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  • Die kursächsischen Landesfürsten lassen M. Luthers Schwager Hans von Bora ein Klosteramt verleihen
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    [...] de Beschreibung Wiederholt hatte sich Luther schriftlich beim sächsischen Kurfürsten für die Übertragung eines Klosteramts an seinen Schwager Hans von Bora eingesetzt, zuletzt mit einem Bittschreiben vom 4. Dezember 1541. Die Reaktion auf das zweite Schreiben erfolgte schnell. Am 7. Dezember erging aus Torgau, der kurfürstlichen Residenz, im Namen des Kurfürsten Johann Friedrich I. (Kurfürst/Herzog 1532-1554) und seines im kursächsischen Coburg regierenden Bruders Johann Ernst (1541-1553 Herzog von Sachsen-Coburg) eine Anweisung an die Sequestratoren. Sie waren für die Güterverwaltung der aufgelösten Klöster zuständig. Die Landesfürsten nahmen Bezug auf Luthers Bittschrift und übersandten diese den Klostergüterverwaltern als Anlage. Weil die Ämter in Nimbschen und Belgern schon anderweitig zugesagt seien, sollten sie Bora das Klosteramt des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts Brehna bei Bitterfeld verleihen. Dieses werde an Ostern des kommenden Jahres frei, heißt es im fürstlichen Schreiben. Am Ende findet sich die Bemerkung, dass man Luther bereits entsprechend informiert habe. Auf der Rückseite findet sich unterhalb der Adresse ein Betreffsvermerk, der vermutlich beim Eingang des Schreibens bei den Sequestratoren aufgebracht wurde. Ein weiterer, wohl zeitgenössischer Schreiber brachte den Inhaltsvermerk "doctor martinus" an, um auf den Bezug zu Luther aufmerksam zu machen. Tatsächlich wurde Bora am 1. Mai 1542 Verwalter des ehemaligen Dominikanerinnenklosters in Cronschwitz im Vogtland. CC0 [...]
  • Hoffmann, Nickel; Baumeister, gen. 1543 Torgau bis 1589 Halle/Saale
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    [...] de 1543 unter Nickel Grohmann Arbeit an Schloß Hartenfels in Torgau. 1550 Bürger in Halle und Stadtbaumeister. 1563-1566 Rathausbau in Hof. 1570-1572 Bau des Schweinfurter Rathauses, einer Glanzleistung der deutschen Renaissance. Einbürgerung der Renaissanceformen in Halle und Verschmelzung mit dem in der Überlieferung des 15. Jahrhunderts wurzelnden deutschen Stilempfinden. Beratung beim Bau des Rothenburger Rathauses. 1557-1590 Stadtfriedhof in Halle in der Art eines italienischen Campo Santo. de Werke Zwickau (Chorgewölbe von St. Martin); Halle (Marktkirche, Ratswaage, Bürgerhäuser). Literatur NDB 9; Th.-B. 17; Spindler III; K. Sitzmann, Künstler u. Kunsthandwerker in Ostfranken, 1957. Kl Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Hans von Amberg: † nach 1503; Bildschnitzer, Maler
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    [...] de 1470-1503 als einer von 14 Malern und 2 Bildschnitzern in den Amberger Ratsakten nachweisbar. Anscheinend Mittelpunkt einer weitausstrahlenden Amberger Bildschnitzerschule. Ca. 1489 Tätigkeit in Torgau, 1491 in Nürnberg, 1493/95 in Wittenberg. Wahrscheinlich identisch mit Hans Krafuß. de Werke Relief: Beschneidung Christi in Bergkapelle Hohenhard bei Kemnath/Opf.; Statuen: Petrus, Paulus, Maria Magdalena, Hl. Wolfgang in Kapelle Dechantsee b. Kemnath/Opf.; Flügelaltar in Kirche Unsere Lieben Frau zu Torgau/Sachsen; getäfelte, gemalte Stube im Schloß zu Wittenberg, s. a. Th.B. 19, 48. Literatur Th.-B. 19; H. Hofner, Maler H. v. A. und der Amberger Kulturkreis, in: O 43,1955. Ra Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
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    [...] de Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen an Luther; Torgau, 7.12.1541 (Staatsarchiv Coburg, LA B 2432, Nr. 2) Wiederholt hatte sich Luther schriftlich beim sächsischen Kurfürsten für die Übertragung eines Klosteramts an seinen Schwager Hans von Bora eingesetzt, zuletzt mit einem Bittschreiben vom 4. Dezember 1541. Die Reaktion auf das zweite Schreiben erfolgte schnell. Am 7. Dezember erging aus Torgau, der kurfürstlichen Residenz, im Namen des Kurfürsten Johann Friedrich I. (1503-1554, Kurfürst/Herzog 1532-1554) und seines im kursächsischen Coburg regierenden Bruders Johann Ernst (1521-1553, 1541-1553 Herzog von Sachsen-Coburg) eine Anweisung an die Sequestratoren. Sie waren für die Güterverwaltung der aufgelösten Klöster zuständig. Die Landesfürsten nahmen Bezug auf Luthers Bittschrift und übersandten diese den Klostergüterverwaltern als Anlage. Weil die Ämter in Nimbschen und Belgern schon anderweitig zugesagt seien, sollten sie Bora das Klosteramt des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts Brehna bei Bitterfeld verleihen. Dieses werde an Ostern des kommenden Jahres frei, heißt es im fürstlichen Schreiben. Am Ende findet sich die Bemerkung, dass man Luther bereits entsprechend informiert habe. Auf der Rückseite findet sich unterhalb der Adresse ein Betreffsvermerk, der vermutlich beim Eingang des Schreibens bei den Sequestratoren aufgebracht wurde. Ein weiterer, wohl zeitgenössischer Schreiber brachte den Inhaltsvermerk "doctor martinus" an, um auf den Bezug zu Luther aufmerksam zu machen. Tatsächlich wurde Bora am 1. Mai 1542 Verwalter des ehemaligen Dominikanerinnenklosters in Cronschwitz im Vogtland. Zum Digitalisat [...]
  • Spalatin, Georg (eigentl. Georg Burckhardt aus Spalt): 1484 Spalt b. Nürnberg — \ 16. 1. 1545; Humanist und Historiker
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    [...] de Nach Schulbesuch in Nürnberg, Studium der Artes und der Rechtswissenschaften 1498-1505 in Erfurt und Wittenberg. Seit 1508 Prinzenerzieher in Torgau und zugleich Ratgeber des Kurfürsten Friedrich des Weisen. 1511 Kanoniker in Altenburg. 1516 Berufung in die Kanzlei des Kurfürsten, 1522 Hofprediger und Hofkaplan. 1523 Anschluß an die Reformation. Ab 1525 Prediger in Altenburg. Sein Anteil an der Organisation des landesherrlichen Kirchenregiments war nicht unbedeutend. de Genealogisches V Rotgerber. Werke Verz. s. ADB 35, 1-29. Literatur ADB 35. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Georg III. von Anhalt, genannt "der Gottselige" (1507 - 1553)
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    [...] de Beschreibung Das etwa lebensgroße Ganzkörperporträt Georgs III. von Anhalt bildet das Gegenstück zu einem analog gestalteten Bildnis Luthers. Beide Porträts sind vom sächsischen Kurfürsten August I. für die Kapelle von Schloss Annaburg bei Torgau in Auftrag gegeben worden. Georg III. von Anhalt war zunächst Domherr in Merseburg und Dompropst in Magdeburg gewesen, bevor er sich der protestantischen Lehre zuwandte. 1530 wurde er Mitregent im Fürstentum Anhalt und setzte zusammen mit seinen Brüdern die Reformation durch. Auch in Brandenburg war er maßgeblich an der Einführung der Reformation beteiligt. 1545 wurde er auf Betreiben Augusts von Sachsen zum Bischof von Merseburg ernannt. Damit war [...]
    [...] Sein aufrichtiger Charakter und seine tief empfundene Frömmigkeit brachten ihm den Beinahmen „der Gottselige“ ein. Dass Georg auf den Coburger Porträttafeln jenen Platz einnimmt, der normalerweise Melanchthon vorbehalten ist, dürfte auf den persönlichen Wunsch Augusts von Sachsen zurückzuführen sein. Schließlich war es Georg gewesen, der 1548 in Torgau die Trauung Augusts mit Anna von Dänemark vollzogen hatte. Literatur Veronika Braunfels, Mit Luther durch die Kunstsammlungen, Coburg 1996, S. 10f. Michael Overdick RR-F [...]
  • Oberndorffer, Martin: † 1591 Amberg; Stadtprediger
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    [...] de Aus Rochlitz im Erzgebirge. Siebenjährige Schulzeit zu Annaberg. 1549 an der Universität Leipzig. 1555 Magister. 1557-1562 Rektor der Schule zu Mittweida, dann der zu Torgau. 1571 Prediger in Mittweida. 1574 Theologieprofessor und Schloßprediger in Wittenberg, hierauf wieder Pfarrer zu Mittweida. 1577 Stadtprediger in Amberg. 1579 Mitglied des Amberger Kirchenrates. Von den Kalvinisten stark angefeindet. Freund und Schüler des böhmischen Reformators J. Mathesius. de Werke Verfaßte die Vorrede zu J. Mathesius' „Diluvium, das ist die Historia von der Sündflut..." Nürnberg, 1587; daneben Leichenpredigten. Literatur Jöcher 3; A. Eckert, Magister M. 0., evang. Stadtprediger in Amberg, in: VHO 110,1970. Ra Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Luther und Melanchthon benachrichtigen die Stadt Amberg wegen zweier Prediger und eines Lehrers
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    [...] de Beschreibung Der im Jahr 1544 gemachte Vorstoß von Bürgermeister und Rat der Stadt Amberg bei Luther und Melanchthon hatte wieder Erfolg. Die Stadt hatte um erneute Stellung ihres "alten" Prädikanten Andreas Hügel sowie die Entsendung des Johannes Monacensius und eines Schulmeister nachgesucht. Martin Luther (1483-1546) und Philipp Melanchthon (1497-1560) berichteten nun in ihrem Antwortschreiben, dass sie unmittelbar nach Eingang des Amberger Schreibens Kontakt mit Andreas Hügel und Johannes von Monchen (Monacensius) aufnahmen und sich beide bereit erklärten, nach Amberg zu kommen. Eine Schwierigkeit bestand darin, dass sich Hügel nicht in der Lage sah, in der kalten Jahreszeit mit einem Kleinkind nach Amberg zu reisen. Er bot deshalb an, an Ostern des darauf folgenden Jahres zu kommen. Sollten die Amberger aber dringend einen Prädikanten benötigen, so müsste er alleine aufbrechen und Frau und Kind in Wittenberg zurück lassen. Die Reformatoren hatten auch mit Mattheus Michael von Torgau Kontakt aufgenommen, „einem zuchtigen, sittigen, wolgelarten man“, der sich bereit erklärte, als Schulmeister nach Amberg zu kommen. Das Schreiben endet damit, dass seine Verfasser den Empfängern Zuversicht für die Durchführung ihres Werks aussprechen, und mit der Datierung sowie den Unterschriften von Luther und Melanchthon. CC0 [...]
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    [...] de Luther und Melanchthon an die Stadt Amberg; Wittenberg, 4.10.1544 (Stadtarchiv Amberg, KuRS 262/1 [Ref. 358]) Der im Jahr 1544 gemachte Vorstoß von Bürgermeister und Rat der Stadt Amberg bei Martin Luther (1483-1546) und Philipp Melanchthon (1497-1560) hatte wieder Erfolg. Die Stadt hatte um erneute Stellung ihres "alten" Prädikanten Andreas Hügel sowie die Entsendung des Johannes Monacensius und eines Schulmeisters nachgesucht. Luther und Melanchthon berichteten nun in ihrem Antwortschreiben, dass sie unmittelbar nach Eingang des Amberger Schreibens Kontakt mit Andreas Hügel und Johannes von Monchen (Monacensius) aufnahmen und sich beide bereit erklärten, nach Amberg zu kommen. Eine Schwierigkeit bestand darin, dass sich Hügel nicht in der Lage sah, in der kalten Jahreszeit mit einem Kleinkind nach Amberg zu reisen. Er bot deshalb an, an Ostern des darauf folgenden Jahres zu kommen. Sollten die Amberger aber dringend einen Prädikanten benötigen, so müsste er alleine aufbrechen und Frau und Kind in Wittenberg zurück lassen. Die Reformatoren hatten auch mit Mattheus Michael von Torgau Kontakt aufgenommen, „einem zuchtigen, sittigen, wolgelarten man“, der sich bereit erklärte, als Schulmeister nach Amberg zu kommen. Das Schreiben endet damit, dass seine Verfasser den Empfängern Zuversicht für die Durchführung ihres Werks aussprechen, und mit der Datierung sowie den Unterschriften von Luther und Melanchthon. Zum Digitalisat [...]
  • Johann Friedrich I. von Sachsen, genannt "der Großmütige" (1503 - 1554); Kurfürst von Sachsen von 1532 bis 1547, Herzog von Sachsen 1547 bis 1554
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    [...] de Beschreibung Mit seiner kräftigen Statur füllt der Johann Friedrich I. Kurfürst das Bildformat. Vor seinem mächtigen Leib ist ein flaches Barett zu sehen, auf dem ein mit einer Perlenschnur verzierter Kranz liegt. Das Gegenstück zu diesem Portrait zeigt Sibylle von Cleve (1512 – 1554), die er 1527 in Torgau heiratete. Solche Portraits fanden Geschenke an andere Fürstenhöfe Verwendung oder verblieben als Zeugnisse der Dynastiegeschichte in der Familie. Von Spalatin erzogen, nahm Johann Friedrich I. schon vor seinem Regierungsantritt 1532 persönlichen Anteil an den wichtigsten Ereignissen der Reformation. Im September 1530 besuchte er Luther auf der Veste Coburg und übereichte ihm als Geschenk [...]