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  • Weißer Terror, 1919
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    [...] de Im öffentlichen Schlagabtausch der nachrevolutionären Kämpfe in Deutschland kennzeichneten die Formulierungen "roter/weißer Terror" die wechselseitigen Schuldzuweisungen zwischen revolutionären und gegenrevolutionären Kräften. Mit "weißem Terror" waren hier in erster Linie die Vorgänge in München nach der Niederschlagung der Räterepublik durch Regierungstruppen und Freikorps gemeint, die durch Gewaltakte und Willkür gegen echte wie vermeintliche Unterstützer der Linken geprägt waren. de Revolution-Gegenrevolution-Terror Die nachrevolutionären Kämpfe in Deutschland waren seit der Niederschlagung des Spartakusaufstandes in Berlin im Januar 1919 von schweren Gewaltexzessen begleitet. Dabei reichten Terrormaßnahmen von Affekthandlungen im unmittelbaren Gefolge der Kampfhandlungen bis zur gezielten Einschüchterung ganzer Gruppen des jeweiligen Gegners. Im öffentlichen Schlagabtausch wurden die Begriffe "roter/weißer Terror" bzw. "rote/weiße Garden" synonym für die Bedeutungsinhalte revolutionär/gegenrevolutionär verwendet. Die in den jeweiligen Lagern gebrauchten Kampfformen lehnten sich an die Erfahrungen aus dem seit 1918 in voller Schärfe entbrannten russischen Bürgerkrieg an, gingen in ihren historischen Wurzeln jedoch bis auf die Französische Revolution zurück. Wie in den Jahren 1793/95 schöpften auch in den folgenden Revolutionen die jeweiligen Bürgerkriegsparteien ihre Rechtfertigung für den Einsatz von Individual- und Gruppenterror nicht nur aus dem Bedürfnis nach Revanche für selbst erlittenes Unrecht. Terror wurde geradezu zur unverzichtbaren Notwendigkeit erhoben, wenn im Gegenspiel von Revolution und Gegenrevolution positive Gewinnungsstrategien zur Befriedung des Gegners nicht ausreichten. 118657593 Max Bauer Revolution und Rätezeit in Bayern 2215 München 118529706 Kurt Eisner 116376961 Erhard Auer 117151130 Heinrich Osel Besetzung und gegenrevolutionärer Umbau Münchens Schon in den Kämpfen gegen die "Rote Armee" hatten die mit den Regierungstruppen vorgehenden Freikorps verschiedentlich Gewaltakte im Umland Münchens begangen. Gelegentlich konnten sie sich dabei auf Rachebedürfnisse in der Bevölkerung stützen. Mit dem Eindringen in die Landeshauptstadt verschärften sich nicht nur die Kampfhandlungen, sondern auch individuelle wie kollektive Gewaltmaßnahmen. 123563739 Rudolf Egelhofer 118569074 Gustav Landauer 10257 Gräfelfing 128022949 Hermann Ewinger 119055201 Wilhelm Frick 129409979 Karl Mayr 2172 Ingolstadt Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]