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  • Wittelsbacher (19./20. Jahrhundert)
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    [...] de 1799 waren fast alle bisherigen Linien der Wittelsbacher ausgestorben. Volljährige männliche Vertreter der Familie waren einzig der Zweibrückner Herzog Max Joseph (1756-1825) und dessen Vetter Wilhelm (1752-1837). Von Max Joseph, der das Erbe des bisherigen Kurfürsten Karl Theodor (1724-1799) antrat und 1806 bayerischer König wurde, stammten alle bayerischen Herrscher bis 1918 sowie verschiedene heute noch blühende Seitenlinien ab. Für diesen Teil der Familie gilt nach wie vor das 1819 erlassene Familienstatut. Die auf Herzog Wilhelm zurückführende Familie der Herzöge "in" Bayern starb 1973 im Mannesstamm aus, besteht aber durch Adoption fort. de Die Erbfälle von 1777 und 1799 118579436 Maximilian III. Joseph 118560190 Karl Theodor 118560190 Max Joseph 100127010 Friedrich Michael 11907284X Marie Die politische Rolle der Wittelsbacher 1806 bis 1918 118579428 Max IV. Joseph 118838113 Montgelas 118574884 Ludwig I. 118579347 Max II. 118574892 Ludwig II. 118729683 Luitpold 119021692 Otto 118729373 Ludwig III. Die Rechtsstellung der Königlichen Familie Die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Königlichen Hauses regelte Max I. Joseph durch das Königliche Familienstatut vom 5. August 1819. Es galt für alle aus rechtmäßiger, ebenbürtiger Ehe stammenden Prinzen und unverheirateten Prinzessinnen des Hauses Wittelsbach sowie für die ebenbürtigen Gemahlinnen und Witwen der Prinzen. Die Stellung des Königs als Chef des Hauses war darin scharf ausgeprägt, die hausrechtliche Gültigkeit der Eheschließung der Prinzen von dessen Zustimmung abhängig gemacht. Die Erbfolge im Königlichen Haus wurde abweichend von den Normen des bürgerlichen Rechts unter Bevorzugung des Mannesstammes geregelt. Für die Nutzungsrechte am Wittelsbacher Ausgleichsfonds gelten diese Bestimmungen noch heute. Die Nebenlinien 118849921 Wilhelm 120188686 Christian I. von Birkenfeld-Bischweiler 117420964 Adalbert 117421030 Leopold 117420980 Franz Die Wittelsbacher und der europäische Hochadel Die unmittelbaren Vorfahren Max I. Josephs und des Herzogs Wilhelm in Bayern waren mit protestantischen fürstlichen und gräflichen [...]
    [...] mit den evangelischen Dynastien von Preußen, Hessen-Darmstadt und Oldenburg wurden Eheverbindungen geknüpft. Nach 1918 wurden im Rahmen der allgemeinen Abschwächung des Ebenbürtigkeitsprinzips auch Eheschließungen mit Angehörigen des niederen Adels und Frauen bürgerlichen Standes, die zur Zeit der Monarchie nur als morgantische Ehen möglich gewesen waren, häufiger. Die Wittelsbacher nach 1918 118791605 Rupprecht Ein im Winter 1932/33 unternommener Versuch, unter Nutzung des hohen Ansehens des Kronprinzen durch eine Restauration der Monarchie einer "Machtergreifung" der Nationalsozialisten zuvorzukommen, scheiterte. Zu den Machthabern des "Dritten Reiches" hielt das Haus Wittelsbach im Gegensatz zu vielen [...]
  • Wittelsbacher Ausgleichsfonds
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    [...] de 1923 im Rahmen des Vermögensausgleichs zwischen den Wittelsbachern und dem Freistaat Bayern gegründete Stiftung des öffentlichen Rechts, die Eigentümerin der bis 1918 von der Königsfamilie genutzten Schlösser, diverser Forste, der Kunstsammlungen und des Hausarchivs der Wittelsbacher ist. Die Erlöse des Fonds dienen dem Unterhalt der Angehörigen der ehemaligen Dynastie. de Rechtsgrundlage 118791605 Rupprecht von Bayern Gründungsausstattung In den Wittelsbacher Ausgleichsfonds wurden eingestellt: 10522 Neuburg a.d.Donau 13016 Berg 3621 Berchtesgaden 43965 Hohenschwangau 13038 Feldafing 2215 München 7484 Ettal 7478 Eschenlohe 11517 Herrenchiemsee 39544 Würzburg Stiftungsorgane und -zweck Gemäß der in ihren Grundzügen im Gesetz vom 9. März 1923 festgelegten Verwaltungsordnung wird der Fonds von einem Verwaltungsrat vertreten und überwacht. Ihm gehören fünf vom Haus Wittelsbach bestellte Verwaltungsräte und zwei von der Bayerischen Staatsregierung bestimmte Staatskommissare an. Die täglichen Geschäfte leitet ein vom Verwaltungsrat bestellter Generaldirektor. Das Vermögen des Fonds ist ungeschmälert zu erhalten. Die Erlöse dienen dem Unterhalt der Angehörigen der früheren königlichen Familie, die nach dem Königlichen Familienstatut von 1819 Anspruch auf Versorgung hätten. Dementsprechend gehören nur die Prinzen des Hauses Wittelsbach sowie deren Witwen und unverheiratete Prinzessinnen zu den Versorgungsberechtigten. 13117 Leutstetten 8420 Tegernsee 11878 Wildenwart Entwicklung 118551655 Adolf Hitler Dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds gelang es seit seiner Gründung, sich von der einseitigen land- und forstwirtschaftlichen Ausrichtung zu lösen und sich weitere Betätigungsfelder zu erschließen. Verkauft wurden unter anderem auch die nie für Wohnzwecke der Mitglieder des Hauses genutzten Schlösser in Fürstenried und Neuburg a.d.Donau sowie nach der Trennung der Pfalz von Bayern nach 1945 der dortige Grundbesitz. Das Gärtnerplatztheater, das nur einen Zuschussbetrieb darstellte, übernahm 1937 der Staat. 2172 Ingolstadt Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Abfindung der Wittelsbacher nach 1918
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    [...] de In Bayern waren vor 1918 das Privateigentum des Hauses Wittelsbach und der Besitz des Staates nicht voneinander getrennt worden. Unter Berufung auf die Verfassung von 1818 ging die Staatsrechtslehre des 19. Jahrhunderts davon aus, dass das Haus Wittelsbach zugunsten des Staates auf sein Hausvermögen verzichtet habe. Die revolutionäre Regierung Eisner stellte daher 1918 alle Zahlungen an die Dynastie ein und betrachtete die bisher von den Wittelsbachern genutzten Schlösser sowie die Kunstsammlungen als Staatseigentum. Der BVP-nahe Staatsrechtler Konrad Beyerle (1872-1933) wies aber im Auftrag der gestürzten Dynastie nach, dass die Verfassung von 1818 falsch interpretiert worden und eine Scheidung von Haus- und Staatsvermögen noch durchzuführen sei. de Allgemeine Problemlage Die Revolution von 1918 zerriss in den deutschen Einzelstaaten nicht nur das staatsrechtliche Verhältnis der Dynastien zu ihrem Land, sondern warf auch ein vermögensrechtliches Problem auf. Während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit war das Hausvermögen der regierenden Familie mit den Gütern, die zu den lehenrechtlich vom Kaiser verliehenen Fürstentümern gehörten, z. B. mit dem bayerischen Herzogsgut, gemeinsam verwaltet worden. Als Ergebnis waren die beiden Vermögensmassen derart vermengt worden, dass eine saubere Trennung nicht mehr möglich war. Versuche, diesen Komplex der so genannten "Domänen" zwischen Staat und Haus aufzuteilen, wie sie v. a. in Preußen und mehreren norddeutschen Kleinstaaten versucht wurden, endeten in politisch bedingten Kompromissen, bei denen entweder der Staat dem Herrscherhaus eine fixierte Rente (Zivilliste, Krondotation) bezahlen musste oder die als Hausvermögen anerkannten Domänen mit Leistungen an den Staat (Domanialrente oder Übernahme bestimmter Lasten, z. B. Unterhalt des Hoftheaters) belastet wurden. In einigen Ländern kam es im 19. Jahrhundert zu überhaupt keiner Vermögensteilung. Die praktische Zuordnung konnte dabei beim Haus liegen, wie in Mecklenburg, oder beim Staat, wie in Bayern. Die Verhältnisse in Bayern Die bayerische Verfassung vom 26. Mai 1818 bestimmte in ihrem Titel III "Von dem Staatsgute" in § 1 den ganzen Umfang des Königreichs Bayern als unveräußerliche Gesamtmasse (Abs. 1) und legte ferner fest, dass alle "neuen Erwerbungen aus Privat-Titeln" an unbeweglichen Gütern dieser Gesamtmasse einverleibt werden und "in den Erbgang des Mannesstammes" kommen sollten. 2215 München 10305 Schleißheim 13016 Berg 39544 Würzburg 32732 Bamberg 32741 Bayreuth 10522 Neuburg a.d. Donau Die revolutionäre Regierung Eisner ging aufgrund dieser Staatsrechtslehre 1918 davon aus, die von der Zivilliste verwalteten Liegenschaften (v. a. Schlösser) seien ohnehin Staatseigentum; die Zahlung der Rente aus dem Staatshaushalt stellte sie ein. Schon früh erhoben [...]
  • Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft
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    [...] de Die bayerische Verfassung von 1818 bestimmte die bis dahin entstandenen Kunst- und Büchersammlungen der Wittelsbacher zu unveräußerlichem Staatsgut. Im Rahmen der Neuregelung der Vermögensrechte von Staat und abgesetzter Dynastie wurden diese älteren Sammlungen der 1923 errichteten Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft überwiesen. de Der Ursprung 118647571 Albrecht V. Die Rechtslage nach der bayerischen Verfassung von 1818 Diese Kunst- und Büchersammlungen bestimmte Titel III § 2 der Verfassungsurkunde vom 25. Mai 1818 als Bestandteil des "unveräußerliche[n] Staatsgute[s], welches im Falle einer Sonderung des Staats-Vermögens von der Privat-Verlassenschaft [...]
    [...] . Beitrag: Abfindung der Wittelsbacher nach 1918). Die Gründung der Stiftung In den Verhandlungen über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung nach 1918 trafen sich die Interessen des Freistaats Bayern und der abgesetzten Dynastie: Der Freistaat wollte die Sammlungen für öffentliche Zwecke dauernhaft erhalten, Kronprinz Rupprecht (1869-1955), seit 1921 Chef des Hauses Wittelsbach, sah es in Treue zu den Dispositionen der bayerischen Herzöge und Kurfürsten als Verpflichtung an, diese Sammlungen ungeschmälert zu erhalten. Aus diesen beiderseitigen Zielen ergab sich die Lösung, das Eigentum an den Sammlungen in eine Stiftung zu überführen. Daher bestimmte § 7 des Übereinkommens über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung zwischen Staat und ehemaligem Königshaus vom 24. Januar 1923, dass der Kronprinz auf die Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft übertragen werde: die familieneigene Handschriftensammlung der Hof- und Staatsbibliothek,die Gemälde aus der kurbayerischen Galerie,die aus der Düsseldorfer, Mannheimer und Zweibrücker Galerie stammenden Gemälde,die Schatzkammer,das Porzellankabinett,die zum Hausgut gehörigen Gegenstände des Bayerischen Nationalmuseums und der Staatlichen Münzsammlung,die Handzeichnungen der ehemaligen kurpfälzischen Sammlung. Kronprinz Rupprecht kam der vertraglich eingegangenen Verpflichtung durch Errichtung der Stiftung mittels Urkunde vom 12. Mai 1923 nach. 118574884 Ludwigs I. Zweck und Verwaltung der Stiftung Zweck der Stiftung ist die dauernde und ungeschmälerte Erhaltung der Sammlungsbestände. Die Verwaltung obliegt gemäß der Verwaltungsordnung vom 14. Juli 1923 einem Stiftungsvorstand aus drei Personen: Ein Vertreter des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (ursprünglich: Staatsministerium für Unterricht und Kultus),ein von diesem ernannter Museumsfachmann,ein vom Chef des Hauses benannter Vertreter des Hauses Wittelsbach. Die Wittelsbacher Landesstiftung ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Vergleichbare Stiftungen entstanden nach 1918 in verschiedenen deutschen Ländern, zum Beispiel die Coburger [...]
  • Wittelsbachische Primogeniturordnung, 1506
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    [...] de Stellte die Einheit des Herzogtums Bayerns nach einer etwa 250 Jahre währenden Phase von Herrschaftsteilungen wieder her und sicherte sie für die Zukunft. Motor war Herzog Albrecht IV. (reg. 1465-1508), der konsequent auf die Einheit hinarbeitete. Nachdem er sich im Bayerischen Erbfolgekrieg (1504/05) als Erbe des Teilherzogtums Bayern-Landshut durchgesetzt hatte, regelte er mit seinem einzigen noch lebenden Bruder Wolfgang (1451-1514) unter Beteiligung der Landstände vertraglich, dass immer nur der älteste Sohn weltlichen Standes die Regierung des Herzogtums übernehmen sollte. Die vorübergehende Gewähr von Sonderrechten an Wolfgang blieb ebenso Episode wie die gemeinsame Regierung der beiden Herzogsbrüder in der nächsten Generation. Die Primogenitur setzte sich dauerhaft durch. de Vorherrschen des Unteilbarkeitsprinzips im Stammesherzogtum Zwei Prinzipien befanden sich das gesamte Mittelalter hindurch in einem Konflikt: Teilbarkeit und Unteilbarkeit von Reichen und Fürstentümern. Dies betraf auch die mit dem Herrscheramt verbundene, herausgehobene Stellung. In den Königreichen Mittel- und Westeuropas (zunächst ohne die Iberische Halbinsel) setzte sich nach dem Ende der Karolingerzeit überall der Gedanke der Unteilbarkeit durch, der im Deutschen Reich durch das Prinzip der Königswahl anstatt des dynastischen Erbrechts noch verstärkt wurde. Im frühen bayerischen Stammesherzogtum überwog der Gedanke der Zusammengehörigkeit des Stammes: Die Lex Baiuvariorum sah nur einen einzigen Herzog vor. Dennoch kannte das frühe bayerische Stammesherzogtum Perioden, in denen es mehrere Teilherzöge gab. Während des "jüngeren Stammesherzogtums", das sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts etablierte, war die als Amt verstandene Herzogswürde wie das Königtum unteilbar. Das Zeitalter der Teilungen (13.-15. Jahrhundert) Der Verfassungswandel des 12. Jahrhunderts brachte die lehenrechtliche Interpretation der Bindung der Herzöge an das Reich mit sich - und damit ein weiteres Argument für die Unteilbarkeit. Das Herzogtum Bayern löste sich von der Verwurzelung im Stamm und wurde zum Territorialstaat, vor allem nach der Übernahme der Herrschaft durch die Wittelsbacher im Jahre 1180. Da altes Herzogsgut und das ererbte Hausgut der Dynastie untrennbar miteinander vermischt wurden, wuchsen auf Dauer die Ansprüche jüngerer Söhne auf einen Anteil am väterlichen Erbe. Wie in vielen anderen deutschen Reichsfürstentümern war die Geschichte Bayerns im Spätmittelalter darum von einer Serie von Landesteilungen unter den Angehörigen des Hauses Wittelsbach geprägt. Beginnend mit dem Jahr 1255 war Bayern, abgesehen von den Jahren 1340 bis 1349, stets in mehrere Landesteile, zeitweise bis zu vier, geteilt. Allerdings stellten die wittelsbachischen Hausverträge, darunter als bekanntester der von Pavia [...]