Bleibulle von Papst Alexander IV.

Staatliche Münzsammlung München

Beschreibung

Vorderseite: Aufschrift "ALEXANDER PP IIII"; Dreizeilige Schrift im Perlkreis.

Rückseite: Aufschrift "S PA S PE"; Köpfe von Petrus und Paulus in Perleinfassung, dazwischen Langkreuz, darüber Schrift. Außen Perlkreis.

Diese päpstliche Bulle, damit ist ein Siegel gemeint, das an einer Urkunde hing um diese zu beglaubigen, entstand unter Papst Alexander IV. (1254-1261). Bei den Päpsten war es üblich die Siegel für normale Urkunden in Blei zu fertigen, während, wenn es der Empfänger wünschte und bezahlte, auch Siegel aus Gold Verwendung fanden. Solche goldenen Bullen sind jedoch meist sehr bedeutenden Urkunden vorbehalten gewesen, da sie für den Empfänger auch sehr teuer waren. Befestigt wurden solche metallenen Siegel über einen Hanf- oder Seidenfaden, der sowohl durch das Siegel als auch durch das Pergament der Urkunde geführt wurde. Diese päpstliche Bulle zeigt auf der Vorderseite den Papstnamen und einen verkürzten Titel. Die Rückseite ist der Darstellung der Heiligen Petrus und Paulus vorbehalten. Hervorzuheben ist, dass sich die grundlegende Gestaltung päpstlicher Bullen vom Hochmittelalter bis ins 20. Jahrhundert nicht grundlegend verändert hat. Allein die Stilistik der Darstellung wurde der jeweiligen Zeit angepasst.