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  • Prunkausfertigung des Konkordats von 1817
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    [...] de Das Konkordat mit dem päpstlichen Stuhl vom 5. Juni 1817 war nötig geworden, weil das Zusammenwirken zwischen Kirche und Staat nach der Säkularisation der bayerischen Klöster und Hochstifte völlig neu geregelt werden musste. Das insgesamt eher romfreundliche Vertragswerk gestand der katholischen Kirche wichtige Eigenrechte zu, unter anderem in der Schulaufsicht (Artikel V), der Ehegerichtsbarkeit (Artikel XII) und der Zensur (Artikel XIII). Es stand damit teilweise im Gegensatz zur Verfassung von 1818 und den anhängenden Religionsedikten. Das Konkordat blieb bis 1918 bzw. 1924 in Kraft. [...]
  • Nagler, Karl Ferdinand Friedrich von: 1770 Ansbach — 13.6. 1846 Berlin; preuß. Generalpostmeister
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    [...] de Im brandenburgisch-ansbachischen Staatsdienst, von ? C. v. Hardenberg sehr gefördert. 1804 Ministerialrat. Nach Hardenbergs Sturz weiterverwendet. 1809 Vizegeneralpostmeister und preußischer Kabinettsekretär. 1809 Geheimer Staatsrat. Nach Hardenbergs Rückkehr 1810-1821 als dessen nunmehriger Gegner auf Reisen. Zahlreiche Kunstankäufe zur Rettung gefährdeter Kunstwerke. 1821 Präsident des Generalpostamtes, 1823 preußischer Generalpostmeister. 1824 Gesandter am Bundestag. 1836 Ernennung zum Geheimen Konferenzminister; Unterbindung liberaler Strömungen mit allen Mitteln der Zensur. Unter Friedrich Wilhelm IV. zusehends entmachtet. de Genealogisches V höherer Beamter; (verh.) N. N. Altenstein. Literatur ADB 23. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Heling (Heiling, Helling), Mauritius: 21. 9.1522 Friedland/Preußen — 2.10.1595 Nürnberg; ev. Theologe
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    [...] de Schulbesuch in Friedland und Königsberg. 1542 Studium in Frankfurt/Oder. 1543 Studium bei Luther und Melanchthon in Wittenberg. 1545 Lehrer in Halle. 1548 Magister in Wittenberg. 1549 Rektor in Eisleben. 1554 Absetzung wegen des Verdachtes des Majorismus. 1555 auf Empfehlung Melanchthons Nachfolger ? Leonh. Culmanns als Superintendent und Pfarrer zu St. Sebald in Nürnberg. 1575 als Philippist teilweise Amtsenthebung. 1577 Mitverfasser der Nürnberger Zensur des Bergischen Buches. Mitwirkung bei der Gründung der Universität Altdorf. Er war ein treuer Anhänger Melanchthons und ein friedliebender Theologe. de Genealogisches V Paul, Schulkollege; M Ursula v. Spirau, verw. Brolsitius; (verh.) 1) 1553 Eva Koler (†  1555), 2) 1555 Elisabeth Hopp (†  1575), 3) 1575 Katharina Propst (†  1623). Werke Seine Schriften waren besonders lateinische „Carmina" biblischen Inhalts; Reden; Geschichtstabellen; - „tabulae historicae s. chronologia IV. monarchiarum", 1578. Literatur ADB11; Simon, Nürnberger Pfarrerbuch. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Streber, Franz Ignaz von: 11. 2. 1758 Reisbach — 26. 4. 1841; Geistlicher, Numismatiker
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    [...] de Erste Ausbildung in Ingolstadt und Landshut; dort 1774 Eintritt ins Bartholomäerseminar; Studium der Philosophie und Theologie. Lehrtätigkeit am Lyzeum Landshut. 1780-1790 beim Geheimen Sekretär J. G. v. Widder. Durch dessen Münzsammlung zu numismatischen Studien angeregt. Gesangsausbildung durch ? A. Raff. 1782 als Gehilfe ? K. v. Häffelins im kurfürstlichen Münzkabinett tätig, dessen Leitung er 1785 übernahm. 1783 Hofkaplan. 1792 Geistlicher und Zensur-Rat. 1797 Vizedirektor, 17991802 Direktor des Geistlichen Rats. 1800 zweiter, 1803 Wirklicher Hofkapelldirektor. 1803 Mitglied der historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften; ordnete als erster deren Münzkabinett nach wissenschaftlichen Grundsätzen. Dabei zahlreiche numismatische Veröffentlichungen. 1821 Mitglied des Domkapitels von München-Freising, 1822 Dompropst. 1821 zum Bischof von Birtha (Mesopotamien) und Weihbischof konsekriert. de Literatur ADB 36; R. Bauer, Der kurfiirstl. geistl. Rat u. d. bayer. Kirchenpolitik 1768-1802 (= MBM 32), 1971. Mü Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Waibl (Waibel), Balthasar (1796 – 1865), quiesz.Rechtsrat
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    [...] de Jurastudium in Landshut; 1821-1830 Rechtsrat in Kempten; 1831 Verfasser der Kemptner Adresse gegen die Pressepolitik Ludwig I.; Ab 1840 Mitarbeiter der Kemptner Zeitung, ab 1848 Leiter der Redaktion; Trat für Freiheit und Bürgerrechte ein, geißelte „das alte gehässige Polizei- und Bevormundungssystem“ (Kemptner Zeitung vom 13.6.1848); Hielt ab Frühjahr 1848 regelmäßig politische Reden in Kempten, organisierte die Wahl zur Frankfurter Nationalversammlung und die Freicorpsbewegung; März 1849 rief zur Gründung von Märzvereinen auf, rege Tätigkeit als Redner auf Volksversammlungen, organisierte Flugblattaktionen u.a.; Verkündete am 06.05.1849 auf einer Volksversammlung in Kempten vor etwa 10000 Besuchern die Adresse an den Bayerischen Landtag: „Wir gehören zuerst Deutschland an. Nicht Schwaben oder Bayern, sondern Deutsche zu sein, das ist unser Stolz!“ (zitiert nach Bachmann, Karl, Die Volksbewegung 1848/49 im Allgäu und ihre Vorläufer, Erlangen 1954, S. 113); Vertrat verfassungspolitisch die Idee der Volkssouveränität, die sowohl in einer Republik als auch in einer parlamentarischen Demokratie verwirklicht werden könne; Juli 1849 mehrfache Verhaftung und strengste Zensur der Kemptner Zeitung, deren Leitung er 1851 aufgab; Danach nur mehr Verfasser historischer Studien. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: Kempten Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Wedekind, Frank: 24. 7. 1864 Hannover — 9. 3. 1918 München; Dramatiker, Lyriker und Erzähler
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    [...] de Gymnasium in Aarau (Schweiz). Jurastudium abgebrochen. 1886/87 Reklame-Chef der Firma Maggi. Freier Schriftsteller in Zürich, Paris und München. Dramaturg und Schauspieler am Schauspielhaus in München. 1899/1900 Festungshaft wegen Majestätsbeleidigung. 1901/02 Kabarettist in „Die Elf Scharfrichter". 1905-1908 Mitglied des Deutschen Theaters in Berlin. Zuletzt Privatmann in München. Häufige Aufführungsverbote seiner Stücke. Meister der Groteske und Burleske. Dramen gegen die Erstarrung des Bürgertums. Bedeutende Wirkung auf die Entwicklung des Dramas in der deutschen Literatur. Emanzipatorische Erzählungen, satirische Balladen und Chansons (Angreifen des Spießbürgertums). Verfallserscheinungen der Jahrhundertwende spiegeln sich in seinen Werken wider. de Genealogisches V Arzt; M N. N. Kammerer, Schauspielerin. Werke u.a. Frühlings Erwachen, Drama 1891; Der Erdgeist, Drama 1895; Der Kammersänger, Drama 1899; König Nicolo oder So ist das Leben, Drama 1902; Die vier Jahreszeiten, Gedichte 1905. Die Zensur, Drama 1909; Bismarck, Drama 1916; Herakles, Drama 1917. Verz. s. Kosch 4, ²1958, 3244. Literatur Meyers Enzyklopädisches Lexikon 25, (9)1979; H. Geiger, F. W., 1953; G. Seehaus, F. W. in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, 1974; A. D. Best, F. W., 1975. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Wirth, Johann Georg August: 20. 11. 1798 Hof/Bayern — 26. 7. 1848 Frankfurt/Main; Politiker und Publizist
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    [...] de Gymnasium in Hof, Bayreuth, Plauen und Nürnberg, Rechtsstudium an der Universität Erlangen 1816, Gerichtspraktikant in Schwarzenbach/Saale 1819. Danach in Hof, Dr. jur. in Halle 1820. Unvollendete Habilitation in Breslau, danach wieder in der juristischen Praxis und schriftstellerische Arbeiten. Bekämpfung des „Systems der Fiscalität" Gründer der freiheitlichen Zeitschrift „Kosmopolit" 1831, Leiter von Cottas Zeitung „Das Inland" in München, Herausgeber der „Deutschen Tribüne" und der Zeitschrift „Das liberale Deutschland". Wegen der Zensur nach Homburg/Saar, Teilnehmer am Hambacher Fest 1832. Zeitweise in Haft, dann unter Polizeiaufsicht in Hof, Flucht nach Nancy 1836, in Straßburg 1838. Nunmehr Herausgeber der „Braga" in Heidelberg, der „Deutschen Volkshalle" und weiterer Zeitschriften. Verlust allen Besitzes in einem Prozeß 1844, völlig mittellos in Karlsruhe 1847. Abgeordneter für Reuß-Schleiz-Lobenstein zur Frankfurter Nationalversammlung 1848. de Genealogisches V Reichspoststallmeister (t 1803); M N. N. Gelbricht. Werke u. a. Handbuch der Strafrechtswiss. und Strafgesetzgebung, 1823; Die pol. Reform Deutschlands, 1832; Fragmente zur Kulturgesch.; Die Rechte des dt. Volkes, 1838; Die pol. reformator. Richtung der Dt. im 16. und 19. Jh., 1841; Gesch. der Dt., 4 Bde., 1842-45,21846/47; Denkwürdigkeiten aus meinem Leben, 1844; Die Gesch. der dt. Staaten, 1847ff.; Ein Wort an die dt. Nation. Mit Randglossen von seinem Sohn Max Wirth, 1849. Literatur ADB 43; BWB 3; Lebensläufe Franken 5; O. H. Müller, J. G. A. Wirth, 1926 (Diss.). Fr Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]