Im Grunewald ist Holzauktion : Rheinländer

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Forschungsstelle für fränkische Volksmusik

Beschreibung

Interpreten: Der Tenor Harry Steier (1878-1936) widmete sich in seinen letzen Lebensjahren intensiv dem deutschen Volkslied und nahm für die Labels Beka und Odeon weit über 100 Titel auf. Der Wagner-Interpret traf mit seinen oft romantisch überhöhten Interpretationen der Volkslieder und Schlager den Zeitgeist. Bis in die 1950er Jahre wurden seine Platten gern gehört.

Label: Das Label Beka gehört zur 1905 gegründeten Firma Bumb & König, in die sich bereits 1910 der Lindström-Konzern einkaufte, der das Label Beka als Billigmarke führte und 1917 vollständig übernahm. Auf Beka erschienen größtenteils eigene Aufnahmen, vereinzelt auch Aufnahmen der amerikanischen Okeh und der englischen Parlaphone. Bemerkenswert ist auch, dass Orchester häufig unter Pseudonymen erschienen. Das Label Beka zählte in den 1920er Jahren zu den bekanntesten Musiklabels.

Titel: Im Grunewalder Forst wurden bis um 1900 viel Wald gerodet. Das Holz wurde teils klafterweise versteigert. Wohl Otto Teich aus Leipzig (1866-1935), verfasste 1890 den berühmten Text zu „Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion“. Diesen Text integrierte Franz Meißner in einen 1892 veröffentlichten Rheinländer, den Teich später ebenfalls veröffentlichte. Die Melodie des dritten Teiles ist heute noch bekannt. Diese Trio-Melodie benutzte wiederum Robert Steidl (1865-1927) bei einer Komposition (1922) als Refrainteil, wobei er als Text verwendete: „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen...“.