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  • Homburger Vereinbarung, 14./18. Februar 1924
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    [...] de Mit der sog. Homburger Vereinbarung – dem Charakter nach eine "verfassungsergänzende Militärkonvention" (E. R. Huber) – vom 14. Februar 1924 legten Bayern und das Reich ihren offenen Konflikt aus dem Jahre 1923 über die Rechtsstellung des bayerischen Landeskommandanten der Reichswehr bei. Generalstaatskommissar Gustav von Kahr (1862-1934) und Landeskommandant Otto von Lossow (1863-1938) traten am 18. Februar 1924, dem Tag der Veröffentlichung der Vereinbarung, zurück. de Anlass für den offenen Konflikt 128549769 Otto von Lossow Zustandekommen und Inhalt der Vereinbarung 11625470X Eugen Ritter von Knilling 11873153X Wilhelm Marx 116599723 Otto Geßler 118612603 Hans von Seeckt 116838698 Franz Matt 128255862 Konrad von Preger Bewertung 119446901 Gustav von Kahr Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Geßler, Otto Karl: 6. 2.1875 Ludwigsburg/Württ — 24. 3.1955 All- Lindenberg/AUgäu; Reichswehrminister
  • Oberbürgermeister
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    [...] die Gemeindeordnung von 1952 wurde die Position des Bürgermeisters/Oberbürgermeisters erheblich verstärkt. Dazu trugen die Volkswahl auf sechs Jahre ebenso bei wie auch seine Kompetenzen. So ist er Vorsitzender des Stadtrates und der Ausschüsse, führt die Stadtratsbeschlüsse aus, ist Chef der Stadtverwaltung und vertritt die Stadt nach außen. Bekannte Oberbürgermeister in Bayern im 20. Jahrhundert 116599723 Otto Geßler 11850066X Konrad Adenauer 123232430 Franz Schwede 32816 Coburg 117354902 Ludwig Siebert 43092 Lindau 116256230 Wilhelm von Borscht 118855239 Thomas Wimmer 119110407 Christian Ude 119472295 Georg von Schuh 11857535X Hermann Luppe 140062378 Martin Treu Die folgende Liste der Amtsinhaber in den beiden größten bayerischen Städten München und Nürnberg soll die Bedeutung vieler Stadtoberhäupter in anderen bayerischen Städten nicht schmälern. Oberbürgermeister von München 116256230 Wilhelm von Borscht 117109681 Karl Scharnagl 116500115 Karl Fiehler 118855239 Thomas Wimmer 118627414 Hans Jochen Vogel 119426137 Georg Kronawitter 114233365 Erich Kiesl 119110407 Christian Ude Oberbürgermeister von Nürnberg 119472295 Georg von Schuh 116599723 Otto Geßler 11857535X Hermann Luppe 116987448 Willy Liebel 13012088X Hans Ziegler 107774003 Otto Ziebill 133252582 Otto Bärnreuther 117315478 Andreas Urschlechter 119473917 Peter Schönlein 119488035 Ludwig Scholz 140062939 Ulrich Maly Rechteinformationen [...]
  • Deutscher Tag, Bayreuth, 30. September 1923
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    [...] de Völkisch-nationalistische Veranstaltung mit rund 5.000 Teilnehmern am 30. September 1923. Dort kam es zu einem ausführlichen Treffen zwischen Adolf Hitler (1889-1945), der Familie Richard Wagners und dessen Schwiegersohn, Houston Stewart Chamberlain (1855-1927). de Hintergrund und Ablauf 32843 Hof 32741 Bayreuth 118551655 Adolf Hitler Hitler und die Familie Wagner 118594117 Richard Wagners 118675508 Houston Stewart Chamberlain Schon am Rande des Umzuges hatte die Familie Wagner "die innige Verbindung Wagnerschen Geistes mit deutschem Wesen" (Hofer Anzeiger, 1.10.1923) gezeigt. An das folgende ausführlichere Treffen in der Villa Wahnfried erinnerte sich Hitler noch 1942: "[I]ch war so bewegt!" (Adolf Hitler. Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. Aufgezeichnet von Heinrich Heim, hg. von Werner Jochmann, München 2000, 108). Nicht erstaunlich ist deshalb, dass Hitler bereits vor 1933 versicherte, sich für die Festspiele einzusetzen, sollte er jemals in die entsprechende Position kommen – ein Versprechen, das er später tatsächlich einlöste. Bewertung Trotz der Beteiligung zahlreicher regionaler und überregionaler Organisationen, wie akademischen Gesangvereinen, Studentenverbindungen, Turn- und Schützenvereinen sowie – natürlich – der SA als Parteiarmee der NSDAP, war die Veranstaltung kein überwältigender Erfolg. So bedauerten verschiedene deutschnational eingestellte Zeitungen, dass einige Verbände ferngeblieben seien. Die Opposition habe fälschlicherweise die Absage der Veranstaltung verbreitet. Trotzdem sei der Tag "eine machtvolle Kundgebung deutschen Geistes nach jeder Richtung hin [gewesen], ein stolzes Bekenntnis zum vaterländischen Gedanken" (Bayreuther Tagblatt, 1.10.1923). Die SPD-nahe Oberfränkische Volkszeitung hob dagegen hervor, dass Hitler und die anderen völkischen Redner "mit ihren Reden scheinbar nicht recht befriedigt [haben]" (2.10.1923). 116599723 Otto Geßler 132270714 Albert Preu Bei einer historischen Bewertung ist aber darauf zu achten, dass der "Deutsche Tag" in Bayreuth für die NS-Bewegung keine herausragende Rolle spielte, ist doch nicht nachweisbar – wie Brigitte Hamann annimmt –, dass Hitlers Putschpläne hier entstanden oder verändert wurden. Für Bayreuth selbst hatte die Veranstaltung jedoch eine viel größere Bedeutung, wurde an diesem Tage doch das Fundament für das innige Verhältnis des NS-Führers mit der Festspielstadt und der Familie Wagner gelegt. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Geßler, Otto (1875 – 1955), Oberbürgermeister, Jurist
  • Bund zur Erneuerung des Reiches (Luther-Bund), 1928-1933/34
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    [...] de Am 6. Januar 1928 in Berlin gegründeter Bund unter dem Vorsitz von Hans Luther (1879-1962), der sich zum Ziel setzte, über eine Reichsreform die Reichsgewalt zu stärken. Trotz einer regen publizistischen Aktivität konnte der Bund seine unitaristischen Reformpläne nicht durchsetzen. Er wurde 1933/34 aufgelöst. de Gründung und Mitglieder 118575422 Hans Luther 126649014 Siegfried Graf von Roedern 116599723 Otto Geßler Der Bund strebte eine Reichsreform mit dem Ziel an, die Reichsgewalt zu stärken. Indem er Politiker der bürgerlichen Parteien, von DDP über Zentrum bis zum rechten Flügel der DVP, einige Vertreter der SPD sowie parteilose Konservative, Fachleute aus Verwaltung und Industrie, Wissenschaft und Publizistik vereinigte, wirkte er integrativ. Besonders einflussreich waren jedoch Männer des nationalliberalen Lagers, die parteipolitisch der DVP nahe standen, sowie groß- und schwerindustrielle Kreise. Nicht vertreten waren die äußerste Rechte und Linke sowie die bayerischen Föderalisten; überhaupt spielten kaum Persönlichkeiten aus Bayern eine führende Rolle im Luther-Bund. Luthers Initiative stieß vielmehr im Umfeld der bayerischen Staatsregierung, der BVP und darüber hinaus auf starke Vorbehalte. Wirkung Höhepunkt der Wirksamkeit des Bundes war das Jahr 1928. Insbesondere vor dem Zusammentritt des Verfassungsausschusses der Länderkonferenz am 24. Oktober 1928 entfaltete er eine rege publizistische Tätigkeit, veröffentlichte eigene Reformvorschläge in Verbindung mit einer Bibliographie der Reichsreformpublizistik und sorgte damit auch für eine wesentlich größere öffentliche Akzeptanz der Reichsreformbemühungen (Reich und Länder. Vorschläge, Begründung, Gesetzentwürfe. Hg. vom Bund zur Erneuerung des Reiches, Berlin 2. unveränderte Auflage 1928, 134 S.). Konzept der Reichsländer Im Unterschied zu Bayern, das die Revision des durch die Weimarer Verfassung geschaffenen Reich-Länder-Verhältnisses über eine Verfassungs- und Verwaltungsreform anstrebte, wollte der Luther-Bund das Problem primär durch eine Neugliederung des Reichsgebiets lösen. Um den Dualismus zwischen Reich und Preußen zu beseitigen, sollten aus Preußen und den Ländern Norddeutschlands "Reichsländer" mit Selbstverwaltungsrechten werden. Der Kern dieser Vorschläge findet sich in den Leitsätzen der Schrift "Reich und Länder" (Leitsätze des "Bundes zur Erneuerung des Reiches" zur Frage der Reichsreform, Abdruck bei: E. R. Huber, Dokumente zur dt. Verfassungsgeschichte III, Stuttgart 1966, 420-422). Die Länder Bayern, Baden, Württemberg und Sachsen sollten vorerst erhalten bleiben. Mit seinen Plänen für eine Rationalisierung des Reichsaufbaus strebte der Lutherbund langfristig auch die Errichtung eines autoritären Staates an. Ablehnung durch Bayern Die bayerische Staatsregierung lehnte die Vorschläge [...]
  • Deutsche Demokratische Partei in Bayern (DDP), 1918-1930
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    [...] de Linksliberale Partei, gegründet im November/Dezember 1918 in München und Nürnberg. Auf Reichsebene war die DDP als Partei der "Weimarer Koalition" mit kurzen Unterbrechungen bis 1932 an allen Reichsregierungen beteiligt. In Bayern stellte sie in den Anfangsjahren der Republik den Justiz- (Ernst Müller-Meiningen, 1866-1944) und den Handelsminister (Eduard Hamm, 1879-1944). In den folgenden Jahren verlor sie zunehmend an Bedeutung und war seit 1928 nicht mehr im Landtag vertreten. 1930 zerfiel die Partei in die Deutsche Staatspartei bzw. die Radikaldemokratische Partei Deutschlands, die jedoch keinen nennenswerten politischen Einfluss mehr erlangten. de Gründungsprozess 2215 München 36607 Nürnberg 118552880 Georg Hohmann 11874318X Ludwig Quidde 116599723 Otto Geßler 118737694 Ernst Müller–Meiningen Innerparteilicher Richtungsstreit 118738178 Friedrich Naumanns 118529706 Kurt Eisner Programmatische Grundpositionen und Parteiorganisation Der Gründungsaufruf vom 17. November 1918 beinhaltet die Grundelemente liberaldemokratischen Gedankenguts, das im Kernbestand für die DDP in Bayern bis in die späten 1920er Jahre Bedeutung behielt: "Die alte Ordnung ist unter den Schlägen der Revolution zusammengebrochen. Auf neuen Grundlagen muss Bayern, muss Deutschland wieder aufgebaut werden.(...) Wir bekennen uns freudig zum freien Volksstaat. Die Dynastien, die trotz der Überlieferungen von Jahrhunderten wehrlos der Umwälzung zum Opfer gefallen sind, können nicht zurückgeführt werden, ohne die Gefahr eines Bürgerkriegs heraufzubeschwören. Jeden Versuch, das Alte wieder herzustellen, lehnen wir deshalb ab. Ebenso aber verwahren wir uns auf das Schärfste gegen jede einseitige Klassenherrschaft, gegen eine Diktatur , die die Rechtssicherheit gefährdet, das Vertrauen zum Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens untergräbt und die Gefahr der Einmischung des Auslandes heraufbeschwört. Der jetzige auf Gewalt beruhende Zustand muss alsbald in einen geordneten Rechtszustand überführt werden. Deshalb verlangen wir für Bayern, wie für das Reich die schleunigste Einführung einer verfassunggebenden Nationalversammlung. Sie muss aufgrund des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für alle volljährigen Männer und Frauen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gebildet werden. Zur Vorbereitung der Wahlen fordern wir volle Freiheit der Meinungsäußerung in Wort und Schrift. Das Ergebnis der Wahlen muss für alle, auch für die revolutionäre Regierung, bindend sein. (...)" (Nürnberger Zeitung, 19.11.1918, Nr. 318). 27282 Regensburg Zum Profil der Partei gehörten in Bayern auch die 32 Tageszeitungen, die sich in Bayern (ohne die Pfalz) zur DDP bekannten. 19 davon erschienen in Franken. Große Blätter wie die "Regensburger Neuesten Nachrichten", die "Nürnberg-Fürther-Morgenpresse" und die "Nürnberger Zeitung [...]