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  • Schenk von Castell, Marquard (II.): 9.8. 1605 Liebenau b. Augsburg — 18. 1. 1685 Regensburg; Bischof von Eichstätt
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    [...] de Theologiestudium in Eichstätt und Dillingen. Weiterstudium in Ingolstadt und Rom. 1630 Domherr in Eichstätt. Domdekan, Koadjutor, seit 1636 Bischof von Eichstätt. Wiederaufbau in Stadt und Hochstift Eichstätt. Beginn der Umgestaltung Eichstätts zur Barockstadt. Reorganisation des Hochstifts, Ordnung der Finanzen durch Zölle und Steuern. 1666 Forstordnung. 1674 Bergwerks- und Steinbruchordnung. 1682 neues Statut des Domkapitals (capitulum clausum mit hochadeliger Bestimmung). Auf den Reichstagen in Regensburg entschiedener Verfechter eines Zusammenschlusses gegen die Türkengefahr. de Literatur Sax. Fr Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Abraham a Sancta Clara (Johann Ulrich Megerle): 2. 7. 1644 Kreenheinstetten/Baden — 1. 12. 1709 Wien; Augustinermönch, Prediger, Schriftsteller
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    [...] de 1656 Besuch des Jesuitenkollegs in Ingolstadt, 1659 des Benediktiner-Gymnasiums in Salzburg. 1662 Eintritt in den Orden der Augustiner-Barfüßer. Noviziat in Mariabrunn bei Wien. 1666 Priesterweihe, dann drei Jahre im Mutterkloster in Wien. 1670 als Feiertags- und Sonntagsprediger in Taxa (Bayern), dann nach Wien zurückberufen. 1677 „Kaiserlicher Prediger". Während der fast ein Jahr andauernden Pest 1679 beliebter Tröster und Helfer. 1680 bis 1683 Prior seines Klosters, dann Prediger in Graz. Seine berühmte Predigt „Auf, auf, ihr Christen!" warnte vor der drohenden Türkengefahr. 1686, 1689 und 1692 in Ordensangelegenheiten in Rom. Dann bis zu seinem Tode in Wien als Leiter der deutsch-böhmischen Ordensprovinz (seit 1689) und als Definitor (seit 1697). Besondere literarische Bedeutung kommt vor allem seinen Predigten zu, deren Fabulierkunst von einer reichen Kenntnis der Kultur-, Sitten- und Geistesgeschichte seiner Zeit getragen ist. de Genealogisches V Matthäus, Gastwirt; M Ursula Wagner. Werke K. Bertsche, Die Werke A.s in ihren Frühdrucken, in: Freiburger Diözesanarchiv Bd. 50, 1922; ders., Einiges aus den neuentdeckten Handschriften A.s, in: Euphorion 3. Heft, 1928. Literatur NDB 1; LThK 1 (W); R. Newald, Die dt. Lit. v. Späthumanismus bis z. Empfindsamkeit, 1951. Ma Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Ziegler, Jakob: 1470/71 Landau — Aug. 1549 Passau; Theologe, Mathematiker, Astronom, Geograph
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    [...] de 1491-1500 Studium der Astronomie, Mathematik, in Ingolstadt; dort Magister artium. Anschließend Theologiestudium, das er jedoch abbrach. Anschließend Wanderschaft. Zuerst in Köln und Nürnberg, folgte dann seinem Lehrer ? Konrad Celtis nach Wien. Nach dessen Tod 1508 begleitete er seinen Freund und Gönner Heinrich Kuna von Kunstadt nach Mähren, wo er sich mit der Lehre der Böhmischen Brüder auseinandersetzte, gegen die er 1512 in Leipzig, wohin er mit Kuna übergesiedelt war, eine Streitschrift veröffentlichte. Nach kürzerem Aufenthalt in Italien, seit 1514 in Ungarn, 1518 in Ofen, wo er sich mit dem italienischen Gelehrten Celio Calcagnini anfreundete. Durch dessen Vermittlung an den Hof Papst Leos X. 1521 nach Rom berufen. Von dort Korrespondenz mit Erasmus von Rotterdam. Seine Einblicke in das Leben der römischen Kirchenfürsten und deren Reaktion auf die Reformation führten ihn, wie andere Humanisten, zur scharfen Ablehnung der römischen Kurie. 1525-1528 bei Calcagnini in Ferrara, dann in Venedig. Seit 1529 mit den deutschen Reformatoren ? M. Bucer, ?J. Oekolampadius, Zwingli, Melanchthon in Verbindung. Gegen das Papsttum, mit dem er nun vollständig gebrochen hatte, veröffentlichte er eine Reihe von heftigen Streitschriften, die zum Umsturz aufriefen und eine Neugestaltung des deutschen Reichs entwarfen. Durch Vermittlung? Bucers 1531 in Straßburg, das er angesichts der ihn enttäuschenden Entwicklung der Reformation nach einer Kontroverse mit ? Bucer 1534 verließ und nach Baden-Baden ging. 1539/ 40 am Komtursitz Philipps von Ehingen zu Altshausen. 1542 Professor der Theologie in Wien. Vor der drohenden Türkengefahr wich er 1543 nach Passau aus, an den Hof Bischof? Wolfg. v. Salm, wo er bis zu seinem Tode blieb. Sein vielseitiges wissenschaftliches Gesamtwerk umfaßt die Bereiche der Theologie (exegetische Kommentare), Geographie (Länderbeschreibungen und Karten von Syrien, Palästina, Arabien, Skandinavien, etc. nach Vorbild des Pli nius, 1520, 1532), Mathematik, Astronomie (Schrift über Fixsterne, 1527), Philologie, Geschichte und Politik. de Literatur ADB 45; K. Schottenloher, J. Z. aus Landau an der Isar. Ein Gelehrtenleben aus der Zeit des Humanismus u. der Reformation, 1910. Ma Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]