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  • Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft
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    [...] de Die bayerische Verfassung von 1818 bestimmte die bis dahin entstandenen Kunst- und Büchersammlungen der Wittelsbacher zu unveräußerlichem Staatsgut. Im Rahmen der Neuregelung der Vermögensrechte von Staat und abgesetzter Dynastie wurden diese älteren Sammlungen der 1923 errichteten Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft überwiesen. de Der Ursprung 118647571 Albrecht V. Die Rechtslage nach der bayerischen Verfassung von 1818 Diese Kunst- und Büchersammlungen bestimmte Titel III § 2 der Verfassungsurkunde vom 25. Mai 1818 als Bestandteil des "unveräußerliche[n] Staatsgute[s], welches im Falle einer Sonderung des Staats-Vermögens von der Privat-Verlassenschaft [...]
    [...] . Beitrag: Abfindung der Wittelsbacher nach 1918). Die Gründung der Stiftung In den Verhandlungen über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung nach 1918 trafen sich die Interessen des Freistaats Bayern und der abgesetzten Dynastie: Der Freistaat wollte die Sammlungen für öffentliche Zwecke dauernhaft erhalten, Kronprinz Rupprecht (1869-1955), seit 1921 Chef des Hauses Wittelsbach, sah es in Treue zu den Dispositionen der bayerischen Herzöge und Kurfürsten als Verpflichtung an, diese Sammlungen ungeschmälert zu erhalten. Aus diesen beiderseitigen Zielen ergab sich die Lösung, das Eigentum an den Sammlungen in eine Stiftung zu überführen. Daher bestimmte § 7 des Übereinkommens über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung zwischen Staat und ehemaligem Königshaus vom 24. Januar 1923, dass der Kronprinz auf die Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft übertragen werde: die familieneigene Handschriftensammlung der Hof- und Staatsbibliothek,die Gemälde aus der kurbayerischen Galerie,die aus der Düsseldorfer, Mannheimer und Zweibrücker Galerie stammenden Gemälde,die Schatzkammer,das Porzellankabinett,die zum Hausgut gehörigen Gegenstände des Bayerischen Nationalmuseums und der Staatlichen Münzsammlung,die Handzeichnungen der ehemaligen kurpfälzischen Sammlung. Kronprinz Rupprecht kam der vertraglich eingegangenen Verpflichtung durch Errichtung der Stiftung mittels Urkunde vom 12. Mai 1923 nach. 118574884 Ludwigs I. Zweck und Verwaltung der Stiftung Zweck der Stiftung ist die dauernde und ungeschmälerte Erhaltung der Sammlungsbestände. Die Verwaltung obliegt gemäß der Verwaltungsordnung vom 14. Juli 1923 einem Stiftungsvorstand aus drei Personen: Ein Vertreter des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (ursprünglich: Staatsministerium für Unterricht und Kultus),ein von diesem ernannter Museumsfachmann,ein vom Chef des Hauses benannter Vertreter des Hauses Wittelsbach. Die Wittelsbacher Landesstiftung ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Vergleichbare Stiftungen entstanden nach 1918 in verschiedenen deutschen Ländern, zum Beispiel die Coburger [...]
  • Abfindung der Wittelsbacher nach 1918
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    [...] de In Bayern waren vor 1918 das Privateigentum des Hauses Wittelsbach und der Besitz des Staates nicht voneinander getrennt worden. Unter Berufung auf die Verfassung von 1818 ging die Staatsrechtslehre des 19. Jahrhunderts davon aus, dass das Haus Wittelsbach zugunsten des Staates auf sein Hausvermögen verzichtet habe. Die revolutionäre Regierung Eisner stellte daher 1918 alle Zahlungen an die Dynastie ein und betrachtete die bisher von den Wittelsbachern genutzten Schlösser sowie die Kunstsammlungen als Staatseigentum. Der BVP-nahe Staatsrechtler Konrad Beyerle (1872-1933) wies aber im Auftrag der gestürzten Dynastie nach, dass die Verfassung von 1818 falsch interpretiert worden und eine Scheidung von Haus- und Staatsvermögen noch durchzuführen sei. de Allgemeine Problemlage Die Revolution von 1918 zerriss in den deutschen Einzelstaaten nicht nur das staatsrechtliche Verhältnis der Dynastien zu ihrem Land, sondern warf auch ein vermögensrechtliches Problem auf. Während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit war das Hausvermögen der regierenden Familie mit den Gütern, die zu den lehenrechtlich vom Kaiser verliehenen Fürstentümern gehörten, z. B. mit dem bayerischen Herzogsgut, gemeinsam verwaltet worden. Als Ergebnis waren die beiden Vermögensmassen derart vermengt worden, dass eine saubere Trennung nicht mehr möglich war. Versuche, diesen Komplex der so genannten "Domänen" zwischen Staat und Haus aufzuteilen, wie sie v. a. in Preußen und mehreren norddeutschen Kleinstaaten versucht wurden, endeten in politisch bedingten Kompromissen, bei denen entweder der Staat dem Herrscherhaus eine fixierte Rente (Zivilliste, Krondotation) bezahlen musste oder die als Hausvermögen anerkannten Domänen mit Leistungen an den Staat (Domanialrente oder Übernahme bestimmter Lasten, z. B. Unterhalt des Hoftheaters) belastet wurden. In einigen Ländern kam es im 19. Jahrhundert zu überhaupt keiner Vermögensteilung. Die praktische Zuordnung konnte dabei beim Haus liegen, wie in Mecklenburg, oder beim Staat, wie in Bayern. Die Verhältnisse in Bayern Die bayerische Verfassung vom 26. Mai 1818 bestimmte in ihrem Titel III "Von dem Staatsgute" in § 1 den ganzen Umfang des Königreichs Bayern als unveräußerliche Gesamtmasse (Abs. 1) und legte ferner fest, dass alle "neuen Erwerbungen aus Privat-Titeln" an unbeweglichen Gütern dieser Gesamtmasse einverleibt werden und "in den Erbgang des Mannesstammes" kommen sollten. 2215 München 10305 Schleißheim 13016 Berg 39544 Würzburg 32732 Bamberg 32741 Bayreuth 10522 Neuburg a.d. Donau Die revolutionäre Regierung Eisner ging aufgrund dieser Staatsrechtslehre 1918 davon aus, die von der Zivilliste verwalteten Liegenschaften (v. a. Schlösser) seien ohnehin Staatseigentum; die Zahlung der Rente aus dem Staatshaushalt stellte sie ein. Schon früh erhoben [...]
  • Wittelsbacher (19./20. Jahrhundert)
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    [...] de 1799 waren fast alle bisherigen Linien der Wittelsbacher ausgestorben. Volljährige männliche Vertreter der Familie waren einzig der Zweibrückner Herzog Max Joseph (1756-1825) und dessen Vetter Wilhelm (1752-1837). Von Max Joseph, der das Erbe des bisherigen Kurfürsten Karl Theodor (1724-1799) antrat und 1806 bayerischer König wurde, stammten alle bayerischen Herrscher bis 1918 sowie verschiedene heute noch blühende Seitenlinien ab. Für diesen Teil der Familie gilt nach wie vor das 1819 erlassene Familienstatut. Die auf Herzog Wilhelm zurückführende Familie der Herzöge "in" Bayern starb 1973 im Mannesstamm aus, besteht aber durch Adoption fort. de Die Erbfälle von 1777 und 1799 118579436 Maximilian III. Joseph 118560190 Karl Theodor 118560190 Max Joseph 100127010 Friedrich Michael 11907284X Marie Die politische Rolle der Wittelsbacher 1806 bis 1918 118579428 Max IV. Joseph 118838113 Montgelas 118574884 Ludwig I. 118579347 Max II. 118574892 Ludwig II. 118729683 Luitpold 119021692 Otto 118729373 Ludwig III. Die Rechtsstellung der Königlichen Familie Die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Königlichen Hauses regelte Max I. Joseph durch das Königliche Familienstatut vom 5. August 1819. Es galt für alle aus rechtmäßiger, ebenbürtiger Ehe stammenden Prinzen und unverheirateten Prinzessinnen des Hauses Wittelsbach sowie für die ebenbürtigen Gemahlinnen und Witwen der Prinzen. Die Stellung des Königs als Chef des Hauses war darin scharf ausgeprägt, die hausrechtliche Gültigkeit der Eheschließung der Prinzen von dessen Zustimmung abhängig gemacht. Die Erbfolge im Königlichen Haus wurde abweichend von den Normen des bürgerlichen Rechts unter Bevorzugung des Mannesstammes geregelt. Für die Nutzungsrechte am Wittelsbacher Ausgleichsfonds gelten diese Bestimmungen noch heute. Die Nebenlinien 118849921 Wilhelm 120188686 Christian I. von Birkenfeld-Bischweiler 117420964 Adalbert 117421030 Leopold 117420980 Franz Die Wittelsbacher und der europäische Hochadel Die unmittelbaren Vorfahren Max I. Josephs und des Herzogs Wilhelm in Bayern waren mit protestantischen fürstlichen und gräflichen [...]
    [...] mit den evangelischen Dynastien von Preußen, Hessen-Darmstadt und Oldenburg wurden Eheverbindungen geknüpft. Nach 1918 wurden im Rahmen der allgemeinen Abschwächung des Ebenbürtigkeitsprinzips auch Eheschließungen mit Angehörigen des niederen Adels und Frauen bürgerlichen Standes, die zur Zeit der Monarchie nur als morgantische Ehen möglich gewesen waren, häufiger. Die Wittelsbacher nach 1918 118791605 Rupprecht Ein im Winter 1932/33 unternommener Versuch, unter Nutzung des hohen Ansehens des Kronprinzen durch eine Restauration der Monarchie einer "Machtergreifung" der Nationalsozialisten zuvorzukommen, scheiterte. Zu den Machthabern des "Dritten Reiches" hielt das Haus Wittelsbach im Gegensatz zu vielen [...]
  • Wittelsbacher Ausgleichsfonds
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    [...] de 1923 im Rahmen des Vermögensausgleichs zwischen den Wittelsbachern und dem Freistaat Bayern gegründete Stiftung des öffentlichen Rechts, die Eigentümerin der bis 1918 von der Königsfamilie genutzten Schlösser, diverser Forste, der Kunstsammlungen und des Hausarchivs der Wittelsbacher ist. Die Erlöse des Fonds dienen dem Unterhalt der Angehörigen der ehemaligen Dynastie. de Rechtsgrundlage 118791605 Rupprecht von Bayern Gründungsausstattung In den Wittelsbacher Ausgleichsfonds wurden eingestellt: 10522 Neuburg a.d.Donau 13016 Berg 3621 Berchtesgaden 43965 Hohenschwangau 13038 Feldafing 2215 München 7484 Ettal 7478 Eschenlohe 11517 Herrenchiemsee 39544 Würzburg Stiftungsorgane und -zweck Gemäß der in ihren Grundzügen im Gesetz vom 9. März 1923 festgelegten Verwaltungsordnung wird der Fonds von einem Verwaltungsrat vertreten und überwacht. Ihm gehören fünf vom Haus Wittelsbach bestellte Verwaltungsräte und zwei von der Bayerischen Staatsregierung bestimmte Staatskommissare an. Die täglichen Geschäfte leitet ein vom Verwaltungsrat bestellter Generaldirektor. Das Vermögen des Fonds ist ungeschmälert zu erhalten. Die Erlöse dienen dem Unterhalt der Angehörigen der früheren königlichen Familie, die nach dem Königlichen Familienstatut von 1819 Anspruch auf Versorgung hätten. Dementsprechend gehören nur die Prinzen des Hauses Wittelsbach sowie deren Witwen und unverheiratete Prinzessinnen zu den Versorgungsberechtigten. 13117 Leutstetten 8420 Tegernsee 11878 Wildenwart Entwicklung 118551655 Adolf Hitler Dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds gelang es seit seiner Gründung, sich von der einseitigen land- und forstwirtschaftlichen Ausrichtung zu lösen und sich weitere Betätigungsfelder zu erschließen. Verkauft wurden unter anderem auch die nie für Wohnzwecke der Mitglieder des Hauses genutzten Schlösser in Fürstenried und Neuburg a.d.Donau sowie nach der Trennung der Pfalz von Bayern nach 1945 der dortige Grundbesitz. Das Gärtnerplatztheater, das nur einen Zuschussbetrieb darstellte, übernahm 1937 der Staat. 2172 Ingolstadt Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Kolmsperger, Max (1890 – 1966), Redakteur, Journalist
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    [...] de Volks- und Mittelschule; Studium der Nationalökonomie und Literaturgeschichte, seit der Kindheit intensive musikalische Ausbildung (bei Max Reger); Seit etwa 1910 publizistisch tätig, zunächst v.a. feuilletonistisch, auch als Musik- und Theaterkritiker; 04.1914 Kontakte zur Anarchistengruppe Erich Mühsams, Publikation Artikel anarchistischen Inhalts in der Frankfurter Zeitung, Nr. 339 und 355; Abbruch der Studien mit Kriegsbeginn 1914; 1914-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg; 1919 in der Münchner Räterepublik Mitarbeiter in der Presseabteilung des Pferdereferats beim Vorsitzenden des Bauernrats Karl Gandorfer; 17.06.1919 wegen politischer Umtriebe vorläufig festgenommen, Vorwurf: Vorbereitung zum Hochverrat (Begründung: Verfassung der von Gandorfer unterzeichneten Propagandaflugblätter der Räteregierung, Mitglied der Verhaftungskommission der Räteregierung im Wittelsbacher Palais, München, nach der Ermordung Eisners Teilnahme an der Bewachung der Geiseln im Bayerischen Hof), Einstellung des Verfahrens; Anschließend Ausbildung zum Redakteur, erste Stelle bei der „Allgemeinen Zeitung“; 1929-1933 (Entlassung) Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ (München); Ab 1934 Schriftleiter beim Landesverband der Bayerischen Presse im Reichsverband der deutschen Presse; 1935 vorübergehend aus dem Reichsverband ausgeschlossen; Mehrere Jahre als Schriftleiter im NSKOV; Anschließend als Schriftsteller tätig; 1945-1946 ehrenamtlicher Betreuer ehemaliger KZ-Häftlinge in Moosburg; 26.02.1946-13.06.1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament); Ab Ende 1946 wieder journalistisch tätig: Zunächst als (Chef-)Redakteur des „Münchner Mittag“, 1948-1951 Chefredakteur der „Bayerischen Landeszeitung“; Ab 1951 Herausgeber des Informationsdiensts „Aus erster Hand“; 1951-1966 stellv. Vorsitzender des Verbands der Berufsjournalisten in Bayern; 1. Vorsitzender des Unterstützungsvereins der Berufsjournalisten; stellv. Vorsitzender des Beirats der Akademie für Politische Bildung. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Vohburg
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    [...] de Die V. gehörte den Markgrafen von Vohburg und Cham. 958 und 985/89 erscheinen Arnold I. und II. als comes de Vogaburg. Bald nach 1081 ging V. an Pfalzgraf Rapoto von Cham, 1116/18 dann an Diepold III., der 1142 als Markgraf von V. betitelt wird. In der 1. Hälfte des 12. Jhdts. sind mehrere Burgmannen bezeugt, was die hohe Bedeutung der Burg spiegelt. Mit der Scheidung König Friedrichs I. von Adala, der Schwester Diepolds, setzte der Machtverlust der Diepoldinger ein. Als die Wittelsbacher 1204 die V. an sich rissen, fand Herzog Ludwig I. von Bayern nur noch eine offenbar bewusst niedergebrannte Burg vor, die fortan nur noch eine untergeordnete Rolle spielte, ausgenommen die Hochzeit, die König Konrad IV. mit Elisabeth von Wittelsbach 1246 auf der V. feierte. Auf der Burg befand sich damals ein Amtssitz, der später durch ein Pfleg- und Kastenamt ergänzt wurde. 1316 wurde die Burg zerstört, dann 1346-1353 an die Zollerschen Burggrafen von Nürnberg verpfändet. Nach einem Wiederaufbau 1414 und der heimlichen Heirat Herzog Albrechts III. mit Agnes Bernauer 1435 warfen die 1641 die Schweden die Burg nieder, die fortan ruinös blieb. 1721 baute man in das Burgareal ein Haus ein, das seit 1958 als Altersheim dient. Die Burg wurde in den 1980er Jahren überaus stark saniert. de Bau 1981 führte man in der auf dem Burgareal gelegenen Pfarrkirche St. Peter, 1997-2001 im Burghof archäologische Grabungen durch. Es fanden sich Reste von Holzbauten des 8.-10. Jhdts., darunter eines Doppelturmtors und einer Vorgängerkirche. Noch vor 1035 entstand ein steinerner Kirchenbau, kurz darauf ein steinerner rechteckiger Wohnturm mit Wohnbau, weiterhin die später erhöhte Ringmauer. Nach 1120 bebaute man den Burghof mit etlichen Burgmannenhäusern sowie einem zentralen Wohnturm (19 x 1 5m; um 1770 eingelegt). Wohl um 1230/40, evtl. in Zusammenhang mit der Hochzeit von 1246, kam es zum Ausbau der Burgkirche und der gesamten Burg, die damals ein repräsentatives Doppelturmtor erhielt und als castra nova zu Vochpurg beschrieben wird. Bis 1414 fanden Wiederaufbauarbeiten an der 1316 zerstörten Burg und Kirche statt. Im späten 15. Jhdt. erfolgten weitere Ausbauten, als man neben dem Bau des runden „Pulverturms“ u.a. das Tor durch ein Vorwerk (Barbakane) befestigte. Diese Baumaßnahme ist durch zwei Wappenschilde von Herzog Albrecht mit den Daten „1477“ und „MCCCCLXXXII“ (1482) belegt. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Natternberg
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    [...] de Das vorgeschichtlich befestigte und besiedelte Bergplateau wurde wohl im frühen 12. Jahrhundert durch eine Burganlage überbaut, die 1145 mit Hartwig de Natherenberg aus dem Geschlecht der Grafen von Bogen erstmals in Erscheinung trat. 1242 folgten die Wittelsbacher dem ausgestorbenen Grafengeschlecht nach. 1256 urkundete Herzog Heinrich XIII. auf Natternberg. Herzog Heinrich der Natternberger, der 1331 bei der Teilung Niederbayerns auch Natternberg erhielt, ist hier aufgewachsen. 1333 wurde Peter Eckher von Eck mit Natternberg beliehen. Als er sich 1337 gegen seinen Landesherrn erhob, wurde Natternberg nach sechswöchiger Belagerung eingenommen. Ab 1338 war die Burg Sitz eines eigenen Pfleggerichts. Um 1400 installierte man in ihr einen Pflegamtssitz. Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Österreichischen Erbfolgekrieg führten zum baulichen Niedergang der Burg, die schließlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch noch ihre Stellung als Sitz des Landgerichts verlor und 1802 an den Bayerischen Staat ging. Ende des 19. Jahrhunderts baute man in die Burg ein Schlösschen ein. In der NS-Zeit diente die Burg als Reichsarbeitsdienst-Lager. Die Burgreste wurden mittlerweile saniert, wobei der Viereckturm am Ostende ein neues Dach erhielt. de Bau Seit den 1996 und 1997 im Burginneren durchgeführten archäologischen Grabungen weiß man mehr über die ansonsten eher schlecht erforschte Burganlage. Die ältesten Funde reichen in die Jungsteinzeit zurück, doch erst in der Urnenfelderzeit (1200 – 800 v. Chr.) setzt eine dauerhafte Besiedlung ein. Die Burg entstand wohl im frühen 12. Jahrhundert. Zu den Gründungsbauten gehört die Ringmauer, auch soll der übereck gestellte quadratische Ostturm zu den ältesten Burgbauten gehören, was noch genauer zu prüfen wäre. Die mauerbündig an die Südseite gestellte Burgkirche besaß einen romanischen Vorgänger mit Rundapsis, wurde in der Gotik dann vergrößert, wobei sie einen Polygonchor erhielt. Im Südosteck errichtete man Ende des 19. Jahrhunderts das „Schlösschen“, das heute nur noch als Ruine erhalten ist. Der Baubestand ist mittlerweile umfassend saniert. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burg Riedenburg (Rosenburg)
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    [...] de 1112 benannte sich Burggraf Otto I. von Regensburg erstmals nach der R. ritenburgensis. „Der Burggrave von Rietenburg“, wohl Heinrich IV. oder Otto III., die um 1170/80 lebten, erscheint um 1400 in der berühmten Großen Heidelberger Liederhandschrift („Codex Manesse“). Zwischen 1185 und 1196 brachte Herzig Ludwig I. von Bayern die Herrschaft R. an sich, die bei der Landesteilung 1255 an Oberbayern fiel. Im 14. Jhdt, verpfändeten die Wittelsbacher die Herrschaft R. samt ihren Burgen wiederholt, so 1384-1424 an die Grafen von Abensberg, dann an die Muggenthaler. 1525 erstürmten Bauern die hart umkämpfte Burg und brannten sie nieder, woraufhin in den 1550er Jahren ein Wiederaufbau erfolgte. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die R. 1632, 1634 und 1648 Beschädigungen, desgleichen 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg. Hinzu kam ein Brand im Jahr 1780. Die stets instand gesetzte R. wurde 1803 Sitz eines Rentamts. Im 20. Jhdt. diente die Burg als Forstamt, Bezirksamt, Raketenversuchsanstalt, Gefängnis und Sitz eines Antiquariats, bevor sie 1970 an die Bayerische Schlösserverwaltung kam. Die bewirtschaftete Anlage wird heute kulturell genutzt und beherbergt einen Jagdfalkenhof mit zugehörigem Museum. de Bau Auf dem Bergrücken der R. standen zwei weitere Burgen: Rabenstein (auch Rabenfels genannt) und Tachenstein, die alle durch Mauern mit dem Ort R. verbunden waren. Die exakte Chronologie dieser Burgbauten ist nicht bekannt, am ältesten soll Rabenstein sein.Die ältere Baugeschichte der R. ist unzulänglich erforscht, sie soll gemeinsam mit der Burg Tachenstein im frühen 13. Jhdt. entstanden sein, wobei auch eine Gründung im ausgehenden 12. Jhdt. denkbar ist. Als älteste Bestandteile gelten die Ummauerung, der Sockel des Bergfrieds und der Unterbau des Nordostflügels, die allesamt Buckelquader aufweisen. Der Südostflügel mit seinen Renaissanceformen hingegen ist ein Bau der 1550er Jahre, als unter Arnold von Muggenthal, Pfleger des herzoglichen Gerichts R. der Wiederaufbau der im Bauernkrieg zerstörten Burg erfolgte (Baudaten 1556, 1558 und 1560). Damals entstand die R. weitgehend in der heutigen Gestalt mit den beiden großen Flügelbauten der Hauptburg und der erneuerten Kapelle (1558 datiert, mit Freskenresten). 1888-93 nahm man gründliche Renovierungen, 1905/06 eine Rekonstruktion des Bergfrieds vor. Die Baumaßnahmen zwischen 1200 und 1550/60 sind noch nicht exakt bestimmbar. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burg Burglengenfeld
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    [...] de Die überaus reich begüterten Grafen von Lengenfeld erscheinen Mitte des 11. Jahrhunderts mit Friedrich von Lengenfeld. Im Jahr 1119 ging Lengenfeld auf dem Erbweg an Pfalzgraf Otto V. von Wittelsbach, der sich fortan auch als Palatinus de Lengenfeldt bezeichnete. 1172 wird das castrum in Lenginvelt, auf dem man 1287 die Verlobung von Herzog Otto von Braunschweig mit Mathilde, Tochter des Herzogs von Bayern, feierte, erstmals direkt erwähnt. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach verpfändet, blieb aber beim Haus Wittelsbach. 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg besetzten die Böhmen die Burg und brannten sie schließlich nieder. 1505 kam Burgelengenfeld an die Junge Pfalz (Pfalz-Neuburg) und blieb dort bis 1806. 1633 und 1641 nahmen die Schweden die Burg ein, die allerdings erst zwischen 1806 und 1814 baulichen Schaden nahm, als man sie als Steinbruch nutzte. Wieder instand gesetzt diente sie von 1938 bis 1945 der Hitler-Jugend als Jugendheim. Seit 1968 beherbergt sie ein heilpädagogisches Zentrum, das nun den Großteil der Burganlage nutzt. Die hiermit verbundenen baulichen Eingriffe fielen nicht immer zum Vorteil der Bausubstanz aus. de Bau Die enorme Größe der Burg (1,8 Hektar) erklärt sich aus der Reaktivierung einer vorgeschichtlichen Wallburg, deren Wall um 1100 durch eine Ringmauer mit einem östlich ausgerichteten Torbau ersetzt wurde. Zeitgleich entstand im Zentrum des Burgareals ein hoher Rundturm, der sicherlich durch einen Saalbau ergänzt wurde. Wohl gleich nach 1119 demonstrierten die neuen Burgherren, die Wittelsbacher, ihre Machtstellung durch den Bau eines großes quadratischen Turmhauses (sog. Sinzenhofer Turm), den sie symbolträchtig neben dem Tor platzierten. 1361 sind Bauarbeiten bezeugt, deren Umfang sich nicht bestimmen lässt. Aus gotischer Zeit stammen jedenfalls der Pulverturm und die stark überformten Gebäude des Zehntkastens, des Zeughauses und des Kastenamts. Um 1500 erfolgte eine notdürftige Umrüstung auf Artillerieverteidigung, indem man zeitgemäße Schießscharten einbaute und unter anderem den Torbau mit einer Barbakane versah. Eine um 1600 geplante bastionäre Umwehrung kam nicht zur Ausführung. Damals besaß die Burg eine innere Kernburg am Rundturm, die eine 1619 neu gestaltete Burgkapelle, eine Alte und Neue Dürnitz, ein Fürstenzimmer und einen Neuen Bau umfasste. Sie wurde gemeinsam mit den Stallungen im frühen 19. Jahrhundert weitgehend abgebrochen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Burgruine Schwarzenburg
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    [...] de Von der einflussreichen Familie S. die erstmals 1048 und 1060 mit Heinricus de Swarcenburc nachweisbar ist, ging die Burg über die Grafen von Mödling und über die Staufer 1212 an König Ottokar von Böhmen. 1255 wurde sie bei der Wittelsbacher Landesteilung Niederbayern zugeschlagen. Mit Reinboto nahm vor 1259 die gleichfalls sehr bedeutende jüngere Linie der Schwarzenburger ihren Sitz auf der S. 1332 erwarb Landgraf Ulrich von Leuchtenberg die Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen, die 1404 von Amalia Kagerin von Störnstein und Hans die Pfluge zu Rabenstein erworben wurde. Die Pfluge bauten die Herrschaft weiter aus, um sie 1495 an Heinrich von Plauen, Burggraf von Meißen, zu verkaufen. Vom unsteten Heinrich von Guttenstein, der S. drei Jahre lang besaß, erwarb 1509 der Pfälzer Kurfürst Ludwig V. Burg und Herrschaft S. Bis 1542 saß der Pfleger des Pflegamts Rötz auf der Burg, zog dann in den Wirtschaftshof, was den Untergang der zudem 1634 von den Schweden zerstörten Burg einleitete. 1892 führte man im Burghof erstmals historische Theaterstücke auf - eine Tradition, die man 1996 wieder aufnahm. 1897-1902 sowie 1955 erfolgten Sanierungsarbeiten, inkl. der Erschließung des Bergfrieds. de Bau Wohnbau, Ringmauer und Kapelle in der Hauptburg, Turm und Wohnbau in der Unterburg dürften auf Berthold II. von S. (1125-47 nachweisbar) zurückgehen, dem Neffen der Kölner Erzbischofs Friedrich. Im späten 12. Jhdt. kamen der Bergfried und jüngere Wohnbau hinzu, auch 1332 soll an der S. gebaut worden sein. Wohl bald nach 1439 befestigte man angesichts der Hussiteneinfälle die Hauptburg durch drei Halbrundtürme. Heinrich von Plauen verbaute 1505 den stattlichen Betrag von 4.000 Gulden u.a. in zwei mächtige Streichwehren, ein wuchtiges Artillerierondell, ein Vortor und einen gemauerten Halsgraben. Ab 1514 setzten die Wittelsbacher die Burg instand, die. nach der Zerstörung von 1634 über eine lange Zeit hinweg als Steinbruch diente. Ab 1897 sowie 1955 erfolgten Sanierungsarbeiten. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]