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  • Französische Besetzung der Pfalz, 1918/19-1930
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    [...] de Das Waffenstillstandsabkommen von Compiègne (11. November 1918) sah die Besetzung der linksrheinischen Gebiete Deutschlands und mehrerer Brückenköpfe auf dem rechten Rheinufer durch die alliierten und assoziierten Mächte vor. Dementsprechend wurde die Pfalz, die seit 1816 zu Bayern gehörte, im Dezember 1918 durch die französische 8. Armee unter General Gérard (1867-1945) besetzt. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags sollte sie ab 1920 als Teil der "Dritten" oder "Mainzer Zone" der Besatzungsgebiete für weitere 15 Jahre bis 1935 besetzt bleiben, wurde aber 1930 vorzeitig geräumt, nachdem das Deutsche Reich dem Young-Plan zugestimmt hatte. de Die Zeit des Waffenstillstands Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen vom 11. November 1918 begann die französische 8. Armee unter General Augustin Grégoire Arthur Gérard (1857-1926) am 1. Dezember 1918, die Pfalz zu besetzen. Nicht zuletzt aus historischen Gründen errichtete Gérard sein Hauptquartier in Landau. Am Sitz der Kreisregierung in Speyer wurden mit dem 51. Infanterie-Regiment, dem 3. Pionier-Bataillon, einer kleineren Kraftfahrereinheit und einer Sanitätskompagnie insgesamt 2.600 Mann stationiert. Die Gesamtstärke der französischen Besatzungstruppen in der Pfalz belief sich bis zum Ende des Ruhrkampfs auf ca. 60.000 Mann. Der Beginn der Besetzung brachte für die Bevölkerung erhebliche Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, der Freizügigkeit, des Post- und Fernmeldegeheimnisses und der Meinungsfreiheit mit sich. Der Personen-, Waren- und Fernmeldeverkehr zwischen der Pfalz und dem rechtsrheinischen Deutschland war seit 27. Dezember 1918 völlig gesperrt. Personen- und Güterverkehr durfte nur tagsüber und innerhalb der Ortschaften stattfinden. Der Post- und Fernsprechverkehr unterlag der Kontrolle, das gesamte Presse- und Verlagswesen der Zensur durch die Besatzungsmacht. Zudem waren alle deutschen Uniformträger zur Ehrenbezeugung gegenüber französischen Offizieren und der Trikolore verpflichtet. 140075836 Karl Leiling 124988490 Paul Tirard 118780875 Hubert Lyautey 133436438 Adalbert Francois Alexandre de Metz 117411183 Theodor von Winterstein 2215 München Besatzungspolitik und "Freie Pfalz" 123578663 Eberhard Haaß 133310272 Friedrich von Chlingensperg Friedensvertrag und Besatzungsregime Mit der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags (28. Juni 1919) und der Pensionierung General Gérards beruhigte sich die Lage in der Pfalz. In Versailles hatte Frankreich durchsetzen können, dass ihm das gesamte Saargebiet unter der Aufsicht des Völkerbunds zur wirtschaftlichen Ausbeute und zur faktischen politischen Beherrschung überlassen wurde. Deshalb konzentrierte sich die Besatzungsmacht vorerst auf die Verhandlungen zur Übergabe der nun Saarpfalz genannten westpfälzischen Gebiete und zur Festlegung des Grenzverlaufs [...]