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  • Aretin, Johann Christoph von: 2. 12. 1772 Ingolstadt — 24. 12. 1824 München; Publizist, Historiker und Hofbibliothekar
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    [...] de Requilee (1779-1800), 2) 1802 Wilhelmine v. Hertwig (17771849). Studium in Heidelberg und Göttingen. Stand dem Illuminatenkreis und? M. v. Montgelas nahe. 1793 Hofrat in München. 1799 Generallandesdirektionsrat der ersten Deputation in Landeshoheits- und fiskalischen Gegenständen. 1795 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 1796 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, später auch deren Vizepräsident. 1802 Aufseher der historischen Fächer an der mit der kurfürstlichen Hofbibliothek verbundenen Bibliothek der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1801 zum Studium der Nationalbibliothek in Paris, war ab 1803 maßgeblich bei der Säkularisation der bayerischen Klöster und der Durchsicht ihrer Bibliotheken beteiligt, wobei er wertvolle Bestände für die (heutige) Bayerische Staatsbibliothek rettete. In den Endjahren des alten bayerischen Kurstaates war er das „Sprachrohr" ? Montgelas' (K. O. von Aretin) und an der damaligen Welle politischer Flugschriften beteiligt. Vertrat staatsabsolutistische Vorstellungen in Form einer konstitutionellen Monarchie ohne Gewaltenteilung. Seine Angriffe gegen die nach München berufenen Gelehrten norddeutscher Herkunft („Akademiestreit") führten zu seiner Entlassung und Versetzung an das Oberappellationsgericht nach Neuburg/Donau. Während der ersten bayerischen Landtage nach 1818 Herausgeber der Landtagszeitung und Vertreter einer gemäßigten Opposition. Förderer? J. N. Senefelders (Lithographie). Auch als Dramatiker und Komponist tätig. de Genealogisches V Karl Albert v., Oberlehenhofkommissar (1741-1802); M Rosine v. Weinbach (1747-1800); (verh.)1) 1795 Dorothea v. Werke Staatsrecht der konstitutionellen Monarchie, 2 Bde., 1824/25 (voll. v. C. v. Rotteck); Ein neuer Landtag, 1799 (anonym); Bayerns größter Umfang unter den Agilulfingern, Weifen und Wittelsbachern, 1809; u. a. Literatur NDB 1. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Aretin, Erwein (Ps. Thomas Fischer, Arkas, Reinhardt) von: 19. 9. 1887 Bad Kissingen — 25. 2. 1952 München; Journalist und Politiker
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    [...] de Studium der Mathematik und Astronomie in Leipzig, München und Göttingen. Anschließend Assistent an der Sternwarte in Wien und enge Freundschaft mit R. M. Rilke. 1922 in der Redaktion der „Münchner Neuesten Nachrichten". 1927 erster journalistischer Erfolg mit einem Artikel über Therese Neumann. In Wort und Schrift Eintritt für Bayerns Eigenständigkeit und sein Königtum im Rahmen des Reichs. 1932/33 Versuch, die bayerische Monarchie wieder aufzurichten und die konservativen Kräfte zu sammeln, um damit Bayern und Deutschland vor dem Nationalsozialismus zu retten. 1933-1945 schwerste Verfolgungen und Verbannung aus München. Nach 1945 Vizepräsident des Deutschen Caritas Verbandes. de Genealogisches V Anton v., Regierungspräsident (1847-1921); M Maria Prinzessin v. d. Leyen (1857-1936); (verh.) 1914 Marianne Belcredi. Werke u. a. „Die Erscheinungen v. Konnersreuth", 1927,21952; „Verfassungen als Grundlage d. Demokratie", 1946; „Kronprinz Rupprecht", 1949; „Wittelsbacher im KZ", 1949; „Erinnerungen v. 1931-1934" (ungedr.); s. a. NDB 1,347. Literatur Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Leuchtenberg, Johann I., Landgraf von: † 1407
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    [...] de Hofmeister des späteren Königs Wenzel. Gesandter Kaiser Karls IV. in Paris und Oberitalien. Hauptmannschaft im Landfrieden. Kaiserlicher Landrichter in Rothenburg/Tauber. Zusammen mit Sohn Johann 11. Hauptmannschaft der böhmischen Lehen in Bayern, Franken, Egerland. Statthalter der Wittelsbacher in den Niederlanden. [...]
  • Ludwig I., „der Kelheimer": 23. 12. 1174 Kelheim — 15. 9. 1231 Kelheim; Herzog von Bayern, Reichsverweser
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    [...] de Parteigänger des Königs. Leitete die großen territorialen Gewinne der Wittelsbacher ein. Erwerb der Grafschaft Bogen und der Pfalz vorbereitet. 1226 Reichsverweser. Verstrickte sich in politischen Alltagskampf, so daß er in Verdacht geriet, gegen die Staufer zu agieren. 1231 in Kelheim ermordet. Seine Gattin stiftete daraufhin Kloster Seligenthal in Landshut, in dem die meisten bayerischen Herzöge bestattet wurden. de Genealogisches V Hzg. ? Otto l. (um 1118-1183); M Agnes v. Zoon (†  1191); (verh.) ? Ludmilla v. Bogen (†  1240). Literatur ADB 19; W. Schreiber, Otto d. Erleuchtete, 1861; Riezler. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Maximilian III. Joseph: 28. 3. 1727 München — 30. 12. 1777 München; bayer. Kurfürst
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    [...] de Erziehung durch ? J. v. Ickstatt und beeinflußt von der Aufklärung. Versuchte die Armut seiner Untertanen durch Bildung und Wissenschaften zu beheben. Führte die Schulpflicht ein. Baute Landwirtschaftshäuser. Gründete 1759 die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Stellte sich schützend vor ? P. v. Osterwald, der die Säkularisation der Klöster forderte. Obwohl hervorragender Musiker, lehnte er die Anstellung W. A. Mozarts ab. Starb kinderlos, mit ihm deshalb Ende der altbayerischen Linie der Wittelsbacher. de Genealogisches V Kaiser ? Karl VII. Albrecht (1697-1745); M Amalia v. Österreich (1701-1756); (verh.) 1747 Maria Anna Sophie v. Sachsen (1728-1797). Literatur ADB 21; BWB2;F. Prinz, Max 111. Joseph - Ein glanzloser bay. Kf.? Nachruf auf ein modestes Jubiläum, in: ZBLG 41, H 2/3, 1978 (FS K. Bosl z. 70. Geburtstag); R. Reiser, D. Wittelsbachcr in Bayern, 1978. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Wenglein (Wengle), Bartholomäus: † 10.11. 1639 München; Erzgießer
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    [...] de Umfangreiche Tätigkeit als Glocken- und Stückgießer in München. Eng befreundet mit ? H. Krumpper, dessen Erzbildwerke er goß. für die Münchner Residenz goß er die Perseusfigur des Perseusbrunnens im Grottenhof (Modell von ? H. Gerhard), 1615 die „Patrona Boiariae" der Hauptfassade, wahrscheinlich auch Figuren des Wittelsbacher-Brunnens im Brunnenhof. de Literatur Th.-8.35. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Beierlein, Johann Josef: 21.12. 1802 Landshut — 13.8. 1828 München; Numismatiker
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    [...] de Kein regelmäßiges humanistisches Studium, aber Grundkenntnisse durch Dr. med. ? M. Münz. Nach kaufmännischer Ausbildung 1819-1822 im väterlichen Beruf tätig. Anregung zur Numismatik durch den Landshuter Universitätsbibliothekar Dr. M. Harter. Bekanntschaft mit dem Oberfinanzrat und Johanniterordenskanzler F. Woschitka in München, Besitzer der damals größten Privatsammlung bayerischer und pfälzischer Münzen. 1833 übersiedelte er nach München und befaßte sich nun intensiv mit den Prägungen des Hauses WiWittelsbach1848 Verwaltung der Münzen- und Bildersammlung des Historischen Vereins von Oberbayern. Seine umfangreiche Sammlung von bayerischen und pfälzischen Münzen und Medaillen wurde vom königlichen Münzkabinett in München erworben. de Genealogisches V Weinwirt. Werke Die Medaillen auf ausgezeichnete und berühmte Bayern mit biographisch-historischen Notizen (5 Lieferungen 18181866); Münzen der bayerischen Klöster, Kirchen, Wallfahrtsorte und anderer geistlicher Institute (3 Lieferungen 1857, 1869 und 1879); Die bayerischen Münzen des Hauses WiWittelsbachom Ende 1180-1550 (1868); Die Medaillen und Münzen des Gesamthauses WiWittelsbacherschienen posthum 1897 und 1901). Literatur E. Merzbacher, in: ZfN Bd. 7,1880. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Karg von Bebenburg, Johann Friedrich Frhr: 21. 2. 1648 Bamberg — 30.11. 1719 Bonn; kölnischer Kanzler
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    [...] de Philosophiestudium 1664-66 in Bamberg, 1666-68 Theologiestudium in Rom, Studium der Rechte in Prag, 1666 Dr. phil., 1668 Dr. theol., 1672 Priesterweihe, 1676 Dr. jur. in Padua. Geistlicher Rat des Bamberger und Würzburger Fürstbischofs Peter Philipp v. Dernbach. 1679 mehrere theologische und kirchenpolitische Schriften. Direktor des Geistlichen Rats und Dechant des Münchner Frauenstifts 1683, mehrfach mit diplomatischen Missionen betraut. Vertreter der bayerischen Interessen in Kurköln (bayerische Sekundogenitur). Entscheidender Anteil bei der Wahl von ? Max Emanuels Bruder ? Joseph Clemens, im folgenden Krieg Plenipotentiarius von Joseph Clemens in Köln. 1690 von Bayern aus für die Anerkennung des Wittelsbachers tätig, 1694 Ernennung zum Kanzler des Geheimen Rates, maßgebende Persönlichkeit der in Bonn eingerichteten absolutistischen Regierung, Konflikt mit Domherren und Ständevertretern, Ernennung zum Oberstkanzler. Geheimbündnis mit Frankreich 1701, als Folge 1702 mit dem Kurfürsten vertrieben, Exil in Namur, Lille und Valenciennes, seit 1711 Rückkehr in die internationalen Verhandlungen, nach dem Frieden von Baden Rückkehr nach Bonn (1714). Zäher Kämpfer für die fürstlichen Rechte und Ansprüche. de Genealogisches V Friedrich, Obereinnehmer, Bamberg (um 1610-79); M Eva Schweigker (f 16%). Literatur NDB 12;ADB 15. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Albrecht III. Achilles: 9. 11.1414 Tangermünde — 11. 3. 1486 Frankfurt a. M; Markgraf von Branden- bürg
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    [...] de Früh in das höfische Leben eingeführt, zahlreiche Kriegsfahrten für Kaiser und Reich, aufgrund der väterlichen Erbteilung seit 1440 Markgraf von Ansbach. Sein Versuch, eine Art fränkisches Herzogtum für die fränkischen Bistümer und Städte zu errichten, scheiterte nach mehrmaligem Ansatz. Krieg mit der Stadt Nürnberg, Feindschaft mit den Wittelsbachern wegen seiner Ausdehnungsversuche (1462 Niederlage bei Giengen). Seit 1464 auch im Besitz von Kulmbach mit der Plassenburg, sorgfaltige Verwaltung seiner Erblande. 1470 auch im Besitz der Mark Brandenburg sowie der Kurfürstenwürde. In seinen Erblanden Konflikt mit dem Papst wegen der Eintreibung der Reichskriegssteuer auch von der Geistlichkeit. Erlaß der „Dispositio Achillea" 1473, hier Einschränkung der künftigen Erbfolge des Hauses auf höchstens drei Linien, Unteilbarkeit der Mark. de Genealogisches V Kurfürst Friedrich I.; M Elisabeth v. Bayern; (verh.) 1) 1446 Margarethe v. Baden, 2) 1458 Anna v. Sachsen. Literatur NDB 1; BWB 1; Lebensbilder Franken 4. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Heinrich (von München): München — 17. 3. 1323; Abt von Fürstenfeld
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    [...] de 1314-1323 Abt des 1263 von Herzog ? Ludwig dem Strengen gegründeten Zisterzienser-Klosters Fürstenfeld. Setzte die von seinem Vorgänger Volkmar begonnene Chronik fort, verfaßte auch andere, jedoch verlorengegangene Schriften. Stand in Korrespondenz mit Abt Heinrich von Biberach. Verhinderte 1322 durch Abfangen der Boten eine Vereinigung der Heere Friedrichs des Schönen von Österreich und seines Bruders Leopold, wodurch ? Ludwig dem Bayern der Sieg von Mühldorf über die österreichischen Truppen gelang. de Literatur E. Gf. v. Fugger, Kloster Fürstenfeld, eine Wittelsbacher Stiftung und deren Schicksale von 1258-1803,1884. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]