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  • Kolmsperger, Max (1890 – 1966), Redakteur, Journalist
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    [...] de Volks- und Mittelschule; Studium der Nationalökonomie und Literaturgeschichte, seit der Kindheit intensive musikalische Ausbildung (bei Max Reger); Seit etwa 1910 publizistisch tätig, zunächst v.a. feuilletonistisch, auch als Musik- und Theaterkritiker; 04.1914 Kontakte zur Anarchistengruppe Erich Mühsams, Publikation Artikel anarchistischen Inhalts in der Frankfurter Zeitung, Nr. 339 und 355; Abbruch der Studien mit Kriegsbeginn 1914; 1914-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg; 1919 in der Münchner Räterepublik Mitarbeiter in der Presseabteilung des Pferdereferats beim Vorsitzenden des Bauernrats Karl Gandorfer; 17.06.1919 wegen politischer Umtriebe vorläufig festgenommen, Vorwurf: Vorbereitung zum Hochverrat (Begründung: Verfassung der von Gandorfer unterzeichneten Propagandaflugblätter der Räteregierung, Mitglied der Verhaftungskommission der Räteregierung im Wittelsbacher Palais, München, nach der Ermordung Eisners Teilnahme an der Bewachung der Geiseln im Bayerischen Hof), Einstellung des Verfahrens; Anschließend Ausbildung zum Redakteur, erste Stelle bei der „Allgemeinen Zeitung“; 1929-1933 (Entlassung) Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ (München); Ab 1934 Schriftleiter beim Landesverband der Bayerischen Presse im Reichsverband der deutschen Presse; 1935 vorübergehend aus dem Reichsverband ausgeschlossen; Mehrere Jahre als Schriftleiter im NSKOV; Anschließend als Schriftsteller tätig; 1945-1946 ehrenamtlicher Betreuer ehemaliger KZ-Häftlinge in Moosburg; 26.02.1946-13.06.1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament); Ab Ende 1946 wieder journalistisch tätig: Zunächst als (Chef-)Redakteur des „Münchner Mittag“, 1948-1951 Chefredakteur der „Bayerischen Landeszeitung“; Ab 1951 Herausgeber des Informationsdiensts „Aus erster Hand“; 1951-1966 stellv. Vorsitzender des Verbands der Berufsjournalisten in Bayern; 1. Vorsitzender des Unterstützungsvereins der Berufsjournalisten; stellv. Vorsitzender des Beirats der Akademie für Politische Bildung. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Vohburg
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    [...] de Die V. gehörte den Markgrafen von Vohburg und Cham. 958 und 985/89 erscheinen Arnold I. und II. als comes de Vogaburg. Bald nach 1081 ging V. an Pfalzgraf Rapoto von Cham, 1116/18 dann an Diepold III., der 1142 als Markgraf von V. betitelt wird. In der 1. Hälfte des 12. Jhdts. sind mehrere Burgmannen bezeugt, was die hohe Bedeutung der Burg spiegelt. Mit der Scheidung König Friedrichs I. von Adala, der Schwester Diepolds, setzte der Machtverlust der Diepoldinger ein. Als die Wittelsbacher 1204 die V. an sich rissen, fand Herzog Ludwig I. von Bayern nur noch eine offenbar bewusst niedergebrannte Burg vor, die fortan nur noch eine untergeordnete Rolle spielte, ausgenommen die Hochzeit, die König Konrad IV. mit Elisabeth von Wittelsbach 1246 auf der V. feierte. Auf der Burg befand sich damals ein Amtssitz, der später durch ein Pfleg- und Kastenamt ergänzt wurde. 1316 wurde die Burg zerstört, dann 1346-1353 an die Zollerschen Burggrafen von Nürnberg verpfändet. Nach einem Wiederaufbau 1414 und der heimlichen Heirat Herzog Albrechts III. mit Agnes Bernauer 1435 warfen die 1641 die Schweden die Burg nieder, die fortan ruinös blieb. 1721 baute man in das Burgareal ein Haus ein, das seit 1958 als Altersheim dient. Die Burg wurde in den 1980er Jahren überaus stark saniert. de Bau 1981 führte man in der auf dem Burgareal gelegenen Pfarrkirche St. Peter, 1997-2001 im Burghof archäologische Grabungen durch. Es fanden sich Reste von Holzbauten des 8.-10. Jhdts., darunter eines Doppelturmtors und einer Vorgängerkirche. Noch vor 1035 entstand ein steinerner Kirchenbau, kurz darauf ein steinerner rechteckiger Wohnturm mit Wohnbau, weiterhin die später erhöhte Ringmauer. Nach 1120 bebaute man den Burghof mit etlichen Burgmannenhäusern sowie einem zentralen Wohnturm (19 x 1 5m; um 1770 eingelegt). Wohl um 1230/40, evtl. in Zusammenhang mit der Hochzeit von 1246, kam es zum Ausbau der Burgkirche und der gesamten Burg, die damals ein repräsentatives Doppelturmtor erhielt und als castra nova zu Vochpurg beschrieben wird. Bis 1414 fanden Wiederaufbauarbeiten an der 1316 zerstörten Burg und Kirche statt. Im späten 15. Jhdt. erfolgten weitere Ausbauten, als man neben dem Bau des runden „Pulverturms“ u.a. das Tor durch ein Vorwerk (Barbakane) befestigte. Diese Baumaßnahme ist durch zwei Wappenschilde von Herzog Albrecht mit den Daten „1477“ und „MCCCCLXXXII“ (1482) belegt. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Natternberg
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    [...] de Das vorgeschichtlich befestigte und besiedelte Bergplateau wurde wohl im frühen 12. Jahrhundert durch eine Burganlage überbaut, die 1145 mit Hartwig de Natherenberg aus dem Geschlecht der Grafen von Bogen erstmals in Erscheinung trat. 1242 folgten die Wittelsbacher dem ausgestorbenen Grafengeschlecht nach. 1256 urkundete Herzog Heinrich XIII. auf Natternberg. Herzog Heinrich der Natternberger, der 1331 bei der Teilung Niederbayerns auch Natternberg erhielt, ist hier aufgewachsen. 1333 wurde Peter Eckher von Eck mit Natternberg beliehen. Als er sich 1337 gegen seinen Landesherrn erhob, wurde Natternberg nach sechswöchiger Belagerung eingenommen. Ab 1338 war die Burg Sitz eines eigenen Pfleggerichts. Um 1400 installierte man in ihr einen Pflegamtssitz. Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Österreichischen Erbfolgekrieg führten zum baulichen Niedergang der Burg, die schließlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch noch ihre Stellung als Sitz des Landgerichts verlor und 1802 an den Bayerischen Staat ging. Ende des 19. Jahrhunderts baute man in die Burg ein Schlösschen ein. In der NS-Zeit diente die Burg als Reichsarbeitsdienst-Lager. Die Burgreste wurden mittlerweile saniert, wobei der Viereckturm am Ostende ein neues Dach erhielt. de Bau Seit den 1996 und 1997 im Burginneren durchgeführten archäologischen Grabungen weiß man mehr über die ansonsten eher schlecht erforschte Burganlage. Die ältesten Funde reichen in die Jungsteinzeit zurück, doch erst in der Urnenfelderzeit (1200 – 800 v. Chr.) setzt eine dauerhafte Besiedlung ein. Die Burg entstand wohl im frühen 12. Jahrhundert. Zu den Gründungsbauten gehört die Ringmauer, auch soll der übereck gestellte quadratische Ostturm zu den ältesten Burgbauten gehören, was noch genauer zu prüfen wäre. Die mauerbündig an die Südseite gestellte Burgkirche besaß einen romanischen Vorgänger mit Rundapsis, wurde in der Gotik dann vergrößert, wobei sie einen Polygonchor erhielt. Im Südosteck errichtete man Ende des 19. Jahrhunderts das „Schlösschen“, das heute nur noch als Ruine erhalten ist. Der Baubestand ist mittlerweile umfassend saniert. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burg Riedenburg (Rosenburg)
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    [...] de 1112 benannte sich Burggraf Otto I. von Regensburg erstmals nach der R. ritenburgensis. „Der Burggrave von Rietenburg“, wohl Heinrich IV. oder Otto III., die um 1170/80 lebten, erscheint um 1400 in der berühmten Großen Heidelberger Liederhandschrift („Codex Manesse“). Zwischen 1185 und 1196 brachte Herzig Ludwig I. von Bayern die Herrschaft R. an sich, die bei der Landesteilung 1255 an Oberbayern fiel. Im 14. Jhdt, verpfändeten die Wittelsbacher die Herrschaft R. samt ihren Burgen wiederholt, so 1384-1424 an die Grafen von Abensberg, dann an die Muggenthaler. 1525 erstürmten Bauern die hart umkämpfte Burg und brannten sie nieder, woraufhin in den 1550er Jahren ein Wiederaufbau erfolgte. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die R. 1632, 1634 und 1648 Beschädigungen, desgleichen 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg. Hinzu kam ein Brand im Jahr 1780. Die stets instand gesetzte R. wurde 1803 Sitz eines Rentamts. Im 20. Jhdt. diente die Burg als Forstamt, Bezirksamt, Raketenversuchsanstalt, Gefängnis und Sitz eines Antiquariats, bevor sie 1970 an die Bayerische Schlösserverwaltung kam. Die bewirtschaftete Anlage wird heute kulturell genutzt und beherbergt einen Jagdfalkenhof mit zugehörigem Museum. de Bau Auf dem Bergrücken der R. standen zwei weitere Burgen: Rabenstein (auch Rabenfels genannt) und Tachenstein, die alle durch Mauern mit dem Ort R. verbunden waren. Die exakte Chronologie dieser Burgbauten ist nicht bekannt, am ältesten soll Rabenstein sein.Die ältere Baugeschichte der R. ist unzulänglich erforscht, sie soll gemeinsam mit der Burg Tachenstein im frühen 13. Jhdt. entstanden sein, wobei auch eine Gründung im ausgehenden 12. Jhdt. denkbar ist. Als älteste Bestandteile gelten die Ummauerung, der Sockel des Bergfrieds und der Unterbau des Nordostflügels, die allesamt Buckelquader aufweisen. Der Südostflügel mit seinen Renaissanceformen hingegen ist ein Bau der 1550er Jahre, als unter Arnold von Muggenthal, Pfleger des herzoglichen Gerichts R. der Wiederaufbau der im Bauernkrieg zerstörten Burg erfolgte (Baudaten 1556, 1558 und 1560). Damals entstand die R. weitgehend in der heutigen Gestalt mit den beiden großen Flügelbauten der Hauptburg und der erneuerten Kapelle (1558 datiert, mit Freskenresten). 1888-93 nahm man gründliche Renovierungen, 1905/06 eine Rekonstruktion des Bergfrieds vor. Die Baumaßnahmen zwischen 1200 und 1550/60 sind noch nicht exakt bestimmbar. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burg Burglengenfeld
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    [...] de Die überaus reich begüterten Grafen von Lengenfeld erscheinen Mitte des 11. Jahrhunderts mit Friedrich von Lengenfeld. Im Jahr 1119 ging Lengenfeld auf dem Erbweg an Pfalzgraf Otto V. von Wittelsbach, der sich fortan auch als Palatinus de Lengenfeldt bezeichnete. 1172 wird das castrum in Lenginvelt, auf dem man 1287 die Verlobung von Herzog Otto von Braunschweig mit Mathilde, Tochter des Herzogs von Bayern, feierte, erstmals direkt erwähnt. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach verpfändet, blieb aber beim Haus Wittelsbach. 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg besetzten die Böhmen die Burg und brannten sie schließlich nieder. 1505 kam Burgelengenfeld an die Junge Pfalz (Pfalz-Neuburg) und blieb dort bis 1806. 1633 und 1641 nahmen die Schweden die Burg ein, die allerdings erst zwischen 1806 und 1814 baulichen Schaden nahm, als man sie als Steinbruch nutzte. Wieder instand gesetzt diente sie von 1938 bis 1945 der Hitler-Jugend als Jugendheim. Seit 1968 beherbergt sie ein heilpädagogisches Zentrum, das nun den Großteil der Burganlage nutzt. Die hiermit verbundenen baulichen Eingriffe fielen nicht immer zum Vorteil der Bausubstanz aus. de Bau Die enorme Größe der Burg (1,8 Hektar) erklärt sich aus der Reaktivierung einer vorgeschichtlichen Wallburg, deren Wall um 1100 durch eine Ringmauer mit einem östlich ausgerichteten Torbau ersetzt wurde. Zeitgleich entstand im Zentrum des Burgareals ein hoher Rundturm, der sicherlich durch einen Saalbau ergänzt wurde. Wohl gleich nach 1119 demonstrierten die neuen Burgherren, die Wittelsbacher, ihre Machtstellung durch den Bau eines großes quadratischen Turmhauses (sog. Sinzenhofer Turm), den sie symbolträchtig neben dem Tor platzierten. 1361 sind Bauarbeiten bezeugt, deren Umfang sich nicht bestimmen lässt. Aus gotischer Zeit stammen jedenfalls der Pulverturm und die stark überformten Gebäude des Zehntkastens, des Zeughauses und des Kastenamts. Um 1500 erfolgte eine notdürftige Umrüstung auf Artillerieverteidigung, indem man zeitgemäße Schießscharten einbaute und unter anderem den Torbau mit einer Barbakane versah. Eine um 1600 geplante bastionäre Umwehrung kam nicht zur Ausführung. Damals besaß die Burg eine innere Kernburg am Rundturm, die eine 1619 neu gestaltete Burgkapelle, eine Alte und Neue Dürnitz, ein Fürstenzimmer und einen Neuen Bau umfasste. Sie wurde gemeinsam mit den Stallungen im frühen 19. Jahrhundert weitgehend abgebrochen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Schwarzenburg
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    [...] de Von der einflussreichen Familie S. die erstmals 1048 und 1060 mit Heinricus de Swarcenburc nachweisbar ist, ging die Burg über die Grafen von Mödling und über die Staufer 1212 an König Ottokar von Böhmen. 1255 wurde sie bei der Wittelsbacher Landesteilung Niederbayern zugeschlagen. Mit Reinboto nahm vor 1259 die gleichfalls sehr bedeutende jüngere Linie der Schwarzenburger ihren Sitz auf der S. 1332 erwarb Landgraf Ulrich von Leuchtenberg die Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen, die 1404 von Amalia Kagerin von Störnstein und Hans die Pfluge zu Rabenstein erworben wurde. Die Pfluge bauten die Herrschaft weiter aus, um sie 1495 an Heinrich von Plauen, Burggraf von Meißen, zu verkaufen. Vom unsteten Heinrich von Guttenstein, der S. drei Jahre lang besaß, erwarb 1509 der Pfälzer Kurfürst Ludwig V. Burg und Herrschaft S. Bis 1542 saß der Pfleger des Pflegamts Rötz auf der Burg, zog dann in den Wirtschaftshof, was den Untergang der zudem 1634 von den Schweden zerstörten Burg einleitete. 1892 führte man im Burghof erstmals historische Theaterstücke auf - eine Tradition, die man 1996 wieder aufnahm. 1897-1902 sowie 1955 erfolgten Sanierungsarbeiten, inkl. der Erschließung des Bergfrieds. de Bau Wohnbau, Ringmauer und Kapelle in der Hauptburg, Turm und Wohnbau in der Unterburg dürften auf Berthold II. von S. (1125-47 nachweisbar) zurückgehen, dem Neffen der Kölner Erzbischofs Friedrich. Im späten 12. Jhdt. kamen der Bergfried und jüngere Wohnbau hinzu, auch 1332 soll an der S. gebaut worden sein. Wohl bald nach 1439 befestigte man angesichts der Hussiteneinfälle die Hauptburg durch drei Halbrundtürme. Heinrich von Plauen verbaute 1505 den stattlichen Betrag von 4.000 Gulden u.a. in zwei mächtige Streichwehren, ein wuchtiges Artillerierondell, ein Vortor und einen gemauerten Halsgraben. Ab 1514 setzten die Wittelsbacher die Burg instand, die. nach der Zerstörung von 1634 über eine lange Zeit hinweg als Steinbruch diente. Ab 1897 sowie 1955 erfolgten Sanierungsarbeiten. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Murach (Obermurach)
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    [...] de Die Burg wird erstmals 1110 mit „Gerunch de Mourach“, einem Dienstmann der Grafen von Sulzbach, indirekt erwähnt. 1188 gingen Burg und Herrschaft durch Erbschaft an die Grafen von Ortenburg über. 1238 vermachte Heinrich I. von Ortenburg Murach seiner Frau, die sich gemeinsam mit ihren Söhnen fortan „von Ortenburg-Murach“ nannte. Rapoto von Ortenburg-Murach verpfändete die Burg 1268 an Herzog Ludwig den Strengen, der sie 1285 schließlich erwarb und mit eigenen Dienstleuten besetzte. 1329 fiel die Burg an die Pfälzer Linie der Wittelsbacher, 1353 an Kaiser Karl IV. In den Jahren 1428 und 1433 widerstand sie Belagerungen durch die Hussiten. Die 1628 wieder bayerisch gewordene Burg wurde 1632 von Kurbayern eingenommen. Mit der Verlagerung des Pfleggerichts Murach 1803 begann der Niedergang der Burg, die bereits ab 1842 erste Sicherungsarbeiten erfuhr. Im Jahr 1893 und im 20. Jahrhundert führte man weitere Sanierungseingriffe an der heute dem Freistaat Bayern gehörenden Burgruine durch. 1970 baute man unglücklicherweise eine Betriebskabine für eine Fernsehfüllsenderanlage ein. de Bau Aus dem frühen 12. Jahrhundert, also aus der Zeit des Gerunch de Mourach, stammen Teile der Ringmauer der Hauptburg sowie ein großer quadratischer Wohnturm, der später als Getreidekasten diente. Wohl gegen 1240 kam der quadratische Bergfried hinzu, zugleich wurde die Hauptburg sowohl nach Süden als auch nach Norden erweitert und überformt. Weitere deutlich ablesbare Ausbauphasen, die unter anderem eine Aufstockung des Bergfrieds umfassen, sind hinsichtlich ihres Ausmaßes und ihrer Datierung noch ungeklärt. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Schweppermannsburg
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    [...] de Die ursprünglich als „Burg Pfaffenhofen“ bekannte S. erscheint erstmals 1149 indirekt mit einem Henricus de Paphenhove, der in Diensten der Grafen von Kastl-Habsberg stand und dessen Familie sich bis 1294 nachweisen lässt. Über Erbgang kam die Burg von den Hirschbergern 1305 an die Wittelsbacher, die sie als Pflegamtssitz nutzten. Sie belehnten die Familien Schmid und Schweppermann zugleich mit der Burg. 1330-53 befand sich die Burg Pfaffenhofen dann im Besitz von Heinrich und Hartung Schweppermann, den Söhnen des legendären Feldhauptmanns Seyfried Schweppermann, der König Ludwig dem Bayern beste Kriegsdienste leistete und nach dem die Burg später benannt wurde. Im Landshuter Erbfolgekrieg S. 1504 zerstört, folgte ihrer Instandsetzung 1633 eine erneute Niederwerfung durch die Schweden. Abermals aufgebaut, diente sie bis 1825 als Amtssitz, dann, da leerstehend, als Steinbruch. Bereits 1895-1904 wurden erste Sanierungsarbeiten durchgeführt und in den 1960er Jahren fortgesetzt, als man u.a. den Bergfried durch eine neue Tür mit Innentreppe erschloss und ihm ein Satteldach verpasste. Heute dient die Ruine dem Alpenverein, dessen Sektion Amberg hier alljährlich ein Burgfest abhält und die Burg mittlerweile erworben hat, als Wanderstützpunkt. de Bau Die Baugeschichte der Burgruine ist kaum erforscht, weswegen die Bauzeit der Burg generell ins „11. oder 12. Jhdt.“ gesetzt wird. Archäologische Grabungen erbrachten 2003 neben einer vorgeschichtlichen Besiedlung auch den Nachweis von Bausubstanz der Zeit um 1149.Der Bergfried lässt sich über sein Mauerwerk unter Vorbehalt dem frühen 13. Jhdt. zuweisen, wohingegen der Palas offenbar einen Wiederaufbau des frühen 16. Jhdts. über älteren Mauerresten darstellt. Damals, wohl gleich nach der Zerstörung von 1504, reparierte man auch die Ringmauer, versetzte man das Burgtor und sicherte man die Südseite durch einen Zwinger. 1776 trug man den Bergfried wegen Baufälligkeit ab. Die Bausubstanz insbesondere der Ringmauer ist durch etliche Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen, darunter auch Reclycling historischen Baumaterials, gekennzeichnet Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Trostberg
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    [...] de Die strategisch günstig an der Salzstraße gelegene Burg Trozzeperch wurde Mitte des 12. Jhdts. auf Grund und Boden des Klosters Baumburg durch die Chiemgaugrafen von Ortenburg erbaut. 1248 kamen Burg und Markt an die Bayerischen Herzöge, die als Klostervögte fungierten und T. als Gegenburg zum Hochstift Salzburg verstanden. 1301 wird T. als wittelsbacher Pflegersitz erwähnt, 1392 kamen Burg und Markt an die Landshuter Herzöge. 1504 wurde die Burg während des Landshuter Erbfolgekriegs durch kaiserliche Truppen besetzt. Im frühen 19. Jhdt. begann man mit dem Abbruch der baufälligen Burg. Das Burgareal wurde im 19. und 20. Jhdt. teilweise modern bebaut. de Bau Gründung und Baugestalt der Burg sind nicht bekannt. Der erhaltene Rundturm dürfte analog zu der angebauten Kapelle aus der Zeit um 1500 bzw. aus dem frühen 16. Jhdt. stammen. Die Baudetails sind spätgotisch, allerdings barock überformt. 1624 wird die Kapelle als „fast neu erbaut“ beschrieben. Ab 1810 erfolgte der Großabbruch der Burganlage; 1881 wurde die Kapelle restauriert (Inschrift), 1976 die gesamte Bausubstanz. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Kupka, Engelbert ( * 1939), 1.Bürgermeister, Jurist, Rechtsanwalt
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    [...] de 1959 Abitur Wittelsbacher Gymnasium München; 1959-60 Wehrdienst (Luftwaffe); Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 1968 Assessorexamen; 1969-1972 Regierungsrat in der Bayerischen Finanzverwaltung und Lehrer an der Landesfinanzschule; 1972-1990 1. Bürgermeister der Gemeinde Unterhaching; Ab 1972 Kreisrat München-Land; 1978-1996 Stellvertreter des Landrats; Ab 1990 Tätigkeit als Rechtsanwalt; Ab 1973 Präsident der Spielvereinigung Unterhaching; Auszeichnungen: Bürgermedaille in Gold der Gemeinde Unterhaching, Goldener Ehrenring des Landkreises München, Ehrenzeichen des BRK, Bundesverdienstkreuz; Mitgliedschaften: Kuratorium Spastiken-Zentrum München, Kuratorium Neues Jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum am St.-Jakobs-Platz München; Mitglied des Landtags ab 1990. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: Unterhaching, Lkr. München/Obb. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]