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  • Münchener Post
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    [...] de Organ der Münchner Sozialdemokratie, das seit 1888 erschien und der gemäßigt reformerischen Linie des bayerischen Parteivorsitzenden Georg von Vollmar (1850-1922) folgte. Unter Chefredakteur Adolf Müller (1863-1943) entwickelte sich die Münchener Post zwischen 1896 und 1919 zu einer qualifizierten Zeitung, die innerhalb der Gesamtpartei die eigenständige bayerische Linie wahrte. In der Zeit der Weimarer Republik prangerte sie von Anfang an den Nationalsozialismus als große Gefahr an. Sie wurde nach der "Machtergreifung" verboten und erschien letztmals am 9. März 1933. de Die "Süddeutsche Post" als Vorläuferin 2215 Münchener 13366922X Georg Pollner 119059819 Louis Viereck Besitzerwechsel im Jahr 1890 118770209 Georg von Vollmar 137067739 Georg Birk 118936654 Adolf Braun 121647722 Richard Calwer 117496103 Eduard Schmid Zwischen Berliner Parteizentrale und bayerischer Sonderstellung 126216681 Louis Cohn 133669246 Sebastian Witti Die Redaktion unter Adolf Müller 119228467 Adolf Müller 120652404 Martin Gruber 118529706 Kurt Eisner Zentrale Themen der Berichterstattung 32321 Fuchsmühl 118790536 Carl Peters Verlag und Leserschaft vor dem Ersten Weltkrieg Lange Zeit war die "Münchener Post" auf Zuschüsse der Berliner Parteizentrale und Bankkredite angewiesen, konnte jedoch bis 1905 ihre Schulden abbezahlen. 1907 wandelte man das Unternehmen in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit 47 Gesellschaftern um. Dadurch standen 165.000 Mark für den Kauf des Verlags- und Redaktionsgebäudes am Altheimereck zur Verfügung. Im selben Jahr beschäftigte der Verlag sechs fest angestellte Redakteure und vier Mitarbeiter in der Vertriebsabteilung und der angegliederten Buchhandlung. Die Auflage war 1890 bei ca. 8.000 und stieg bis 1914 auf geschätzte 30.000 Stück. Da die Zeitung wesentlich weniger Inserate als die bürgerlichen Blätter erhielt, war sie auf höhere Abonnementspreise angewiesen. Ihre Leser waren größtenteils die Parteimitglieder in München. Gegensatz zwischen Adolf Müller und Kurt Eisner nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs Bei Kriegsausbruch 1914 stellte sich Müller mit der "Münchener Post" auf die Seite von Staat und Regierung und sprach sich für die Bewilligung der Kriegskredite aus. Er ging von nun an fast ununterbrochen als offiziöser Mitarbeiter von Staats- und Reichsregierung auf Auslandsreisen. Als Kurt Eisner wenige Wochen nach Kriegsausbruch zu der Erkenntnis gelangte, dass Deutschland am Krieg die Hauptschuld trage, wurde er zum erbitterten Gegner Müllers. Er wurde von jeder Mitwirkung am politischen Teil ausgeschlossen, blieb aber bis zum Januarstreik 1918 und seiner anschließenden Verhaftung Theaterkritiker. Die Zeitung wurde im Krieg trotz scharfer Kritik an der bayerischen Regierung von der Zensur behutsam behandelt und nie verboten. Während der Revolution [...]
  • Presse (20. Jahrhundert)
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    [...] de Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstand auch in Bayern eine moderne Massenpresse. Nachdem zunächst die liberalen Zeitungen die Gesamtauflage dominierten, traten nach Weltkrieg und Inflation die katholischen Blätter in den Vordergrund. Während des Nationalsozialismus standen nicht nur die meisten nationalsozialistischen, sondern auch die größten Zeitungen Münchens und Augsburgs unter die Kontrolle des Parteiverlags der NSDAP, Franz Eher Nachfolger. Nach 1945 schufen die Amerikaner überparteiliche Lizenzzeitungen, die das Gesicht der Zeitungslandschaft in Bayern veränderten. Zugleich ging der Konzentrationsprozess weiter, die großen Zeitungsunternehmungen wurden schließlich zu modernen Medienkonzernen. de Presse und Staat in Bayern bis 1914 Das Reichspressegesetz von 1874 bedeutete das endgültige Ende der Zensur. Anstelle von purer Repression nutzte die Regierung nun Methoden der indirekten Beeinflussung durch bevorzugte Nachrichtenvergabe an bestimmte Zeitungen und persönliche Kontakte zu wichtigen Journalisten. 1912 schuf die bayerische Regierung ein eigenes Presseorgan, die "Bayerische Staatszeitung". Zeitungszahl und Auflagenhöhe in Bayern bis 1914 41576 Augsburg 2215 München 36607 Nürnberg 39544 Würzburg Politische Ausrichtung und Verbreitung bis 1914 1898 hatten rund 34 % der bayerischen Zeitungen eine liberale Richtung, 22 % waren katholisch gesinnt, knapp 10 % sozialdemokratisch und rund 3 % dem Bayerischen Bauernbund (BB) verbunden. Innerhalb der liberalen Zeitungen bestand die gesamte Bandbreite von national- bis linksliberal, bei den katholischen Zeitungen von extrem partikularistisch-konservativ bis gemäßigt progressiv. Die katholische, zentrumsnahe Presse war am stärksten in kleinen Orten verbreitet, in Orten über 10.000 Einwohner herrschten die liberalen Blätter vor. Zeitungsverlage als Wirtschaftsunternehmen Die großen Zeitungsverlage in den großen Städten Bayerns beschränkten sich nicht nur auf das Zeitungsgeschäft, sondern verlegten auch Zeitschriften und Bücher wie z. B. Knorr & Hirth in München oder Haas & Grabherr in Augsburg. Auch das Druckgeschäft [...]
    [...] . Rohstoffe wurden knapp, so dass Kohle und Druckpapier teuer waren. Durch die Einberufungen fehlte es auch an Personal. Ein weiterer Nachteil für die Presse war die während der Kriegszeit verhängte Zensur, die allerdings relativ zurückhaltend und liberal ausgeübt wurde. Die Revolution von 1918/1919 118529706 Kurt Eisner Kapital der Schwerindustrie in der bayerischen Presse Insgesamt gingen als Folge des Kriegs und der Inflation 57 kleinere bayerische Zeitungen ein, etwa 13 %. Die "Münchner Neuesten Nachrichten" wurden 1920 von einer Gruppe übernommen, in der schwerindustrielles Geld das Übergewicht hatte. Dem darin vertretenen Konzern Gutehoffnungshütte (GHH) gelang es, auch den "Fränkischen Kurier [...]
  • Münchener Zeitung
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    [...] de 1892 als "General-Anzeiger" begründete Münchner Zeitung, die 1898 in "Münchener Zeitung" umbenannt wurde. Gründer war der "General-Anzeiger-König" August Huck (1849-1911), der überall in Deutschland derartige politisch wenig profilierte Zeitungen ins Leben rief, die vorwiegend durch Anzeigen finanziert wurden und sich an ein bürgerliches Massenpublikum wandten. Die Zeitung agierte entsprechend regierungsnah. Nur im Ersten Weltkrieg brachte sie die Unterstützung für die Expansionsforderungen des Alldeutschen Verbandes mit der Zensur in Konflikt. 1933 schwenkte die "Münchener Zeitung" auf den Kurs der nationalsozialistischen Regierung ein, fiel aber trotzdem der nationalsozialistischen Pressepolitik zum Opfer. 1943 wurde die Zeitung eingestellt. In Nachfolge der "Münchener Zeitung" entstand 1948 der "Münchner Merkur". de Gründung als "General-Anzeiger der Kgl. Haupt- und Residenzstadt München" 1892 133668762 August Huck 36607 Nürnberg 2215 Münchens Umbenennung in "Münchener Zeitung" und Ausbau 118619543 Franz von Stuck In der Verlagsanstalt Dr. Haas kam seit dem 9. Juni 1896 zusätzlich ein "Illustriertes Münchener Extrablatt" heraus. Es wurde offensichtlich gleichzeitig mit der Gründung der "Münchener Zeitungsverlag GmbH" in diese eingebracht. Seit dem 11. April 1905 hieß es "Bayerische Zeitung" und war eine Nebenausgabe der "Münchener Zeitung". Sie war in Bayern vor allem auf dem Land verbreitet. Die "Münchener Zeitungsverlag GmbH" wurde später in eine KG umgewandelt. Die Anteile besaß überwiegend die Familie Huck. Der Anzeigenmarkt in München war offenbar für zwei große Zeitungen üppig genug, da die "Münchener Zeitung" neben den "Münchner Neuesten Nachrichten" bestehen konnte und florierte. Der Umfang des Blatts konnte laufend vergrößert werden. Seit 1904 gingen auch der "Münchener Zeitung" die amtlichen Bekanntmachungen der Justizbehörden und Gerichte zu, die vorher ein Privileg der Konkurrenzzeitung gewesen waren. 1910 zog der vorher in der Frauenstraße 17 ansässige Verlag in das Zeitungsgebäude an der Paul-Heyse-Straße 4 und Bayerstraße 57-59 um. Die "Münchener Zeitung" als Teil des Huck-Konzerns August Huck kaufte und gründete bis zu seinem Tod 1911 noch eine ganze Reihe weiterer Zeitungen in Provinzstädten. Als Dachgesellschaft fungierte die "Gebr. Huck und Verlagsgesellschaft Huck GmbH" in Berlin. 1917 besaß sie zwölf Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 850.000 Exemplaren. Rund 22 % der Gesamtauflage entfielen auf die beiden Zeitungen in München. Daneben hatte August Huck auch noch Schriftgießereien, Setz- und Papiermaschinenfabriken gegründet. Auch zu Papierfabriken bestanden enge Verbindungen. 137639406 Wolfgang Huck 118554565 Alfred Hugenberg Der Konzern verfügte über ein Netzwerk von diversen Auslandskorrespondenten, dessen Material [...]