mühlich, Andreas: Chronik der Stadt Schweinfurt
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    [...] de Mühlich, Andreas; Hahn, G.: Chronik der Stadt Schweinfurt. aus verschiedenen Handschriften zusammengestellt Schweinfurt 1818: Morich. de Inhalt Textbeginn Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
    [...] wahrungs Brief wider Marggraf Albrechten vom 1 Jul 1553 bezeuget es ebenfalls Auch die Reichsſtadt Schweinfurt dem heil Reich zum Nachtheil und der armen Stadt zu unüberwindlichen Verderb eingenommen und [...]
    [...] anhangenden nützlichen Hiſtorien beſchrieben ſind durch AM Hermannum Heinrychum Frey Pfarherrn in des H Reichsſtadt Schweinfurt In drey unterſchiedene Bücher abgetheilet und mit ſchönen Fi guren gezieret Gedruckt zu Leipzig [...]
    [...] viel Dieſe Einrichtung in der Mühle verſtehe man von der früheren Zeit da Schweinfurt noch eine Reichsſtadt war der nachherigen Ver faſt alle Nächte hindurch nnd die Einwohner dieſer Gegenden [...]
    [...] gemeine Mann verwahren und curiren möge vff eines Erbaren Wohlweiſen Raths der löblichen Reichsſtadt Schweinfurt Bevelch geſtellet und vff die Apotheken daſelbſt gerich tet durch Leonhard Bauſchen der [...]
  • Appellations- und Evokationsrecht
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    [...] de Recht des Königs, Rechtsstreitigkeiten an sich zu ziehen und zu entscheiden. Die erstarkenden Landesherren waren seit dem 14. Jahrhundert bemüht, diese Eingriffe in ihre Gerichtsgewalt zu unterbinden. In Privilegien ließen sie sich vom Reichsoberhaupt bestätigen, dass Prozesse gar nicht - oder nur in bestimmten Fragen bzw. ab bestimmten Streitwerten - an die Reichsgerichte gezogen werden durften. Die Kammergerichtsordnung von 1495 bestimmte schließlich, dass jeder Untertan in erster Instanz nur noch den landesherrlichen Gerichten unterworfen sein sollte. Bestehen blieb das Mittel der Appellation an die Reichsgerichte. Vielen Landesherren gelang es, auch dieses anhand von kaiserlichen Privilegien auszuschalten. de Königliche Gerichtsbarkeit und Evokationsrecht - Definition und Hintergrund Das Evokationsrecht war das Recht des Königs, jeden noch nicht entschiedenen Prozess an sich ziehen und von seinem Hofgericht oder einem anderen königlichen Gericht entscheiden zu lassen (ius evocandi). Dieses Recht leitete der König aus seiner Stellung als oberster Gerichtsherr im Reich ab. 39544 Würzburg Verleihung von Privilegia de non evocando 118560085 Karl IV. 123611911 Meinhard von Oberbayern-Tirol 133574415 Friedrich von Niederbayern Gerichtsstandsprivilegien Schwierig ist die Abgrenzung zwischen Privilegia de non evocando und den sog. Gerichtsstandsprivilegien, welche der Kaiser - vorwiegend im Spätmittelalter - vielen Reichsständen verlieh. Mit letzteren sollten die privilegierten Reichsstände davor geschützt werden, dass ihre Untertanen schon in erster Instanz an die Gerichte anderer Landesherrn oder Städte geladen werden konnten (Befreiung von fremder Gerichtsbarkeit). Hin und wieder finden sich Gerichtsstandsprivilegien und Privilegia de non evocando in einer Urkunde, wie z. B. in dem Privileg für die Reichsstadt Schweinfurt von 1361, in dem diese gleichzeitig von der Gerichtsbarkeit des kaiserlichen Hofgerichts als auch von "allen anderen weltlichen Gerichten" befreit wird. Auch bei dem 1362 an die bayerischen Herzöge erteilten Privileg war dies der Fall. Ende [...]
    [...] Streit zwischen Schelter und Gescholtenem an das Reichshofgericht gelangen konnte. Danach scheint sich die Bedeutung der Bestimmungen aus der Goldenen Bulle allerdings gewandelt zu haben; sie sind in späteren Jahrhunderten auch auf das Rechtsmittel Appellation angewandt worden. So haben sich die Kurfürsten stets auf ihre in der Goldenen Bulle verankerte Appellationsfreiheit berufen. Die Appellationsprivilegien für Empfänger im bayerischen Raum 118579371 Maximilian I. 118532510 Ferdinand II. 39540 Schweinfurt Folgen Die Privilegia de non appellando verstärkten die Territorialisierung des Gerichtswesens im Reich und förderten in Bayern wie in den anderen privilegierten Landesherrschaften den Ausbau [...]