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  • Adelsprobe
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    [...] de Nachweis adliger Abstammung, der zur gesellschaftlichen Grenzziehung diente. Einrichtungen wie Stifte, Orden und Klöster benutzten die Adelsprobe, um Exklusivität zu wahren. Auch in Fragen von Besitz, Karriere und Ehre des Adels spielte sie eine Rolle. Die Adelsprobe legitimierte sinnbildlich die geburtsständische Gesellschaft. Meist verschärften sich die Kriterien im Laufe der Jahrhunderte; schließlich wurden Nachweise bis in die vierte Ahnengeneration eingefordert. Zugleich gab es auch gegenläufige Tendenzen, etwa die Öffnung von Klöstern im Zug der Ordensreformen und die Aufnahme akademisch gebildeter Bürgerlicher in die Domkapitel. de Allgemeine Bedeutung Mit der Adelsprobe (Ahnenprobe) verfügte die vormoderne Gesellschaft über ein wirkmächtiges Instrument zur sozialen Selektion und ständischen Grenzziehung. Die Adelsprobe bestand aus dem Nachweis des adligen Geburtsstandes sowie der Bescheinigung der Abstammung (Filiationsprobe). Als Mindestanforderung der Adelsprobe wurde die Abstammung von vier standesgemäßen Ahnen verlangt (Vierer-Probe). Im Laufe der Jahrhunderte fand zumeist eine Verschärfung der Bedingungen statt. Gefordert wurden später auch Achter-, 16er- oder - vereinzelt - 32er-Proben (dem Nachweis der adligen Abstammung bis in die Generation der Ur-Ur-Urgroßeltern). In der Regel präsentierte der Proband dazu auf einer Ahnentafel in aufsteigender Reihe die Wappen seiner Vorfahren. Als Beweismittel diente zunächst allein die eidliche Beglaubigung durch ausgewählte Zeugen. Diese bestätigten den Geburtsstand des männlichen oder weiblichen Probanden und beschworen in der feierlichen Aufschwörung die Rechtmäßigkeit der vorgelegten Ahnentafel. Ursprung und Übertragung auf das Turnierwesen Die Anforderung, mittels der Adelsprobe einen auf Abstammung begründeten Geburtsstand nachweisen zu können, findet sich zuerst im hochmittelalterlichen Recht. Der Sachsenspiegel schrieb in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts fest, dass sich die Schoffenbarfreiheit aus der ständischen Position der vier Großeltern ergab. Eine solche geburtsständische Qualität war insbesondere bei der Herausforderung zum Zweikampf entscheidend. Dieses im mittelalterlichen Recht beschriebene Qualitätsmerkmal wurde bald auf das Turnierwesen übertragen. Im Zuge sozialer Abgrenzungsbemühungen rückte der Nachweis der turnierfähigen Abstammung, die durch Wappentafeln in feierlichen Ausstellungen oder Umzügen zur Schau gestellt wurde, zur entscheidenden Teilnahmebedingung auf. Institutionen und Privilegien Im Laufe des Spätmittelalters führten in zunehmendem Maße Stifte, Orden und Klöster die Adelsprobe ein. Auch bei der Vergabe von Ämtern, dem Erwerb von Rittergütern oder der Erbfolge konnte der Nachweis einer adligen Herkunft mittels Adelsprobe verlangt werden. a) Domkapitel 39544 [...]
  • [...] die Adelsprobe noch h z T im techniſchen Sinne die Ritterprobe wenn auch der Beweisführer den Beweis des hohen Adels zu führen unternimmt Vergl C E Langer die Ahnen und Adelsprobe in [...]
    [...] Auf nahme in einen Ritterorden oder in ein geiſtliches Stift zu welcher ſtatutenmäßig außer der Adelsprobe auch noch eine Ahnen oder Filiationsprobe in beſtimmten Graden von väterlicher und mütter licher Seite [...]
  • [...] die Adelsprobe noch h z T im techniſchen Sinne die Ritterprobe wenn auch der Beweisführer den Beweis des hohen Adels zu führen unternimmt Vergl C E Langer die Ahnen und Adelsprobe in [...]
    [...] Auf nahme in einen Ritterorden oder in ein geiſtliches Stift zu welcher ſtatutenmäßig außer der Adelsprobe auch noch eine Ahnen oder Filiationsprobe in beſtimmten Graden von väterlicher und mütter licher Seite [...]
  • [...] gewaltſamere Mittel die Reform durchzuſetzen eine ſtrengere Klauſur und gemeinſchaftliches Leben zu handhaben die Adelsprobe abzuſchaffen und die Kapi tularen zur Seelſorge zum Chor und zu klöſterlichen Uebungen anzuhalten [...]
    [...] alle künftigen Kapitularen beſchwören müßten daß vor allem nur geborne Baiern mit Beybehaltung der Adelsprobe in das Stift aufge nommen die ſalzburgiſchen Kapitularen für immer davon ausgeſchloſſen bleiben aber [...]
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    [...] würden ſie wieder einen bayeris ſchen Prinzen wählen und nur geborne Bayern mit Beibehaltung der Adelsprobe in das Stift auf nehmen Aber die damaligen politiſchen Verhält niſſe Bayerns förderten dieſe Sache [...]
  • [...] im J 1644 verſuchte es Ferdinand mit Gewalt maßregeln eine ſtrengere Klauſur einzuführen die Adelsprobe abzuſchaffen und die Kapitularen zu klöſterlicher Zucht und zur Seelſorge anzuhalten In Folge des [...]
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    [...] die Ehe 9 p 1677 Durch die Verjährung und ſonſt 10 p 1679 Von der Adelsprobe II p 168o Und Conſervation desſelben 12 p I681 Von Wieder aufhebung des Adels 13 [...]
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    [...] den Naturforſchern unter die ſpezifiſchen Merkmahle zählen wodurch der menſchliche Körper die Ahnen und Adelsprobe vor dem blos thieriſchen beſteht ſo iſt es um deſto un begreiflicher warum ſo Viele [...]
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    [...] die Ehe H 9 p 1677 Durch die Verjährung und ſonſt 10 p 1679 Von der Adelsprobe 11 p 1680 Und Conſervation desſelben 12 p I68I Von Wiederaufhebung des Adels 13 p [...]
  • [...] Adelichen aufgetragen wurden welche zur Aufnahme in irgend ein Domſtift oder einen Ritterorden eine Adelsprobe vorlegen mußten Um manche adeliche Familie deren alter Glanz dem gänzlichen Erlöſchen nahe war [...]