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  • Hitlerputsch, 8./9. November 1923
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    [...] de Im Krisenjahr 1923 der Weimarer Republik (Hyper-Inflation; Ruhrbesetzung und "Ruhrkampf" von Januar bis September, kommunistische Unruhen in Sachsen und Thüringen) wollte der Parteiführer der NSDAP, Adolf Hitler (1889-1945), in München am 8./9. November durch einen bewaffneten Putsch die Regierung in Berlin absetzen und selbst die Macht in einer nationalen Diktatur erringen. Zu diesem Zweck hatte er sich mit rechtsradikalen Kräften verbündet und versuchte, rechtskonservative Kreise in der bayerischen Regierung und Verwaltung zu benutzen. Da sich diese alsbald distanzierten und die Reichswehr nicht mitspielte, scheiterte das Vorhaben. Den "Marsch zur Feldherrnhalle" stoppte die Bayerische Landespolizei mit Gewalt (20 Tote). Zwar kam Hitler nach seinem Prozess bereits am 20. Dezember 1924 frei, doch hatte der Putschversuch auf lange Sicht sowohl für ihn als auch für Bayern bedeutende Folgen. de Instabile Lage in den ersten Jahren der Weimarer Republik Obwohl die Republik 1918/19 durch eine unblutige Umwälzung begründet war und anfangs die demokratischen Parteien MSPD, Zentrum und DDP die Szene beherrschten, kam der neue Staat bis 1924 nicht zur Ruhe: außenpolitisch durch die Probleme und die Agitation um den Versailler Vertrag (Gebietsabtretungen, Besetzung, Reparationen), im Inneren durch Aufstände der Kommunisten (Spartakus 1919, "Ruhrkampf" 1920, Mitteldeutschland 1921 und 1923) und der Rechtsradikalen (Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920, Buchrucker-Putsch 1923). Dazu kamen schwere wirtschaftliche Probleme durch die Demobilmachung der Truppen und die zunehmende Inflation. Schon 1920 verloren die demokratischen Parteien im Reich die Mehrheit; der Aufstieg der Republikgegner (DNVP, USPD, KPD) begann. Schwierige Verhältnisse in Bayern Noch instabiler war die Lage in Bayern, wo Ende April/Anfang Mai 1919 die linksradikale Münchner Räterepublik von preußischem und württembergischen Militär und von Freikorps beendet werden musste. Die folgenden Regierungen (bis 1920 SPD/BVP, dann rechtskonservative Beamtenregierungen) waren eher schwach. Das politische Hauptproblem war neben der Besetzung der Pfalz durch französische Truppen (Gefahr des Separatismus) das Verhältnis Bayerns zum neuen Deutschen Reich. Dieses war deutlich zentralistischer als das Bismarck-Reich, und Berlin gebärdete sich auch rücksichtslos, etwa durch die Erzbergersche Finanzreform, die die Selbständigkeit der Länder antastete. Die Eigenständigkeit der Post, Bahn und des Militärs in Bayern (Reservatrechte im Bismarck-Reich) war ebenfalls dahin. 119446901 Gustav von Kahr 118574841 Erich Ludendorff 118819860 Hermann Ehrhardt 6 Oberbayern Hitlers Aufstieg und Bündnispolitik 118551655 Adolf Hitlers 118791605 Rupprecht 118745700 Ernst Röhm 116726342 Hugo Bruckmann 118737538 Karl Alexander von Müller 118543326 Franz Gürtner 116248459 Ernst [...]
  • Kabinett Held IV, 1932-1933
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    [...] de Vom Mai 1932 bis März 1933 geschäftsführende Regierung Bayerns unter Ministerpräsident Heinrich Held (BVP, 1868-1938). Tagesgenaue Amtsdaten sind nicht möglich, da die Regierung nicht aus einer Wahl hervorging, andererseits durch die Nationalsozialisten im Lauf des März 1933 abgelöst wurde. Sie beruhte parteipolitisch auf der Zusammenarbeit von Bayerischer Volkspartei (BVP) und Deutschnationaler Volkspartei (DNVP). Angesichts der Ereignisse im Reich (Präsidialkabinette, Preußenschlag, Aufstieg der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei [NSDAP]) war die Bewahrung der Selbständigkeit Bayerns das Hauptthema der Regierung Held IV. Ebenso wichtig waren die Versuche, in der katastrophalen Wirtschafts- und Finanzlage einen Weg zum Überleben zu finden. Seit dem Amtsantritt Hitlers (NSDAP, 1889-1945) als Reichskanzler am 30. Januar 1933 verengte sich die Gestaltungsmöglichkeit der Regierung deutlich, bis sie im März aus dem Amt gedrängt wurde. de Amtsantritt Eine eigentliche Regierungsbildung gab es nicht. Bereits 1930, als durch den Austritt des Bauernbundes aus der Regierung (Ende des Kabinetts Held II) die Mehrheit im Landtag verloren ging, war die Regierung als Kabinett Held III geschäftsführend im Amt geblieben. Auch nach der Landtagswahl vom 24. April 1932, die der bisherigen Koalition aus Bayerischer Volkspartei (BVP) und Deutschnationaler Volkspartei (DNVP) nur 48 Sitze von 128 gebracht hatte (Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 20, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) 43, Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 8), fand sich keine Mehrheit für die Wahl eines Ministerpräsidenten, obwohl die stärkste Partei Verhandlungen vorschlug. Damit blieb die geschäftsführende Regierung im Amt. Als spätestes Datum des Regierungsbeginns des Kabinetts Held IV kann man den 31. Mai 1932 angeben, als der am 24. April neu gewählte Landtag zusammentrat und keinen Ministerpräsidenten wählte. Personelle Zusammensetzung 118710060 Heinrich Held 117358436 Karl Stützel 118748297 Fritz Schäffer 116838698 Franz Matt 11674927X Franz Goldenberger 118543326 Franz Gürtner 133754456 Heinrich Spangenberger Das Problem der Geschäftsführenden Regierung Laut Bamberger Verfassung von 1919 (§ 66) hatte das Gesamtministerium bei Rücktritt die Geschäfte bis zur Berufung einer neuen Regierung weiterzuführen. Dies war als Übergangslösung für kurze Zeit gedacht. Da aber der Ministerpräsident mit absoluter Mehrheit gewählt werden musste (§ 58) und für die Selbstauflösung des Landtags die gleiche Hürde gesetzt war (§ 31), gleichzeitig solche Mehrheiten wegen der Gegensätzlichkeiten der Parteien nun nicht mehr zustande kamen, hatte sich die Regierung seit ihrem Rücktritt am 20. August 1930 als geschäftsführende einzurichten. Sie war damit eigentlich [...]