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  • Verlagswesen (20. Jahrhundert)
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    [...] de Seit dem 19. Jahrhundert stieg insbesondere München zur bedeutenden Buchstadt auf. Während der Weimarer Republik besaß Bayern an 96 Verlagsorten insgesamt 414 Verlage. Der Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Verlag, hatte seinen Sitz bis 1945 in München. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb München dominierend, auch wenn weiterhin namhafte Verlage in den regionalen Zentren ansässig sind. In der deutschen Verlagslandschaft nimmt Bayern zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Spitzenplatz ein. de Das bayerische Verlagswesen um 1900 41576 Augsburg 36607 Nürnberg 27282 Regensburg 2172 Ingolstadt 39544 Würzburg 32732 Bamberg 32741 Bayreuth 15699 Landshut 36566 Erlangen 15754 Passau 116737182 J. Georg Manz 117074330 Max Huttler 2215 München 118574884 Ludwig I. 118579347 Maximilian II. 118574892 Ludwig II. 117116408 Rudolf Oldenbourg 116726245 Friedrich Bruckmann 116432136 Georg Callwey 118774549 Georg Hirth 116100389 C. H. Beck 118726420 Albert Langen 118594532 Reinhard Piper 118634828 Kurt Wolff Weimarer Republik 1918-1933 Der Umsturz 1918, Inflation und Depression machten auch Bayerns Verlagswesen während der Weimarer Republik stark zu schaffen. Trotzdem lag 1922 Bayerns Anteil an der deutschen Buchproduktion bei 10,8 %, jener Münchens war auf 7,6 % gestiegen. 1927 besaß Bayern an 96 Verlagsorten 414 Verlage, die insgesamt 2.595 Titel veröffentlichten. Davon verfügte München über 171 Verlage mit 1.662 Titeln und Nürnberg über 29 mit 107 Titeln. Während des Nationalsozialismus 1933-1945 Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde auch Bayerns Verlagswesen "gleichgeschaltet". Verlage mit politisch oppositioneller Tendenz wurden schnell geschlossen, konfessionelle wie Echter, Kösel, Manz, Habbel und C. Kaiser immer stärker schikaniert, jüdische Firmen unter Zwang "arisiert" und die Inhaber vertrieben. In München hatte der "Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf." seinen Sitz, der unaufhaltsam zum mächtigsten Buch- und Pressekonzern des Dritten Reiches anwuchs. Langen-Müller, der sich als führender literarischer Verlag der NS-Zeit betrachtete, gehörte seit 1933 [...]
    [...] . Die Buchbranche leidet an vielerlei Krisensymptomen, die Zahl der Einzelfirmen geht zurück. Das bayerische Verlagswesen (Stand 2004) Im Jahr 2004 waren im Freistaat Bayern 405 Mitgliedsverlage der Branchenorganisation Börsenverein des Deutschen Buchhandels beheimatet: 262 in Oberbayern (davon 162 in München), zwölf in Niederbayern, 18 in der Oberpfalz, ebenfalls 18 in Oberfranken, 30 in Mittelfranken, 24 in Unterfranken und 41 in Schwaben. Einem leichten Schwund in Bayern steht ein deutlicher Rückgang in München gegenüber. Mit 20,7 % aller Verlage in Deutschland bleibt Bayern aber an der Spitze aller Länder. Diese Position nimmt der Freistaat ebenfalls bei der Titelproduktion ein (etwa 23 [...]
  • Stadelmayer, Franz: 12. 1. 1891 Scheinfeld — 19. 5. 1971 München; Oberbürgermeister, Rundfunkintendant
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    [...] de Studium der Rechtswissenschaft in Berlin, Königsberg, München, Grenoble. Seit 1919 im Dienst der Stadt Würzburg. 1933-34 2. Bürgermeister Würzburgs. Promotion München 1934. Nach Ausschaltung durch das NS-Regime Tätigkeit im kommunalen Verlagswesen. 1945 2. Bürgermeister Würzburgs. 1946 Anwalt. Tätigkeit in verschiedenen Verwaltungsräten (Bayerischer Rundfunk, Bayerische Gemeindebank). 1949 Wahl zum Oberbürgermeister von Würzburg. 1952 Wiederwahl. Vorsitzender des Bayerischen Städteverbandes. 1956 Intendant des Bayerischen Rundfunks. Große Verdienste um den Wiederaufbau Würzburgs. Goldene Stadtplakette. Ehrenbürgerschaft. Ehrensenator der Universität Würzburg. de Genealogisches V Karl, Landgerichtspräsident. Literatur M. H. v. Freeden, Dr. F. St., 1891-1971, in: Mfr, Jb23. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Verena Ullmann
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    [...] geboren. Sie absolviert ein interdisziplinäres Bachelor-Studium in Regensburg und Clermont-Ferrand, arbeitet als Online-Redakteurin in Paris und als Werbetexterin in München. Seit ihrem Studium der Romanistik und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das sie mit einer Masterarbeit über Marcel Proust abschließt, ist sie im Verlagswesen tätig. Ullmann ist Gründungsmitglied der Autorengruppe „Prosathek“, die 2015 aus einem Creative-Writing-Kurs entsteht. Zwei Jahre später bekommt sie für ihr in niederbairischer Mundart gehaltenes Lyrikprojekt „Wedafest“ den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München zugesprochen. In der Begründung der Jury heißt es: „Das Erstaunliche [...]
  • Weinberger, Johann (1898 – 1976), Sozialfürsorger
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    [...] de Besuch der Volksschule; 1913-1917 kaufmännische Lehre in Fürth und Nürnberg; 1917-1919 Militärdienst; 1917 Eintritt in die USPD, später Mitglied der SPD in Nürnberg; 1919-1923 Materialausgeber bei MAN in Nürnberg; Nach Praktikum 1923 Erzieher und Leiter der Lehrlingsabteilung des städtischen Knabenheims in Nürnberg, später stellv. Leiter; 1925-1927 Studium an der Hochschule für Politik und Staatsexamen als Sozialfürsorger; 1927-1933 Geschäftsführer der Reichs-Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde in Berlin; 1933-1935 Teilhaber eines Zeitschriftenvertriebs; 1936-1944 Angestellter im Verlag „Die Wehrmacht“ und Vertriebsleiter der Berliner Börsenzeitung, Berlin; 1938 Haft in Braunschweig; 1944-1945 Kriegsdienst als Kraftfahrer bei der Wehrmacht; 1945-1948 selbstständiger Kaufmann im Verlagswesen in München; 1945-1948 Landesvorsitzender und stv. Bundesvorsitzender der sozialistischen Jugend „Die Falken“; 1948-1963 Angestellter im Bayerischen Landesjugendamt, 1963 Ruhestandsversetzung; 1948 Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Bayern, Mitglied des Hauptvorstands der AWO in Deutschland; 1962 Mitglied des Fernsehrats des ZDF; Auszeichnungen: 1964 Verdienstkreuz 1. Klasse, 1967 Bayerischer Verdienstorden. de Weitere Angaben Konfession: konfessionslos. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Französische Besetzung der Pfalz, 1918/19-1930
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    [...] de Das Waffenstillstandsabkommen von Compiègne (11. November 1918) sah die Besetzung der linksrheinischen Gebiete Deutschlands und mehrerer Brückenköpfe auf dem rechten Rheinufer durch die alliierten und assoziierten Mächte vor. Dementsprechend wurde die Pfalz, die seit 1816 zu Bayern gehörte, im Dezember 1918 durch die französische 8. Armee unter General Gérard (1867-1945) besetzt. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags sollte sie ab 1920 als Teil der "Dritten" oder "Mainzer Zone" der Besatzungsgebiete für weitere 15 Jahre bis 1935 besetzt bleiben, wurde aber 1930 vorzeitig geräumt, nachdem das Deutsche Reich dem Young-Plan zugestimmt hatte. de Die Zeit des Waffenstillstands Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen vom 11. November 1918 begann die französische 8. Armee unter General Augustin Grégoire Arthur Gérard (1857-1926) am 1. Dezember 1918, die Pfalz zu besetzen. Nicht zuletzt aus historischen Gründen errichtete Gérard sein Hauptquartier in Landau. Am Sitz der Kreisregierung in Speyer wurden mit dem 51. Infanterie-Regiment, dem 3. Pionier-Bataillon, einer kleineren Kraftfahrereinheit und einer Sanitätskompagnie insgesamt 2.600 Mann stationiert. Die Gesamtstärke der französischen Besatzungstruppen in der Pfalz belief sich bis zum Ende des Ruhrkampfs auf ca. 60.000 Mann. Der Beginn der Besetzung brachte für die Bevölkerung erhebliche Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, der Freizügigkeit, des Post- und Fernmeldegeheimnisses und der Meinungsfreiheit mit sich. Der Personen-, Waren- und Fernmeldeverkehr zwischen der Pfalz und dem rechtsrheinischen Deutschland war seit 27. Dezember 1918 völlig gesperrt. Personen- und Güterverkehr durfte nur tagsüber und innerhalb der Ortschaften stattfinden. Der Post- und Fernsprechverkehr unterlag der Kontrolle, das gesamte Presse- und Verlagswesen der Zensur durch die Besatzungsmacht. Zudem waren alle deutschen Uniformträger zur Ehrenbezeugung gegenüber französischen Offizieren und der Trikolore verpflichtet. 140075836 Karl Leiling 124988490 Paul Tirard 118780875 Hubert Lyautey 133436438 Adalbert Francois Alexandre de Metz 117411183 Theodor von Winterstein 2215 München Besatzungspolitik und "Freie Pfalz" 123578663 Eberhard Haaß 133310272 Friedrich von Chlingensperg Friedensvertrag und Besatzungsregime Mit der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags (28. Juni 1919) und der Pensionierung General Gérards beruhigte sich die Lage in der Pfalz. In Versailles hatte Frankreich durchsetzen können, dass ihm das gesamte Saargebiet unter der Aufsicht des Völkerbunds zur wirtschaftlichen Ausbeute und zur faktischen politischen Beherrschung überlassen wurde. Deshalb konzentrierte sich die Besatzungsmacht vorerst auf die Verhandlungen zur Übergabe der nun Saarpfalz genannten westpfälzischen Gebiete und zur Festlegung des Grenzverlaufs [...]
  • Pustet, Friedrich (II): 25. 7. 1831 Regensburg — 4. 8. 1902 Regensburg; Verleger
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    [...] de Verlegte vor allem liturgische Bücher und katholische Belletristik. Dies brachte ihm den Titel „Typograph des heiligen Apostolischen Stuhles und der Kongregation der heiligen Riten und Indulgenzen" ein. Gründete Zweigniederlassungen in New York, Cincinnati, Rom, Leipzig, Köln und Wien. Das von seinem Vater übernommene Verlagswesen brachte er zu Weltgeltung. Seine Frau war die Tochter des Besitzers der Köselschen Verlagsbuchhandlung in Kempten. de Genealogisches V? Friedrich (I), Verleger (1798-1882); M Therese Schmid (1809-1887); OD 1866 Therese Huber (1846-1924). Literatur O. Denk. Friedrich Pustet, Vater u. Sohn, 1904. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Wolfgang Bächler
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    [...] de Beschreibung Wolfgang Bächler wird 1925 als Sohn eines Landgerichtspräsidenten geboren. Nach dem Abitur wird er zunächst zum Arbeitsdienst, dann als Soldat in die Wehrmacht eingezogen. 1944 erleidet er eine schwere Verwundung und gerät in Kriegsgefangenschaft, aus der er flieht. Von 1945 bis 1948 studiert er Germanistik, Romanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft  an der Universität München und beginnt zu schreiben. 1947 nimmt er, als jüngstes Mitglied, an der ersten Tagung der Gruppe 47 teil. In den folgenden Jahren ist er als Journalist, beim Rundfunk und im Verlagswesen tätig. Von 1956 bis 1966 lebt er in Frankreich und ab 1967 in München. Dort arbeitet er auch gelegentlich als Schauspieler in Filmen von Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog. 1950 erscheint sein Romandebüt Der nächtliche Gast. Bächler sieht sich jedoch mehr als Lyriker denn als Prosaautor und veröffentlicht in der Folge mehrere Gedichtbände. Bekannt wird er mit dem Band Die Zisterne (1950). Es folgen 1955 Lichtwechsel und 1960 Lichtwechsel II. Gottfried Benn, Martin Walser und Karl Krolow nehmen die neue literarische, vorwiegend  lyrische Stimme wahr und setzen sich für den geschätzten Kollegen ein. Benn lobt Bächlers „Mut zu offener, sammelnder wie zerstörerischer Form“. 118577166 Thomas Mann Seit Mitte der 1950er Jahre leidet Bächler unter Depressionen, die zu großen Schaffenspausen führen. Von 1954 bis 1969 zeichnet er seine Träume auf und veröffentlicht 1972 die Traumprotokolle. Ein Nachtbuch. Es folgen weitere Gedicht- und Prosabände, darunter Ausbrechen (Lyrik 1976), Stadtbesetzung (Prosa 1979), Nachtleben (Lyrik 1982), Im Schlaf. Traumprosa (1982), Einer, der auszog, sich köpfen zu lassen (Roman 1990), Wo die Wellenschrift endet. Ausgewählte Gedichte aus fünf Jahrzehnten (2000). Wolfgang Bächlers Gedichtzyklus So nah in der Ferne wird von Rudi Spring vertont (Uraufführung 1992). 118869612 Michael Krüger In seinem Prosaband Stadtbesetzung erklärt Wolfgang Bächler, er sei „ein Sozialist ohne Parteibuch, ein Deutscher ohne Deutschland, ein Lyriker ohne viel Publikum“ und zieht Bilanz: „Ich führte ein schweigendes Leben, schlug meine Zelte häufig auf und ab, ein unsteter Einzimmerbewohner, kurzum ein unbrauchbarer, unsolider, unordentlicher Mensch, der keine Termine einhalten und keine Examina durchhalten kann und Redakteure,Verleger und Frauen durch seine Unpünktlichkeit zur Verzweiflung bringt.“ Der Publizist Michael Bauer ergänzt: „Bächler war auch Bohèmien, eine ‚Schwabinger Figur‘, die es allerdings vorgezogen hatte, im Dreieck zwischen Technischer Universität, Hauptbahnhof und Pinakotheken zu wohnen, nicht im noblen Schwabing“.  Wolfgang Bächler wird 1975 mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet. Es folgen 1979 der Schwabinger Kunstpreis, 1982 [...]
  • Kemptner Zeitung
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    [...] und einer ganz dem Mobiliatkredit nachgebildeten Organiſa tion Die Geſellſchaft will das geſammte Verlagsweſen in ihrer Hand konzentriren und zugleich jeden Schriftſteller zum Theilnehmer an ihrem Geſchäfte [...]
  • Cotta, Johann Friedrich von: Allgemeine Zeitung
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    [...] Anthologien u dgl dem urſprünglichen Eigenthümer ſtiften die breiteſte und gediegenſte Baſis unſeres geſammten Verlagsweſens und auf den ſichern Gewinn hin den dieſe alten Herren gewährleiſten läßt ſich oft genug [...]
    [...] iſt nicht wieder gut zu machen es laſtet wie ein Alpdruck nicht bloß auf dem Verlagsweſen ſondern auch auf der ganzen künſtleriſchen Entwickelung der muſikaliſchen Litteratur ſelber Der Grundſtock [...]
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    [...] Literatur vielleicht auch mehr politiſchen Ge meingeiſt verleihen ſoll In der That gehört das Verlagsweſen und der Zuſtand der Autoren in Italien unter die jämmerlich ſten in Europa indem weder [...]