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  • Bibel - Universitätsbibliothek Augsburg, Cod.I.2.8.5
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    [...] de Beschreibung Die im 2. Viertel nach dem Vorbild der Pariser Taschenbibeln geschriebene Vollbibel wurde im Umkreis des Pariser Ateliers Gautier Lebaube ausgestattet, das zwischen 1235 und 1250 tätig war. Den Beginn der einzelnen biblischen Bücher sowie die Psaltereinteilung markieren 80 mehrzeilige, teilweise Spaltenhöhe erreichende, ornamentierte Initialen in Deckfarbenmalerei. Neben Rankeninitialen mit vegetabilen Elementen finden sich auch historisierte Initialen am Anfang der Schöpfungsgeschichte (Christus mit Weltkugel) und zum Beginn der Evangelien (Halbfiguren mit den Evangelisten-Symbolen). Dem Anspruch, eine Vollbibel in einem kleinen Band unterzubringen, entsprechen das kostbare, besonders feine Pergament sowie die zierliche Perlschrift. Die Handschrift befand sich bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Süddeutschland, wie man aus Nachträgen von süddeutschen Händen erkennen kann. Ihr Weg in die Sammlung Oettingen-Wallerstein ist unbekannt. Dr. Günter Hägele, Universitätsbibliothek Augsburg CC BY-NC-SA 4.0 [...]
  • Psalter - Universitätsbibliothek Augsburg, Cod.I.2.8.6
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    [...] de Beschreibung Die kostbar ausgestattete romanische Handschrift ist eine Mischform aus Psalter und Brevier. Zur Ausstattung gehören zehn ganzseitige Miniaturen zum Leben Jesu von der Verkündigung bis Pfingsten sowie 14 historisierte Initialen mit den Martyrien der Apostel. Auffällig sind die volkssprachigen liturgischen Anweisungen von der Hand des Hauptschreibers im laufenden Text, z. B.: 'darnah lis die nocturn und nah dem anderm salme ein gloria patri biz zu den ersten leczen und ze den anderen; des eritages ze metten; darnah lis die drie salmen.' Nachträglich wurden auch noch Gebetsanweisungen eingefügt, aus denen hervorgeht, welchen Psalm man in welcher Lebenslage lesen bzw. sprechen soll, z. B. zu Psalm 2: 'Disen salmen sprich uber rauber und dieb, daz si got bechere oder die cristenheit vor im erledig'; zu Psalm 19: 'Disen salm sprich dem pristern, so er sich herumb cheret und sprichet orate pro me.' Die Heiligen in Kalendar (besonders hervorgehoben Erhard und Emmeram) und Litanei (Kilian, Willibald, Rupert, Walburga) lassen den Schluss zu, dass die Handschrift möglicherweise für das Bistum Regensburg,in jedem Fall aber für eine süddeutsche Diözese geschaffen worden ist. Stilistisch ist die Buchmalerei in die Mitte des 13. Jahrhunderts zu datieren. Einen weiteren Hinweis für die Datierung gibt die Kreuzigungsdarstellung (fol. 151v): Unter dem Kreuz stehen neben Maria und Johannes auch die Heiligen Franziskus (kanonisiert 16. Juli 1228) und Dominikus (kanonisiert 13. Juli 1234). Spätestens im 17. Jahrhundert gehörte die Handschrift dem Franziskanerinnenkloster Hirschthal bei Bregenz (gegründet 1422), 1672 schenkte die Hirschthaler Priorin die Handschrift dem Benediktinerkloster Mehrerau bei Bregenz. Der weitere Weg in die Sammlung Oettingen-Wallerstein ist unbekannt. Dr. Günter Hägele, Universitätsbibliothek Augsburg CC BY-NC-SA 4.0 [...]