Weech, Sigmund von; Entwerfer: Nördlingen, Stadt: Gutschein über 50 Pfennig von 1919 About the Object
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  • Nördlingen, Stadt: Gutschein über 50 Pfennig von 1919
  • Enhanced description
    • Weech, Sigmund von; Entwerfer
    • Gebr. Parcus KG <München> (Drucker)
    • Stadt Nördlingen (Herausgeber)
    • Nördlingen
  • 1.7.1919
  • Höhe: 71 mm Breite: 112 mm / Material: Papier mit Wasserzeichen, Buchdruck, Wasserzeichen Flämmchen
    • 50 Pfennig , 1.7.1919 Stadt Nördlingen Stadt Nördlingen
    • Wappen
    • Notgeld
    • Ersatzgeld
    • Notmünze
    • Geldersatzmarke
    • Mark
    • Inflation
    • Geldentwertung
    • Geldschein / Notgeld
    • Papiergeld Bayerns
    • Notgeld in Bayern 1914-1923
  • HVB Stiftung Geldscheinsammlung
  • HVB Stiftung Geldscheinsammlung
    • HVB Stiftung Geldscheinsammlung - Inventory number: DE-BY-86720-V1025k
  • http://hdl.handle.net/428894.vzg/7bfff5eb-6196-449c-b440-6dd48175f1b4
  • Licence of the Metadata: CC0
  • Literatur zum Stück: Wolfgang Friedrich: Nördlinger Notgeld 1917-1923 und bei C.H. Beck gedrucktes Inflationsgeld 1923. Nördlingen 1992. - Standardzitierwerk: Albert Pick: Das Papiergeld Bayerns - Staatspapiergeld, Banknoten und Notgeld - Geschichte und Katalog. Regenstauf 1989 Seite/Nr.: V.1025.k
  • 2018-04-13

Nördlingen, Stadt: Gutschein über 50 Pfennig von 1919

1.7.1919
  • Weech, Sigmund von; Entwerfer
  • Nördlingen

Beschreibung

Vorderseite: einfache Gestaltung

Rückseite: in der Mitte Wappen der Stadt Nördlingen: ein gekrönter und bewehrter Adler

Die Stadt Nördlingen in Schwaben gab selbst verschiedene Notgeldausgaben aus. Zwischen 1917 und 1920 emittierte sie in jedem Jahr Gutscheine zu 50 Pfennig, 1918 auch Gutscheine zu 20 Pfennig. Die Scheine zeigen Wappen, Stadtansichten und nehmen Bezug zum Ersten Weltkrieg. So ist auf den 50-Pfennig-Scheinen von 1917 ein Porträt Paul von Hindenburgs (1847-1934) zu sehen, dazu ein Gedicht mit Durchhalteparolen. Die Ausgabe von 1918 ist eine Serie á 5x50 Pfennig und 5x20 Pfennig, auf den Vorderseiten ist immer das Wappen, auf den Rückseiten verschiedene Standansichten zu sehen. Auch die Ausgaben des Inflationsjahrs 1923 zeigen verschiedene Stadtansichten und ein Gedicht, das die Folgen der Inflation thematisiert. Die Stadt emittierte gemeinsam mit der Fürstlich Öttingen-Wallersteinischen Standesherrschaft wertbeständiges Notgeld zu 42 Goldpfennig bis 4,20 Goldmark. Sie zeigen das Wappen der Stadt und das Wappen der Fürsten von Öttingen-Wallerstein. Eine besondere Verwendung erfuhren die leeren Rückseiten dieser Ausgabe: Sie wurden für die Ausstellung der sogenannten Hockersteuer verwendet. Die Nacht- oder Hockersteuer ist erstmals aus Stuttgart bekannt, um in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs der Stadt zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen. In Wirtschaften mussten Gäste, die nach 23:00 Uhr noch im Lokal blieben, eine Steuer zahlen, für die sie eine Nachtsteuer-Marke als Quittung erhielten. Andere Städte wie Dinkelsbühl oder Nördlingen griffen diese Besteuerung auf, die 1924 jedoch wieder abgeschafft wurde.