Papiergeld Islands

Island kam im 14. Jahrhundert unter dänische Herrschaft und blieb bis 1914 ein Teil des Königreiches Dänemark. Im Jahr 1918 erlangte Island die Unabhängigkeit, blieb aber in Realunion mit Dänemark verbunden. Erst 1944 wurde die Union aufgelöst und die Republik Island als nun vollkommen souveräner Staat gegründet.

Die ersten Papiergeldausgaben in Island erfolgten unter dänischer Herrschaft. Zwischen 1778 und 1815 liefen die Banknoten der Kopenhagener Assignations-, Wechsel- und Leihbank um. Diese enthielten auf der Rückseite einen Vermerk über ihre Gültigkeit in Island. Die Zugehörigkeit zu Dänemark zeigt sich auch in der Währung: Bis 1874 galt der dänische Rigsdaler, ab 1874 die Dänische Krone als Währung. Erst mit der Unabhängigkeit 1918 wurde eine eigene Währung, die Isländische Krone, eingeführt.

Als erste Bank in Island selbst emittierte die Landsbanki Islands Banknoten. Die staatliche Bank war 1885 gegründet worden und erhielt das Recht zur Notenausgabe. Zunächst gab sie nur Banknoten zu 5, 10 und 50 Krónur aus, später kamen höhere Werte hinzu. Die Verbindung zu Dänemark wird auf den Banknoten deutlich: Als Motiv ist ein Porträt des Königs von Dänemark, Christian VIIII. (1818-1906), zu sehen.

Zwischen 1904 und 1920 erhielt eine andere Bank das Notenrecht: Die private Islands Banki. Sie gab Banknoten zu 5, 10 und 50 Kronur aus, die ebenfalls den dänischen König und die Natur Islands zeigen. In den 1920er Jahren emittierte der Staat selbst Papiergeld, bis 1928 die Landsbanki Islands wieder das Monopol zur Banknotenausgabe erhielt. Die Unabhängigkeit von Dänemark spiegelt sich auf den Noten wider: Statt des dänischen Königs sind nun Persönlichkeiten aus Islands Politik und Geschichte abgebildet.

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